Breitbandatlas

Breitbandatlas

Der Breitbandatlas ist eine Informationsplattform über die Breitbandversorgung in Österreich. Er zeigt auf drei Landkarten die Versorgung für Festnetzinternet, für Mobilfunknetze und für geförderten Netzausbau.

Unter breitbandatlas.gv.at findest du den Österreichischen Breitbandatlas.

Hier ist vor allem dargestellt, wie der Breitbandausbau in Österreich vorangeht. Bis 2025 sollen nicht nur die Ballungsräume, sondern auch der ländliche Bereich an schnelles Breitbandinternet mit Glasfaser angeschlossen sein. Bis 2030 sollen auch die abgelegenen Regionen Zugang zu einer gigabitfähigen Leitung erhalten. So soll nicht nur die Digitale Kluft zwischen Stadt und Land verringert werden, sondern die österreichischen Netze für die digitale Zukunft ausgebaut werden.

Was sehe ich im Breitbandatlas?

Du kannst im Breitbandatlas die möglichen Geschwindigkeiten sowohl für Festnetz als auch für Mobilfunk ablesen. Diese ist in Raster eingeteilt, deren Zellen jeweils die bestmögliche Versorgung für einzelne Orte abbilden.

Dabei handelt es sich aber zum Teil um nur theoretisch erreichbare Geschwindigkeiten, die nicht von allen Haushalten erreicht werden können. Welche Geschwindigkeit du vor Ort real erreichen kannst, prüfst du besser über die SpeedMap nach.

Festnetzinternet Ausbau

Dargestellt werden für die feste Breitbandversorgung Technologien wie FTTB und FTTH. Dabei handelt es sich um bestimmte Glasfaser - Ausbaustufen, die häufig auch als FTTX zusammengefasst werden.

FTTB steht für Glasfaser bis zum Gebäude, FTTH für Glasfaser bis zur Wohnung. Beide verfügen über einen hohen, schnellen Glasfaseranteil, bei einem nur geringen Kupferanteil der Leitung. Dies ermöglicht sehr schnelle Datenraten.

Ebenso ist der Ausbau des DSL-Internets zu sehen. Mit XDSL sind sämtliche Versionen von Internet über das Telefonkabel gemeint. Auch die DOCSIS – Technologie ist berücksichtigt. Dabei handelt es sich um einen Standard zur Datenübertragung für Kabelinternet. Schließlich finden sich auch lokale Hotspots, die zum Beispiel drahtlos über WLAN oder WMAN agieren. Solche sind zum Teil an öffentlichen Plätzen installiert.

Mobilfunk Ausbau

Im Mobilfunk werden die Mobilfunknetztechnologien 2G GSM, 3G UMTS, 4G LTE und 5G NewRadio angezeigt. Diese kannst du nach den drei Mobilfunknetzanbietern A1, Magenta und Drei sortieren oder aber alle berücksichtigen.

Es gibt in Österreich zwar viele verschiedenen Anbieter für Mobilfunk, aber nur drei davon betreiben auch ein eigenes Netz. Welcher Anbieter in welchem Netz operiert, kannst du in unserem Ratgeber Welcher Mobilfunkanbieter ist in welchem Netz? prüfen.

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Wie schnell sollte es sein?
Über den Autor
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.

Häufige Fragen zum Thema Breitbandatlas

Wofür wurde die Breitbandmilliarde beschlossen?

2013 wurde in Österreich die „Breitbandmilliarde“ beschlossen, um in Österreich die Versorgung der Bevölkerung mit Breitbandinternet von mindestens 25 Mbit/s zu gewährleisten. Dabei wurden die Ziele so gesteckt, dass ein Ausbau schrittweise erfolgt. Bis 2025 sollen nicht nur die Ballungsräume, sondern auch der ländliche Bereich an schnelles Breitbandinternet mit Glasfaserleitungen angeschlossen sein. Bis 2030 sollen auch die abgelegenen Regionen Zugang zu einer gigabitfähigen Leitung erhalten.

