Handysicherheit - 12 zuverlÀssige Tipps

Handysicherheit - 12 zuverlÀssige Tipps

„Gib mir ’n kleines bisschen Sicherheit in einer Welt in der nichts sicher scheint“, singen Silbermond. Aber bei Datenklau, Handyviren und ein gesprungenes Display – kann man sich seines Handys noch sicher sein? Ja, in unseren 12 Tipps fĂŒr mehr Sicherheit verraten wir dir, wie du dein Smartphone und alle darin enthaltenen Daten perfekt erhĂ€ltst.

1. Handy Zugriff verhindern

Damit dein Handy nicht gestohlen wird, lass es besser nie aus den Augen. Wenn du es zum Beispiel am Strand zurĂŒcklassen musst, steck es in eine Tasche, die du verschließt oder leg es zumindest unter Kleidung. So verhinderst du zumindest GelegenheitsdiebstĂ€hle. Besser ist natĂŒrlich, wenn du es sicher versperren kannst, wie zum Beispiel in einem Spind oder Schließfach.

Displaysperre

Auch im Arbeitsumfeld oder bei FreizeitaktivitĂ€ten sollte das Handy nie mit unversperrtem Display herumliegen. Zwar wird es dort hoffentlich nicht gestohlen, aber viel zu schnell ist Spyware installiert oder jemand schnĂŒffelt in deinen Fotos. Daher – bitte immer das Handy versperren.

Der Wechsel in den Display-Ruhezustand sollte so schnell wie möglich erfolgen. Denn je schneller das Display versperrt ist, desto schneller sind deine Daten in Sicherheit.

Es gibt viele Möglichkeiten von Sperren, manche sind sicherer, manche sind eher unsicher:

  • PIN: Die PIN ist ein Klassiker und besteht meist aus vier bis fĂŒnf Zahlen. Bitte nicht 1234 oder 12345 eingeben. Das sind immer noch die beliebtesten Zahlenkombinationen. Such dir statt dessen eine gut fĂŒr dich merkbare PIN, die aber nicht unbedingt leicht zu erraten ist, also zum Beispiel nicht dein Geburtsdatum.

  • Fingerabdruck: Eine sichere Methode, denn an deinen Daumen sollten nicht allzu viele Personen geraten.

  • Handvenen-Scan: Eine sichere Methode, denn Handvenen sind einzigartig.

  • Face-ID: Mittels biometrischer Gesichtserkennung lĂ€sst sich das Handy freischalten. Die Sicherheit schwankt, je nachdem ob sich das Handy von einem Foto tĂ€uschen lasst, oder nicht.

  • Wischen: Das Wischen ist eine schnelle, aber leider auch sehr unsichere Sperrmethode. Denn wenn dir jemand dabei gegenĂŒber sitzt, kann er die Form schon nachahmen.

  • Knock-Code: Eher unsicher wie das Wischen. Dabei mĂŒssen Segmente in einer bestimmten Reihenfolge angetippt werden.

  • Smart-Lock: An bestimmten Orten entsperrt sich das Handy von alleine. Eine sehr unsichere Methode.

SIM-Karte mit PIN sichern

Viele Leute deaktivieren zu allererst die PIN-Eingabe bei einer neuen SIM-Karte. Bitte tu das nicht! Denn auch wenn dein Display versperrt ist, kann im Falle eines Diebstahls, der Dieb deine SIM-Karte herausnehmen und damit auf deine Kosten telefonieren. Lass die PIN-Eingabe deiner SIM-Karte daher besser aktiviert.

2. Virenschutz

Handyviren sind Schadsoftware, die dazu dient Daten zu löschen oder auszuspionieren. So können zum Beispiel deine Online-Bankingdaten, deine Passwörter oder auch auf deine Bilder Zugriff genommen werden. Eine Ansteckung passiert leicht, Viren können via Nachrichten wie E-Mail oder SMS verschickt werden, aber auch von Cyberkriminellen ĂŒber WLAN und Bluetooth auf dein Handy eingeschleust werden. Mehr Infos kannst du in unserem Ratgeber Ratgeber zum Thema Handyviren nachlesen.

