Internet fürs Auto

Ein Internetzugang im Auto ist unheimlich praktisch: Es ist für Unterhaltung on Bord auch auf langen Reisen gesorgt. So ist zum Beispiel über das Touch-Display Musikstreaming möglich, Audiobooks können gehört, das Wetter geprüft, die nächste Tankstelle gesucht und alle Mitfahrer mit WLAN versorgt werden. Zusätzlich lässt sich damit das Fahrzeug zum Smart Car machen.

Auch in Zukunft wird das Auto mittels Internet der Dinge (IoT) wohl immer intelligenter und sicherer: Die mit dem Hersteller verbundenen Sensoren messen Unregelmäßigkeiten, die helfen einen Fehler zu erkennen, bevor etwas kaputt geht. Seit März 2018 müssen alle Neuwagen mit dem eCall-System ausgestattet sein, mit dem bei einem Verkehrsunfall automatisch der Notruf verständigt wird.

Kurzfristig kann man sich für schnellen Internetzugang zwar auch mit einem HandyHotspot helfen, aber auf Dauer und für die Laune aller Mitfahrenden ist das eher keine Lösung. Viel praktischer sind die richtigen WLAN-Hotspots für Fahrzeuge.

Internet im Auto

Auto-WLAN mit mobilem Router

Über einen mobilen Router lässt sich das Auto mit WLAN zu versorgen. Zum Beispiel mit dem Huawei CarFi WLAN oder anderen tragbaren Routern. In diesen steckt man eine SIM-Karte mit einem passenden Tarif für mobiles Internet.

Es gibt verschiedene Modelle:

  • tragbare Router mit Akku. Diese haben meist eine Laufzeit von 15 bis 24 Stunden. Schwächere, die nur unter 8 Stunden betrieben werden können, sind eher nicht geeignet.

  • Router mit 12V -Anschluss: Diese werden an den Zigarettenanzünder (auch Bordspannungssteckdose) gesteckt und mit 12 Volt betrieben.

  • Router mit Netzgerät: Auch handelsübliche Router können betrieben werden, benötigen dann aber einen Stromwandler, der die Spannung von 12V auf 230V setzt, und der ebenfalls über den Zigarettenanzünder betrieben wird.

Der Vorteil dieser Methode liegt im Preis und vor allem darin, dass man völlig ungebunden mit dem Tarif ist. Router fürs Auto gibt es schon ab rund 40 Euro, ganz egal welchen Stromanschluss sie haben. Der Vorteil an tragbaren Routern liegt darin, dass man sie eben mitnehmen kann, und sie daher weniger auf das Auto beschränkt sind. Ansonsten können aber alle auch in einem Wohnwagen oder Wohnmobil verwendet werden.

Für den Tarif ist stark abhängig, wie man ihn nutzen möchte. Für gelegentliches Musikstreaming über das Internetradio benötigst du kein großes Datenvolumen. Will man jedoch die Kinder am Rücksitz mit Videostreaming bei Laune halten, darf es auch ein stärkerer Tarif sein. Mehr zum Thema Datenvolumen im Ratgeber zu Datenverbrauch und Datengeschwindigkeit.

Ist dies nur gelegentlich, zum Beispiel auf Urlaubsreisen der Fall, lohnt sich auch ein Datentarif mit längerer Gültigkeit und festem Datenvolumen, wie zum Beispiel der Surf 365 Tage von Drei mit einem festen Datenvolumen von 20GB. Dieser Datentarif wird einmalig bezahlt und du kannst ihn innerhalb eines Jahres aufbrauchen. Genau richtig, wenn du nicht regelmäßig gleichmäßig viel Daten verbrauchst, sondern nach Gelegenheit verwenden möchtest.

Wer sein Auto-WLAN regelmäßig nutzt, kann auch zu einem Datentarif für mobiles Internet greifen. In unserem Tarifvergleich auf tarife.at kannst du ganz individuell aussuchen, wie dein Tarif aussehen soll. Wir listen dir deinen maßgeschneiderten Tarif nach dem Effektivpreis gelistet auf. Möchtest du einen Tarif, der nicht monatlich abgerechnet wird, aktiviere den Reiter für „längere Gültigkeit“. Willst du ihn auch im Ausland nutzen, aktiviere bitte „Datenroaming möglich“.

Internet über OBD-2-Anschluss

Wem der Router zu viel Platz braucht oder wenn der Zigarettenanzünder nicht blockiert sein soll, gibt es auch die Möglichkeit für einen OBD-2-Stick; zum Beispiel von Ryd. Auch dieser benötigt einen Datentarif. Geeignet sind auch hier, wie beim oben genannten Router, Tarife mit längerer Gültigkeit, die sich generell für IoT und Smart Car - Anwendungen eignen.

