Mobilfunkfrequenzen

Ohne Frequenzen gibt es keine Übertragung. Daher ist für den Mobilfunk deren Nutzung so essentiell, sonst gäbe es keine Datenübertragung von deinem Smartphone zum Mobilfunkmast und zurück. Dabei wird ein bestimmtes Spektrum des elektromagnetischen Feldes genutzt, der Hochfrequenzbereich. Dieser steht jedoch nicht nur dem Mobilfunk zur Verfügung, es gibt zahlreiche Anwendungen dazu, etwa UKW-Radio, Polizeifunk, Radare, Mikrowellenöfen oder WLAN.

Die Mobilfunkfrequenzen werden in Österreich staatlich vergeben, verantwortlich dafür ist die RTR, die Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH. Dies hat den Sinn, damit kein „Wildwuchs“ entsteht, sonst könnten sich Funkdienste gegenseitig stören. Mobilfunkfrequenzen werden im Rahmen einer Auktion durch die RTR für einen gewissen Zeitraum versteigert.

Frequenzeigenschaften

Die Frequenzen unterscheiden sich stark in ihren jeweiligen Eigenschaften. Je höher Frequenz, desto kurzwelliger, desto kürzer müssen Abstände für Basisstationen sein, die senden. Frequenzen zwischen 3,4 und 3,7 GHz verfügen nur über etwa 3 Kilometer Reichweite. Aber die hohen Frequenzen ab 2,5 GHz sind auch leistungsstärker und können mehr Endgeräte auf kleinem Raum vernetzen. Das ist besonders in Ballungsräumen wichtig. Hohe Frequenzen bieten hohe Bandbreiten und niedrige Latenzzeiten. Mittlere Frequenzen von 1 bis 2,5 GHz haben eine größere Reichweite und eignen sich daher auch besonders gut für Städte und Gemeinden, aber auch für Industriegebiete. Niedrige Frequenzen unter 1 GHz sind in abgelegenen Regionen besonders notwendig, damit es keine Funklöcher gibt. Zudem durchdringen sie auch tief in die Erde und kommen auch durch dicke Betonwände.

Unterschiedliche Frequenzen haben unterschiedliche Eigenschaften. Hohe Frequenzen ab 2,5 GHz haben niedrige Reichweiten, aber hohe Leistung, während niedrige Frequenzen unter 1 GHz hohe Reichweite bei geringerer Leistung bieten.
Mobilfunk-Frequenzbereich Reichweite Leistung Nutzung
unter 1 GHzhochniedrigländliche Regionen, Vermeidung von Funklöchern
1 bis 2,5 GHzmittelmittelVorstädte, Industriegebiete
ab 2,5 GHzniedrighochBallungszentren
Es werden in Österreich im Mobilfunk Frequenzen zwischen 700 MHz und 3,8 GHz definiert. Die verwendeten Frequenzbänder sind aktuell 800 MHz, 900 MHz, 1800 MHz, 2100 MHz, 2600 MHz und 3400 MHz.

Jetzt Handytarife finden!

tarife.at findet den besten Handytarif

Häufige Fragen zum Thema Mobilfunkfrequenzen

Mehr als 18.000 Mobilfunkstationen senden von Dächern, Türmen, Mobilfunkmasten, hohen Gebäuden und Hochspannungsleitungsmasten. Rund 43% der Stationen werden von mehreren Betreibern gemeinsam genutzt.

Derzeit gibt es drei verschiedene Netzbetreiber: A1 Telekom Austria, Magenta Telekom und Hutchison Drei Austria. Alle Anbieter arbeiten in einem dieser drei Netze.

Es werden in Österreich im Mobilfunk Frequenzen zwischen 700 MHz und 3,8 GHz definiert. Die verwendeten Frequenzbänder sind aktuell 800 MHz, 900 MHz, 1800 MHz, 2100 MHz, 2600 MHz und 3400 MHz.

Unterschiedliche Frequenzen haben unterschiedliche Eigenschaften. Hohe Frequenzen ab 2,5 GHz haben niedrige Reichweiten, aber hohe Leistung, während niedrige Frequenzen unter 1 GHz hohe Reichweite bei geringerer Leistung bieten.

Mobilfunk-Frequenzbereich Reichweite Leistung Nutzung
unter 1 GHzhochniedrigländliche Regionen, Vermeidung von Funklöchern
1 bis 2,5 GHzmittelmittelVorstädte, Industriegebiete
ab 2,5 GHzniedrighochBallungszentren

RTR steht für die österreichische Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH. Die Aufgaben der RTR teilen sich in zwei Fachbereiche: Der Fachbereich Medien ist für Regulation des Rundfunks, die Verwaltung des Digitalisierungsfonds und des Fernsehfonds Austria, und die Verteilung von Fördermitteln zuständig. Der Fachbereich Telekommunikation und Post ist für die Regulation von Post und Telekommunikation, elektrische Signaturen und als Schlichtungsstelle verantwortlich. Zusätzlich dazu führt die RTR auch eine Liste der in Österreich zugelassenen Zertifizierungsdienste.