Ein guter Virenschutz kostet zumeist ein wenig, leistet hier aber gute Dienste in der Virenabwehr. Bekannte Anti-Virus-Software ist zum Beispiel von Avira, Norton oder Kaspersky. Oft kannst du mit einem Zugang nicht nur dein Handy, sondern auch deinen Computer, Laptop und Tablet schĂŒtzen. Meist zahlst du zwischen 15 und 25 Euro im Jahr. Es gibt zwar auch Gratis-Versionen, aber hĂ€ufig schneiden diese im Vergleich zu Kaufprogrammen nicht wirklich gut ab. Aber immerhin besser eine Gratis-Software, als gar kein Schutz.

Nur aus sicheren Quellen Apps laden

Auch mit dem besten Virenschutz, solltest du die Gefahr aber immer minimieren, denn keine Software kann stets 100% Sicherheit bieten. Lade daher Apps immer nur aus sicheren Quellen, wie dem Google Play Store oder dem Apple Appstore. Nutze immer den direkten Download und lade nichts ĂŒber irgendwelche Links aus E-Mails oder Nachrichten runter.

3. Kein freies WLAN nutzen

Auch wenn es verlockend scheint, um Datenvolumen zu sparen – nutze wenn möglich immer dein eigenes Netz. Denn jedes freie WLAN birgt ein Risiko. Allzu schnell können Hacker auf diesem Weg Zugriff auf dein Handy erlangen.

4. Bluetooth und WLAN deaktivieren oder zumindest unsichtbar sein

Bluetooth und WLAN sollten möglichst immer deaktiviert sein. Denn jede Verbindungsoption ist wie ein Zugang, den du öffnest. Wenn du Bluetooth-Kopfhörer oder -Headsets nutzt, sollte die Verbindung fĂŒr Dritte unsichtbar sein. Damit schließt du Hacker wesentlich besser aus.

5. Kein Root, kein Jailbreak

Wer das Betriebssystem seines Smartphones knackt, der macht sein Handy auch bedeutend unsicherer. Nicht nur, dass es mit einem Jailbreak oder Root einfacher gehackt werden kann, die SystemstabilitĂ€t leidet. Das kann soweit gehen, dass das Handy zu einem Brick wird, das heißt gar nicht mehr funktionstĂŒchtig ist.

Wenn das Handy auf nichts mehr reagiert, spricht man von einem Brick. Das Wort kommt vom englischen Begriff fĂŒr Ziegelstein und genauso sinnvoll ist das Handy dann auch: Im schlimmsten Fall ist es nur noch Elektro-MĂŒll.

6. RegelmĂ€ĂŸige Updates

Ja, Updates fressen Datenvolumen, aber regelmĂ€ĂŸige Updates schaffen auch mehr Sicherheit. Zum einen werden damit SoftwarelĂŒcken geschlossen. Diese Fehler erleichtern Cyberangriffe und ermöglichen Hackern Zugriff auf dein Handy. Zum anderen schaltest du mit Updates oft auch neue Funktionen frei. Um das Datenvolumen deines Handys zu schonen, greife am besten auf das WLAN zu Hause zu.

7. Cloud nutzen und Backup machen

Damit deine Daten, Kontakte und Bilder sich nicht ins digitale Nirvana verabschieden, solltest du regelmĂ€ĂŸig ein Backup machen oder sie in eine Cloud hochladen. So können sie auch bei einem Systemabsturz oder Diebstahl nicht verloren gehen.

RegelmĂ€ĂŸig bedeutet zwischen zwei und vier Mal im Jahr. HĂ€ufiger ist natĂŒrlich besser, aber zumindest halbjĂ€hrlich ist ein Backup wirklich sinnvoll.