Was ist ein OBD-2-Anschluss? Autos ab Baujahr 2006 bieten einen OBD-2 Anschluss, der gleichzeitig ein Stecker für die Fahrzeugdiagnose (On Board Diagnose) ist. An diesen Steckplatz wird ein kleiner Stick gesteckt, der ähnlich wie ein Surfstick funktioniert. Über das Mobilfunknetz kann der Stick ins Internet und versorgt dein Auto mit WLAN. Du benötigst nur eine SIM-Karte mit einem Tarif für mobiles Internet.

Der Vorteil ist, dass der OBD-2-Stecker viel kleiner ist und die Daten gut übertragen werden können, zum Beispiel in eine App. Damit wird das Auto zum intelligenten Smart Car. So wirst du zum Beispiel mit einer Push-Benachrichtigung gewarnt, wenn das Handy und das Auto sich zu weit voneinander entfernen – etwa weil es gestohlen oder abgeschleppt wird. Datenschützer befürchten hingegen, wie die Daten verwendet werden könnten und wer darauf Zugriff hat.

Magenta CarConnect

Im Moment gibt es in Österreich nur einen Mobilfunkanbieter, der ein Paket anbietet. Mit Magenta CarConnect erhält man einen CarConnect-Stick, der in den OBD-2 Anschluss des Autos passt und gleich einen passenden Tarif dazu.

Der Stick lässt sich mit der CarConnect App verbinden: So wird das Fahrzeug zum intelligenten Auto mit einem eigenen WLAN-Hotspot. Dabei kannst du mit der App nicht nur Fahrzeugdaten einsehen, sondern auch eine Ortung des Fahrzeugs vornehmen. So lässt sich überprüfen, wo die Familie gerade unterwegs ist, falls du das Auto verborgst. Praktisch ist diese Information auch, wenn es gestohlen oder abgeschleppt wird.

Neuwagen mit WLAN-Option / Infotainmentsystem

Die feste Installation im Neuwagen ist deutlich teurer, aber auch bequemer. Fast alle Auto-Hersteller bieten eine WLAN-Option an, häufig auch Infotainmentsystem genannt. Bei den meisten kannst du die SIM-Karte selbst tauschen, bei einigen wird der Mobilfunkanbieter aber fest vorgeschrieben: BMW erhält zum Beispiel ausschließlich Magenta-SIM-Karten.

Die integrierte WLAN Funktion heißt bei den Herstellern unterschiedlich: Mercedes Comand Online, BMW Connected Drive, Ford FordPass, Renault R-Link2, Citroën WiFi on Bord, Opel Onstar, Volkswagen Car Net, usw. Bei Tesla ist es serienmäßig inbegriffen.

Fazit

Doch welches Internet fürs Auto eignet sich nun am besten? Dies ist stark davon abhängig, was einem persönlich wichtig ist.

Datenschutz und Datenübermittlung

Wer auf strikten Datenschutz setzt, der wird sich mit einem Router sicherlich am wohlsten fühlen. Bei der Festinstallation und dem OBD-2 - System werden hingegen Daten übermittelt, die man dafür aber auch selbst einsehen kann, aber eben auch andere. So ist es möglich Warnungen zu erhalten und das Auto besser zu sichern. Eine zweischneidige Angelegenheit.

Platzbedarf

Hier gewinnen OBD-2 und Installation, da man nichts in der Fahrerkabine herumliegen hat. Allerdings ist der Platzbedarf eines Routers auch eher überschaubar.

Erneuerbar

Bei einer Installation kann, je nach Hersteller, eine Aufrüstung zur nächsten Stufe der Technik, mitunter teuer kommen. Sowohl der OBD-2 Stick als auch der Router sind hingegen schnell ausgetauscht.

Integration ins Bordsystem

Hier gewinnt die Festinstallation, da die Hersteller natürlich eine optimale Abstimmung mit dem Bordsystem erlauben. Aber auch über OBD-2 ist bei den meisten Herstellern eine gute Integrierung möglich. Beim Router ist das hingegen schwer zu sagen und abhängig vom System.

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Häufige Fragen

CarConnect ist ein Paket von Magenta, mit dem man das Auto mit Internet ausstatten kann. Es handelt sich dabei um eine Kombination aus einem OBD-2-Stick und passendem Tarif. Mit dem Stick kann auch die CarConnect – App verbunden werden. Damit wird dein Auto nicht nur ein WLAN-Hotspot, sondern auch zum intelligenten Smart Car. Du kannst über die App zum Beispiel Fahrzeugdaten einsehen. Auch eine Ortung ist über den OBD-2-Stick möglich. Sollte sich dein Auto plötzlich von deinem Handy innerhalb eines gewissen Radius entfernen, weil es abgeschleppt oder gestohlen wird, erhältst du sofort eine Push-Benachrichtigung auf deinem Smartphone. Praktisch ist es auch, falls du überprüfen willst, wo jemand unterwegs ist, dem du dein Auto geborgt hast.

