Urlaub in Österreich – So klappts mit Handy & Internet!

Ob Sommer oder Winter, Citytrip oder Aktivurlaub – Österreich hat für Urlauber eine ganze Menge zu bieten. Und damit man das seinen daheimgebliebenen Freunden erzählen kann, ist vor allem eines wichtig: Das Handy. In diesem Artikel möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie während Ihrem Urlaub möglichst günstig telefonieren und surfen können und worauf es dabei zu achten gilt.

Roaming Paket oder Prepaid SIM-Karte?

Die meisten Mobilfunkanbieter bieten ihren Kunden sogenannte „Roaming Pakte“ an, welche zusätzlich zum bestehenden Tarif für eine gewisse Zeit hinzugebucht werden können. Dabei wird zwischen aktivem und passiven Roaming unterschieden, in der Regel beinhält ein Roamingpaket jedoch beides:

Aktives Roaming bedeutet, dass Sie ein ausgehendes Telefonat führen, also selbst jemanden anrufen. Passives Roaming tritt dann ein, wenn Sie selbst in Österreich angerufen werden. Auch wenn aktives Roaming deutlich teurer ist, sind auch die Kosten für passives Roaming nicht zu unterschätzen. Detaillierte Infos darüber entnehmen Sie bitte unserem Ratgeber-Artikel Roaming.

Ganz massiv sind die Einsparungen übrigens dann, wenn Sie mobiles Internet in Österreich nutzen wollen. Hier sind Roamingkosten nach wie vor dermaßen hoch, dass bereits das Abrufen von E-Mails oder Facebook die Rechnung in die Höhe schnellen lässt.

Prinzipiell gilt: Wenn Sie planen, Ihr Handy regelmäßig zu benutzen, ist Roaming meist deutlich teurer als der Erwerb einer temporären SIM-Karte. Der österreichische Wertkartenmarkt ist äußerst preiswert und deutlich einfacher gestrickt als Beispielsweise in Deutschland. So ist es in Österreich nicht notwendig, sich beim Kauf einer Wertkarte auszuweisen oder gar einen Vertrag abzuschließen.

Glücklicherweise sind die Preise für Handytarife und Wertkarten in Österreich dermaßen günstig, dass eine Prepaid-SIM bei mehrtägigen Aufenthalten meist die bessere Wahl ist. Zudem sind Sie dadurch nicht an das Partnernetz Ihres bestehenden Handyanbieters gebunden, sondern können Sich eine Wertkarte von dem Anbieter kaufen, der in Ihrer Urlaubsdestination den besten Empfang bietet – doch dazu später mehr.

Ein nennenswerter Nachteil der Wertkartenlösung liegt allerdings darin, dass Sie telefonisch nicht über Ihre alte Nummer erreichbar sind. Während Sie problemlos hinaus telefonieren können, müssen Sie Ihren Freunden die neue österreichische Telefonnummer sagen, unter der Sie in Österreich erreichbar sind

Fazit: Bei mehrtätigen Aufenthalten zahlt es sich aufgrund der niedrigen Preise meistens aus, eine Wertkarte für den Urlaub zu kaufen. Gerade wenn Sie auf mobiles Internet am Handy nicht verzichten wollen, ist eine Wertkarte zu empfehlen.

Wo bekomme ich eine Wertkarte?

Die schlechte Nachricht ist: Die Online-Shops der österreichischen Provider liefern in der Regel nur nach Österreich. Es gibt aber dennoch mehrere Möglichkeiten, unkompliziert an eine Wertkarte zu kommen. Eine Möglichkeit besteht darin, die Wertkarte über Vorauskassa (Kreditkarte, Überweisung etc.) zu bezahlen und direkt an die Unterkunft senden zu lassen. Anschließend holen Sie Ihre Karte von der Rezeption ab. Noch einfacher geht es, indem Sie die Wertkarte direkt im Geschäft kaufen. Einerseits ist die Abdeckung von Handyshops in Touristengebieten relativ gut, der weitaus größere Vorteil ist aber: Österreichische Mobilfunkanbieter setzen auf Vertriebspartner – So bekommen Sie in vielen Supermärkten, Discountern und bei der Post Wertkarten. Für welchen Anbieter Sie sich hierbei entscheiden sollten, erklären wir weiter unten. Wenn Sie Ihre Wertkarte aufladen möchten, können Sie bei den meisten Supermärkten Ladebons erwerben. Online können Sie Ladebons für die meisten Anbieter auf OnlineAufladen.at erwerben.