Mit einer Cloud ist es auch viel leichter von einem Handy auf ein neues zu wechseln, ohne, dass du umstÀndlich umspeichern musst. Achte aber darauf, dass es sich um die Cloud eines sicheren Anbieters mit Sicherheits-Zertifizierung handelt, wie zum Beispiel die Apple iCloud, die Google Cloud Plattform oder Microsoft OneDrive.

8. Daten sichern

Damit die Daten auf deinem Handy sicher sind, kannst du sie auch extra verschlĂŒsseln. Android Handys und iPhones speichern aber prinzipiell verschlĂŒsselt. Nutzer von Samsung haben zudem die Möglichkeit „Sicherer Ordner“, das heißt einen zugriffsgeschĂŒtzten Ordner zu erstellen. Wer zum Beispiel möchte, dass WhatsApp-Nachrichten nicht durch Entsperren des Displays gelesen werden können, kann die App in diesen Ordner verschieben. Alles darin ist nur nach einer zusĂ€tzlichen SicherheitsprĂŒfung einsehbar. Auch persönliche Bilder oder andere Daten können gezielt hier gespeichert werden.

Der „Sicherer Ordner“ kann auch getarnt werden, indem er umbenannt wird und ihm ein anderes Symbol zugewiesen wird.

„Sicherer Ordner“ erstellen

Einen sicheren Ordner kannst du folgendermaßen erstellen:

  • Einstellungen öffnen

  • GerĂ€tesicherheit öffnen

  • Sicherer Ordner aktivieren

  • mit Samsung-Konto anmelden

Samsung Knox

Mit Samsung Knox kannst du auch fĂŒr zusĂ€tzliche Sicherheit sorgen. Wer zum Beispiel ein Firmenhandy oder -tablet verwendet, oder umgekehrt mit seinen PrivatgerĂ€ten im Firmennetzwerk einsteigt, Der Service verschlĂŒsselt und entschlĂŒsselt alle Daten auf dem GerĂ€t in Echtzeit und sorgt so dafĂŒr, dass physikalischer Datendiebstahl bei einem GerĂ€teverlust fehlschlĂ€gt.

Das Verwenden von privaten Devices in Firmennetzwerken wird oft auch als BYOD (Bring your own device, zu Deutsch etwa „Verwende dein eigenes GerĂ€t“) bezeichnet.

Gleichzeitig dient Samsung Knox als Sicherheitsdienst fĂŒr das ganze System und erkennt, wenn es VerĂ€nderungen am System gibt. Sollte auf das Betriebs-Kernel Zugriff genommen werden, kann Knox dies auch unterbinden. ZusĂ€tzlich wird der „sichere Ordner“ ĂŒberwacht. Businesskunden können auch eine VPN ĂŒber Knox einrichten.

9. Apps und ihre Zugriffsrechte

Oft klickt man nach dem Download die AGB einer App ohne sie richtig zu lesen. Gut, das machen wir leider fast alle. Aber zumindest solltest du prĂŒfen, welche Berechtigungen die App haben möchte. Denn wĂ€hrend es fĂŒr eine Foto-App mit witzigen Filtern durchaus sinnvoll ist, dass die Zugriff auf deine Bilder will, sollte es einem bei einer Kompass-App doch eher merkwĂŒrdig scheinen. Gerade bei Zugriff auf Daten, Kontakte und das Mikrofon sollte man sich gut ĂŒberlegen, ob das die App wirklich wert ist. Immerhin werden Daten damit gesammelt. Üblicherweise kannst du in den Einstellungen entweder direkt in der App nachsehen, worauf sie Zugriff hat, oder aber du siehst unter dem Punkt „Berechtigungen“ oder „Berechtigungsverwaltung“ nach. Dort kannst du einzelnen Apps gegebene Berechtigungen auch wieder entziehen.