Warum ist das Gigabit-Internet so wichtig?

Mit der Coronakrise 2020 zeigte sich, wie wichtig Internet für den Erhalt von sozialem, kulturellem und wirtschaftlichem Leben ist. Ohne schnelles Internet kann dieses nicht aufrechterhalten werden. Zum Beispiel um den Kontakt mit Familie und Freunden über Videotelefonie zu halten, aber auch für Home Office und Videokonferenzen spielt es daher als kritische Infrastruktur eine wesentliche Rolle. Damit die vorhandenen Kapazitäten nicht an ihre Grenzen stoßen, ist der Ausbau zum Gigabit-Internet so wichtig.

Was ist Gigabit-Internet?

Wenn vom Gigabit-Internet gesprochen wird, ist damit ein Internetzugang mit einer Verbindungsgeschwindigkeit von 1 Gbit/s gemeint. Um dies flächendeckend in Österreich zu erreichen ist ein Netzausbau notwendig. Dies betrifft sowohl DSL- als auch Kabelinternet, und auch den Ausbau für New Radio (5G) des Mobilfunks.

Was ist die Digitale Kluft?

Die digitale Kluft beschreibt wie unterschiedlich Technologien je nach Region verfügbar sind oder auch wie stark der Zugang für bestimmte Bevölkerungsgruppen sich unterscheidet. Dabei geht es sowohl um internationale Vergleiche, als auch um regionale.

Die digitale Kluft wird auch mit den englischen Begriffen „Digital Gap“ und „Digital Divide“ beschrieben. Ein bekanntes Beispiel ist etwa der Unterschied zu Breitbandinternet, je nachdem ob man am Land oder in der Stadt wohnt. So sind Mobilfunk, DSL- und Kabel in der Stadt wesentlich besser verfügbar, als in kaum bewohnten Gegenden.

Doch nicht nur der direkte Zugang vor Ort ist mit der digitalen Kluft gemeint. Auch zwischen Bevölkerungsgruppen gibt es Unterschiede: Zum Beispiel nutzen mehr junge Menschen das Internet, als alte Menschen. Ebenso spielt auch die soziale Herkunft eine Rolle.

Gibt es die Digitale Kluft in Österreich?

Ja, die gibt es auch hier. Mit dem Breitbandausbau möchte man die Digitale Kluft innerhalb Österreichs verringern. So sollen auch ländliche Regionen bessere Internetverbindung bekommen. Dafür, dass es fast überall Netz gibt sorgt unter anderem die Universaldienstverordnung. Diese besagt, dass ein Netz erreichbar und leistbar zur Verfügung gestellt werden muss. Auch mit den Frequenzauktionen wurden die Anbieter verpflichtet sogenannte weiße Flecken zu verringern, also Gebiete ohne Netzabdeckung zu versorgen.

Europaweit sind wir mit dem Ausbau von Breitbandinternet laut OECD leider Schlusslicht. Es gibt bei uns weniger Hochleistungsanschlüsse mit mehr als 100 Mbit/s als in anderen europäischen Ländern. Und auch der Ausbau von Glasfaser ist deutlich: Während in Schweden rund 70 Prozent aller Anschlüsse über Glasfaser laufen, sind es bei uns nur rund zwei Prozent.

Die Digitalisierung in den Schulen, an den Universitäten, aber auch in den Firmen lag in Österreich bis zum ersten Lockdown im Frühjahr 2020 eher brach. Gezwungenermaßen musste man nun schnell auf Home Schooling und Home Office setzen. Viele Schüler, Lehrer, Angestellte und andere mussten sich erst die IT-Ressourcen anschaffen, um von zu Hause aus arbeiten zu können. Anderen Ländern, in denen die Digitalisierung und die Medienkompetenzen schon weiter fortgeschritten ist, fiel dies bedeutend leichter.