Vertragliche Kündigungsfrist

Die vertragliche Kündigungsfrist gibt vor, wie lange du zwischen Kündigung und dem tatsächlichen Ende des Vertrags warten musst. Bei Mobilfunk ist das in Österreich mit einem Monat begrenzt. Meist wird diese aber erst zum Monatsletzten gültig, das heißt, du musst zum Monat, in welchem du kündigst, noch einen vollen Monat den Vertrag aufrecht halten. Wenn du zum Beispiel am 12. September kündigst, läuft der Vertrag mit 31. Oktober aus. Es gibt mitunter aber auch verkürzte Kündigungsfristen.

Handyverträge haben eine Kündigungsfrist von einem Monat. Internet- und Fernsehkündigungsfristen können hingegen wesentlich länger dauern, mitunter mehrere Monate.

Nicht zu verwechseln ist die Kündigungsfrist mit der Bindungsfrist . Diese gibt vor, wie lange du nicht kündigen darfst und der Vertrag aufrecht erhalten werden muss. Erst nach Ablauf der Bindungsfrist, darfst du kündigen. Die genaue Kündigungsfrist kannst du in den Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) oder Entgeltbestimmungen (EB) nachlesen.

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Häufige Fragen zum Thema Vertragliche Kündigungsfrist

Wenn dein Anbieter deinen Vertrag zu deinem Nachteil ändert, hast du das Recht auf eine außerordentliche Kündigung. Diese ist fristlos, das heißt gilt ab dem Tag, an dem du kündigst.

Die Bindungsfrist zählt die Monate, die dein Vertrag mindestens dauern muss – du bist für diese Dauer an deinen Anbieter gebunden. Vorher darfst du nicht kündigen. Die Kündigungsfrist ist die Dauer, die du zwischen deiner Kündigung und dem tatsächlichen Vertragsende abwarten musst.

In Österreich darf die Kündigungsfrist bei einem Handyvertrag maximal einen Monat lang dauern. Üblicherweise wird die Kündigung am letzten Tag des Monats gültig. Das bedeutet: Wenn du deine Kündigung am 10. April absendest, würde sie per 31. Mai in Kraft treten.

Bis zum Jahr 2016 wurden üblicherweise Kündigungsfristen von drei Monaten vereinbart, bis sie per Gesetz auf ein Monat reduziert wurden. Übrigens: Diese Reduktion gilt laut Oberstem Gerichtshof auch nachträglich für Altverträge mit Vertragsabschluss vor 26. Februar 2016, in denen oft noch die Frist von drei Monaten genannt wird.

Nein, das darf er nicht. Sollte dein Anbieter die AGB zu deinen Ungunsten verändern, hast du das Recht auf eine außerordentliche Kündigung. Diese ist fristlos und darf auch innerhalb der Mindestbindung erfolgen.

Nein, leider geht das nicht. Du kannst zwar kündigen, aber der Anbieter wird dir wohl die Restzeit trotzdem in Rechnung stellen. Die jeweiligen Bestimmungen deines Anbieters liest du in den AGB und Entgeltbestimmungen.

Bei Handyverträgen üblicherweise nicht, aber du solltest das genau in den AGB prüfen. Auch manche Fernseh- und Internettarife können sich automatisch um eine gewisse Anzahl Monate verlängern, sofern sie nicht rechtzeitig gekündigt werden.

Nein, bei einer außerordentlichen Kündigung gelten keine Kündigungsfristen. Du kannst ab sofort kündigen.