10. Ortung aktivieren

Solltest du dein Handy verlieren, kannst du es gezielt mittels Ortung wiederfinden. Dies funktioniert auch, wenn du das GPS deaktiviert hast, denn mittels WLAN-Daten und Sendemastinformationen kann es geortet werden. Damit dies funktioniert, musst du die Ortung gezielt in den Einstellungen unter Google-Einstellungen oder Apple-ID aktivieren. Mehr dazu in unserem Ratgeber zum Thema Handyortung.

11. SchutzhĂŒlle, Schutzfolie und Handykette

Sicherheit bedeutet auch, dass die Hardware deines Handys nicht kaputtgeht. Am besten passt du darauf auf, wenn du eine SchutzhĂŒlle, Folie und eine Handykette verwendest. HĂŒlle und Folie verhindern, dass das Display zerkratzt und das Handy hat eine bessere Chance einen Sturz unversehrt zu ĂŒberleben. Mit einer Handykette kannst du es auch vor StĂŒrzen bewahren und hast es immer praktisch bei dir, selbst wenn du keine Tasche zum Einstecken hast.

12. Bei Verkauf: Auf Werkseinstellung zurĂŒcksetzen

Bevor du dein Handy verkaufst, solltest du immer einen Hard Reset durchfĂŒhren. Damit setzt du es auf die Werkseinstellungen zurĂŒck und alle darauf gespeicherten Daten und Passwörter werden gelöscht. So hat ein KĂ€ufer keinen Zugriff auf deine Bilder, Emailkonten oder persönliche Daten.

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Über den Autor
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verstĂ€ndliche Sprache. UnterstĂŒtzung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem BĂŒro-Hund, Herr Baron đŸ¶.

HÀufige Fragen zum Thema Handysicherheit - 12 zuverlÀssige Tipps

Ist ein öffentliches WLAN sicher?

Leider nein. Öffentliche Netzwerke sind leider nicht sicher und bieten Kriminellen die Möglichkeit Handyviren in Umlauf zu bringen oder deine Daten auszuspionieren. Du solltest besonders darauf achten nur verschlĂŒsselte Seiten zu verwenden – das sind die, die mit https:// beginnen. Viele Browser kennzeichnen VerschlĂŒsselungen auch durch grĂŒne Farbe oder ein VorhĂ€ngeschloss in der Adresszeile. Wichtig ist auch die Datenfreigabe auszuschalten. Am besten ist allerdings öffentliche Netzwerke so gut wie möglich zu vermeiden und eine Anti-Virus-Software installiert zu haben.

Wie kann ich mich vor einem Handyvirus schĂŒtzen?

Mit einem Anti-Virenprogramm kannst du verhindern, dass dein Handy befallen wird oder im Notfall die Viren auch bekÀmpfen.

Was ist ein Brick?

Wenn das Handy auf nichts mehr reagiert, spricht man von einem Brick. Dies ist ein völliger Systemabsturz. Dabei kann entweder die Software des Systems oder auch die Hardware des GerÀts zerstört sein. Nicht nur Handys können betroffen sein, sondern auch andere elektronische GerÀte, wie zum Beispiel Tablet, E-Reader oder Mp3-Player.

Was bedeutet Rooten?

Der Root ist eine unerlaubte VerÀnderung des Betriebsystems, die durch den Hersteller vorgegebene Schranken im Betriebssystem aufheben.

Was ist ein Jailbreak?

Ein Jailbreak ist die unerlaubte VerÀnderung des iOS-Betriebsystems bei iPhones oder iPads. Er hebt die durch den Hersteller vorgegebenen Schranken auf.

Wie kann ich mein iPhone orten?

Über die iCloud lĂ€sst sich ein verlorenes iPhone leicht wiederfinden. Der Ortungsdienst ist kostenlos. Du benötigst dafĂŒr lediglich deine Apple-ID. Logge dich mit deiner Apple-ID in die iCloud und klicke auf „iPhone Suche“. Die Ortung funktioniert nur, wenn du sie zuvor erlaubt hast.