Magenta ist der erste österreichische Mobilfunkanbieter, der ein Paket aus OBD-2-Stick und Datentarif anbietet. Hier findest du mehr zu Magenta CarConnect .

Smart Cars sind Autos, die sich autonom verhalten und mit ihrer Umwelt kommunizieren können. Hier sind die Möglichkeiten breit gestreut, es kann ein Fahrzeug gemeint sein, dass zum Beispiel per Funk mit einer App in Verbindung steht, bis zum völlig selbstständig fahrenden Auto.

Ein Smart Car gehört zum Bereich des Internets der Dinge (IoT), so wie Smart Citys und Smart Homes, die mit ihrer Umwelt durch Sensorentechnik vernetzt sind.

Basis für das Funktionieren eines Smart Cars sind die Sensoren, die mit einem intelligenten Computersystem vernetzt sind. So gibt es Kameras, die in alle Perspektiven gerichtet sind und die Situation im Straßenverkehr, sowie Verkehrszeichen, Ampeln und andere Verkehrsteilnehmer erfassen. Mittels Radarsensoren wird die Entfernung zu anderen Objekten gemessen. Ein GPS System erfasst den Standort des Autos und berechnet Wege. Andere Sensoren messen Treibstoffverbrauch, Öltemperatur, Motorauslastung und weitere Fahrzeugdaten. Alle Sensordaten zusammen werden durch eine Software ausgewertet.

Die Voraussetzung für Smart Systeme ist ein flächendeckendes Mobilfunknetz, damit die Sensoren eines Smart Cars oder Smart Homes mit der Software kommunizieren können. Dies ist nur mittels 5G (New Radio) möglich, das niedrige Latenz und eine hohe Datendichte bietet. Andernfalls wäre die Sicherheit nicht gegeben: Man stelle sich vor, das Netz fällt bei einem selbstfahrenden Auto nur für wenige Sekunden mitten auf der Autobahn aus – kein beruhigender Gedanke. Auch dafür müssen zuerst die Netze in ausreichendem Maß ausgebaut werden.

Für den Betrieb eines Smart Cars oder der Smart City müssen Daten erfasst werden. Dies macht es möglich ein Smart Car ständig zu orten. Über die SIM-Karte bleibt immer erfasst, wo es sich befindet. Das hat den positiven Effekt, dass hohes Verkehrsaufkommen erfasst und Gegenmaßnahmen zu Staus eingeleitet werden können.

Gleichzeitig aber ist es auch eine ständige Überwachung. Datenschützer melden auch heute schon Bedenken an. Denn wer aller hat denn Zugriff auf diese Daten? Erhöht sich eine Prämie oder kündigt mir die Versicherung, wenn die Gesellschaft bemerkt, dass ich regelmäßig schnell auf der Autobahn fahre? Darf ein Ehepartner prüfen, wo sich das Familien-Smart Car gerade befindet? Für all diese Fragen müssen bei einer ständigen Überwachung auch gesetzliche Grenzen geschaffen werden.

Eine WLAN-Nachrüstung des Autos ist kein Problem. Autos ab Baujahr 2006 bieten einen OBD-2 Anschluss, der gleichzeitig ein Stecker für die Fahrzeugdiagnose (On Board Diagnose) ist. An diesen Steckplatz wird ein kleiner Stick gesteckt, der ähnlich wie ein Surfstick funktioniert. Über das Mobilfunknetz kann der Stick ins Internet. Du benötigst nur eine SIM-Karte mit einem Tarif für mobiles Internet.

Natürlich ist es auch möglich das Auto über einen eigenen Router, der über den Zigarettenanzünder (auch Bordspannungssteckdose) mit 12 Volt betrieben wird, mit WLAN zu versorgen. Zum Beispiel mit dem Huawei CarFi WLAN oder tragbaren Routern. Diese benötigen natürlich auch einen passenden Datentarif.

OBD steht für On-Board-Diagnose und ist ein Fahrzeugdiagnosesystem, das zur Datengewinnung (wie etwa dem Auslesen eines Fehlercodes) verwendet wird. An diesen Steckplatz wird ein kleiner Stick gesteckt, der ähnlich wie ein Surfstick funktioniert. Über das Mobilfunknetz kann der Stick ins Internet und versorgt dein Auto mit WLAN. Du benötigst nur eine SIM-Karte mit einem Tarif für mobiles Internet.