Dies funktioniert so:

  • Einstellungen auswĂ€hlen
  • Apple-ID auswĂ€hlen
  • iCloud auswĂ€hlen
  • „Mein iPhone suchen“ auswĂ€hlen und aktivieren
Wie kann ich mein Android Handy orten?

Auch Google weiß immer, wo du bist – vorausgesetzt du hast die Ortung nicht deaktiviert und bist mit deinem Google-Konto angemeldet. Die Ortung aktivierst du entweder in den Einstellungen unter „Sicherheit und Standort“ oder unter Google – Mein GerĂ€t finden. Aktiviere die Ortung mit hoher Genauigkeit.

Nun kannst du dein Handy orten:

  • Einstellungen oder Google-Einstellungen auswĂ€hlen
  • Sicherheit, Google-Sicherheit oder Sicherheit & Standort auswĂ€hlen
  • „Mein GerĂ€t finden“ auswĂ€hlen Nun hast du die Auswahl zwischen „GerĂ€t aus der Ferne orten“ und „GerĂ€t aus der Ferne sperren und löschen“.
Wie kann ich mein Samsung Handy orten?

Auch der Hersteller Samsung bietet einen eigenen Dienst zur Handyortung an. „Find my Mobile“ ist kostenlos und ermöglicht dir das Handy zu orten, die Daten auf der Cloud zu sichern und zu löschen, und das Smartphone gegebenenfalls auch zu sperren. DafĂŒr musst du ĂŒber ein aktives Samsung-Konto verfĂŒgen, das meist beim ersten Start des Handys angelegt wurde. Du kannst diesen Dienst ĂŒber die Samsung-Webseite oder App nutzen.

Welche Apps gibt es zur Handyortung?

Nicht nur ĂŒber Apple und Google lassen sich Handys orten, es gibt auch eine Unzahl von Apps, die eine Ortung möglich machen. Die GrĂŒnde dafĂŒr sind so zahlreich wie die Apps selbst. Es gibt spezielle Familienapps, die es Eltern ermöglichen immer zu wissen, wo sich der Nachwuchs gerade aufhĂ€lt. Zum Beispiel mit den Apps Find My Kids, Little Nanny GPS-Tracker oder Kaspersky SafeKids kann das Handy geortet werden. Auch Anbieter haben solche Schutzfunktionen gelegentlich im Tarif fĂŒr Kinder enthalten.

Auch gibt es Apps, bei denen man Freunde und Familie orten kann, wie zum Beispiel GeoZilla oder isharing. Dazu mĂŒssen die beteiligten Personen die App auch nutzen und damit zustimmen, geortet zu werden. Leider gibt es auch Apps, die sich versteckt auf das Handy installieren lassen und Stalking ermöglichen. Oft werden solche Spionage-Apps durch eifersĂŒchtige Partner verwendet. Da rechtlich einer Ortung durch den Betroffenen zugestimmt werden muss, muss der Geortete durch eine SMS gewarnt werden.

Was ist eine Displaysperre?

Eine Displaysperre verhindert einen Zugriff durch Fremde auf dein Handy. Dies kann hÀndisch erfolgen, oder automatisch nach wenigen Sekunden erfolgen. Das Entsperren kann nur durch die Eingabe eines Sicherheitscodes erfolgen.

Es gibt viele Möglichkeiten von Sperren, manche sind sicherer, manche sind eher unsicher:

  • PIN: Die PIN ist ein Klassiker und besteht meist aus vier bis fĂŒnf Zahlen. Bitte nicht 1234 oder 12345 eingeben. Das sind immer noch die beliebtesten Zahlenkombinationen. Such dir statt dessen eine gut fĂŒr dich merkbare PIN, die aber nicht unbedingt leicht zu erraten ist, also zum Beispiel nicht dein Geburtsdatum.
  • Fingerabdruck: Eine sichere Methode, denn an deinen Daumen sollten nicht allzu viele Personen geraten.
  • Handvenen-Scan: Eine sichere Methode, denn Handvenen sind einzigartig.
  • Face-ID: Mittels biometrischer Gesichtserkennung lĂ€sst sich das Handy freischalten. Die Sicherheit schwankt, je nachdem ob sich das Handy von einem Foto tĂ€uschen lasst, oder nicht.
  • Wischen: Das Wischen ist eine schnelle, aber leider auch sehr unsichere Sperrmethode. Denn wenn dir jemand dabei gegenĂŒber sitzt, kann er die Form schon nachahmen.
  • Knock-Code: Eher unsicher wie das Wischen. Dabei mĂŒssen Segmente in einer bestimmten Reihenfolge angetippt werden.
  • Smart-Lock: An bestimmten Orten entsperrt sich das Handy von alleine. Eine sehr unsichere Methode.
Wie kann ich mein Handy auf Werkseinstellungen zurĂŒcksetzen?

Indem du einen Hard oder Factory Reset ausfĂŒhrst. Dieser lĂ€sst sich ĂŒber die Einstellungen im Handy wiederherstellen. FĂŒr einen Hard Reset ĂŒber Android benötigt man nur das Handy, fĂŒr das iPhone benötigt man zusĂ€tzlich einen Computer, wenn es ĂŒber das MenĂŒ “Einstellungen” nicht funktioniert.

Hard Reset Android iPhone
1.GerÀt ausschaltenGerÀt ausschalten
2.Einschalttaste und die Leiser-Taste gedrĂŒckt halten bis das Boot-MenĂŒ erscheintGerĂ€t per USB an den Computer anschließen
3.Mit Lauter und Leiser im Boot-MenĂŒ navigieren, bis man zum „Recovery Mode“ kommt, den man mit der Einschalttaste bestĂ€tigt.iTunes am Computer starten
4.Danach ist das Android-Maskottchen zu sehen, Einschalttaste gedrĂŒckt haltenEinschalttaste und Leiser-Taste fĂŒr 10 Sekunden gedrĂŒckt halten, danach bis Leiser-Taste loslassen und Einschalttaste fĂŒr 10 Sekunden gedrĂŒckt halten. Das Apple-Logo sollte erscheinen und wieder verschwinden
5.„Wipe data/factory reset“ auswĂ€hlen und bestĂ€tigenAm Computer sollte nun „iTunes hat ein iPhone im Wartungszustand erkannt“ stehen
6.„Yes“ auswĂ€hlen und bestĂ€tigenGerĂ€t ĂŒber iTunes wiederherstellen
Was ist Samsung Knox?

Samsung Knox ist ein Sicherheitsprogramm der Firma Samsung fĂŒr Unternehmen. Es handelt sich um eine App zur DatenverschlĂŒsselung, die nicht nur fĂŒr Samsunghandys, sondern auch fĂŒr andere Android Handys und iPhones verfĂŒgbar ist.

Ich habe die Displaysperre vergessen. Wie kann ich die Displaysperre löschen?

Du hast dein Passwort vergessen und musst nun dein Handy knacken? Du kannst die Displaysperre immer mit einem Hard Reset zurĂŒcksetzen. Doch dabei gehen leider alle deine Daten verloren. Es gibt aber auch andere Methoden, wie mit „Find my Mobile“ von Samsung, ĂŒber iTunes von Apple und ĂŒber das Google-Konto.

Was ist der „Sichere Ordner“ bei Samsung?

Prinzipiell sind Android Handys und iPhones sowieso verschlĂŒsselt. Samsung-Nutzer können zusĂ€tzlich aber auch einen zugriffsgeschĂŒtzten Ordner erstellen, der „sicherer Ordner“ heißt. Mit Samsung Knox wird dieser Sichere Ordner zusĂ€tzlich geschĂŒtzt.

Wer zum Beispiel möchte, dass WhatsApp-Nachrichten nicht durch Entsperren des Displays gelesen werden können, kann die App in diesen Ordner verschieben. Alles darin ist nur nach einer zusĂ€tzlichen SicherheitsprĂŒfung einsehbar. Auch persönliche Bilder oder andere Daten können gezielt hier gespeichert werden.

Der sichere Ordner kann auch getarnt werden, indem er umbenannt wird und ihm ein anderes Symbol zugewiesen wird.

Wie erstelle ich bei Samsunghandys den sicheren Ordner?

So erstellst du einen sicheren Ordner:

  • Einstellungen öffnen
  • GerĂ€tesicherheit öffnen
  • sicherer Ordner aktivieren
  • mit Samsung-Konto anmelden
Können Handys komplett abgeschirmt werden?

Ja, eine völlige Abschirmung, zum Beispiel mit einer speziellen HĂŒlle oder Box ist möglich. Bei politischen Besprechungen, oder bei Konferenzen in großen Firmen mĂŒssen die anwesenden Personen ihre Handys mitunter in solche Boxen legen, die einen Empfang völlig abschirmen. Dies dient dazu, dass das Treffen nicht abgehört werden können.

StrahlenschutzhĂŒllen fĂŒrs Handy, die Schutz vor Handystrahlung versprechen, könnten daher nur helfen, wenn sie jeden Empfang unterdrĂŒcken wĂŒrden. Keine sehr praktische Lösung, denn dann gibt es auch keine Erreichbarkeit. Sie sind daher nicht wirksam.

Was ist ein sicheres Passwort?

Sichere Passwörter bestehen aus zumindest 12 Zeichen, die Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und Ziffern enthalten. WLAN-ZugĂ€nge sollten aus mindestens 20 Zeichen bestehen. Es sollte nicht leicht zu erraten sein, daher sollte es möglichst nicht aus Reihen wie 1234 oder dem Geburtsdatum bestehen. Und das wichtigste: Es muss geheim bleiben. Ein Post-It mit dem Passwort am Bildschirm ist definitiv unsicher.

Was ist eine Brute Force Attacke?

Bei der Brute Force Attacke („Angriff mit roher Gewalt“) handelt es sich um eine Methode um VerschlĂŒsselungen zu knacken. Dabei werden alle möglichen Kombinationen eines Passworts durchprobiert, bis die richtige gefunden ist.

Je lÀnger und komplexer ein Passwort ist, desto aufwendiger und lÀnger dauert es, es mittels Brute Force zu erraten.

Brute Force wird zum Beispiel bei Netzwerken verwendet, die WPA2 und WPS nutzen, um sich Zugang zu den Netzwerkdaten zu verschaffen. Üblich ist es auch fĂŒr Zugangsdaten von E-Mail oder anderen Accounts.

Was ist Phishing?

Phishing ist eine Internet-Betrugsform. Dabei wird versucht Zugangsdaten von Nutzern zu stehlen. Mit diesen können dann zum Beispiel Bankkonten leergerĂ€umt, sensible Daten von Unternehmen ausgelesen, E-Mail-Accounts lahmgelegt und soziale Netzwerke gehackt werden. Phishing ist ein englisches Kofferwort aus „Password“ und „fishing“. Es bedeutet soviel wie „nach Passwörtern zu angeln“. Beim Phishing wird versucht Passwörter und Benutzerdaten abzugreifen, die dann fĂŒr kriminelle Handlungen verwendet werden. HĂ€ufig ist der Schaden fĂŒr die Nutzer finanziell oder anderweitig betrĂ€chtlich.

Was ist Pharming?

Weniger auffĂ€llig, aber genauso bösartig ist Phishing ĂŒber das Einschleusen von einer Malware. Dies sind Schadprogramme, die meist auch als Trojaner oder Spyware bezeichnet werden. Meist werden sie unbemerkt ĂŒber einen Link oder mit einer anderen Software heruntergeladen. Das Passwortfischen ĂŒber eine solche Schadsoftware wird auch als Pharming bezeichnet. Der beste Schutz dafĂŒr ist eine stets aktualisierte Anti-Virus-Software. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu Viren.