Welches Netz ist das beste für mich?

Derzeit gibt es in Österreich drei physische Netzanbieter: A1, T-Mobile und „Drei“. Diese Anbieter führen teilweise weitere Marken, welche auf das eigene Netz zugreifen. Im Falle von A1 wären das BOB und YESSS!, T-Mobile führt Tele.Ring und Ge-Org.

Technisch ist vor allem zwischen 2 unterschiedlichen Netztypen zu unterscheiden, welche beide verschiedene Vor- und Nachteile haben: GSM und UMTS. Der ältere Standard GSM hat deutlich niedrigere Übertragungsraten und kann daher weniger Informationen gleichzeitig senden. Während das bei klassischer Sprachtelefonie kein großes Problem darstellt, ist der Internetzugang über GSM äußerst langsam. Der große Vorteil von GSM liegt aber in seiner Verbreitung und der Reichweite – GSM Netze können deutlich größere Flächen abdecken als UMTS. Wenn also die Hauptanforderung lautet, möglichst überall problemlos erreichbar zu sein, ist ein gutes GSM-Netz Pflicht.

UMTS im Gegenzug ermöglicht deutlich bessere Übertragungsraten, dafür sind Ausbau und Reichweite deutlich schlechter als bei GSM. Dieses Hintergrundwissen ist vor allem deshalb interessant, weil der Anbieter „Drei“ über kein eigenes GSM Netz verfügt, sondern sich jenes von T-Mobile ausborgt. Während der Empfang in Österreichs Städten bei allen Anbietern durchwegs gut ist, empfehlen wir im ländlichen Bereich & insbesondere in den Bergen ganz klar das Netz von A1. Dabei ist es gleich, ob Sie sich für eine Wertkarte von BOB, YESSS (den beiden Discountern) oder A1 selbst entscheiden. Aktuell würden wir aufgrund von Problemen im GSM-Netz im ländlichen & alpinen Bereich von „Drei“ abraten.

Die einzelnen Netzabdeckungen der Anbieter finden Sie direkt auf den Anbieterseiten, durch Eingabe Ihrer Urlaubsdestination erhalten Sie einen genaueren Einblick darüber, wie gut der Empfang in dieser Region ist.

A1: Zur Netzabdeckung

T-Mobile: Zur Netzabdeckung

Drei: Zur Netzabdeckung

Was sind die Voraussetzungen?

Wichtig ist, dass Ihr Handy für alle Netzbetreiber offen ist. Häufig versehen Anbieter Handys, die über sie gekauft werden, mit einer sogenannten Netzsperre. Ist dies der Fall, kann das Handy nur mit SIM-Karten des entsprechenden Anbieters genutzt werden. Klären Sie im Vorfeld, ob dies für Sie zutrifft, bevor Sie die österreichische Wertkarte kaufen.

Und mobiles Internet am Laptop?

Auch für mobiles Internet am Laptop gibt es Wertkarten – diese finden Sie in unserem Vergleich für mobiles Internet. Auch hier ist es wichtig, dass Ihr Tablet / UMTS-Stick fürs Notebook keine Netzsperre hat, sondern mit allen Anbietern funktioniert. Unser Vergleich zeigt Ihnen, welcher Tarif ein Wertkartentarif ist und somit für Sie in Frage kommt – die Vertriebswege (Supermarkt, Post) sind ident mit jenen für Sprachtarife. Unsere Empfehlung für einen Urlaub lautet: B.Free Internet 30 Tage von A1 für 10€.

City-Trips: Kostenloses Wlan!

In einigen österreichischen Städten mit viel Tourismus wird teilweise öffentliches, kostenloses WLAN angeboten, welches nach einer kurzen Registrierung genutzt werden kann. Zudem bieten unter anderem die Kaffeehauskette Starbucks und die Restaurantreihe McDonalds kostenloses WLAN für ihre Gäste an. Skype-Nutzer sollten sich SkypeWifi anschauen – hier kann mit Skype Guthaben für kommerzielle WLAN-Anbieter gezahlt werden, was meist deutlich günstiger ist als die sonstigen verfügbaren Tarife. Zudem wird natürlich auch in immer mehr Hotels ein kostenloser WLAN-Zugang angeboten, hier empfiehlt es sich, bei der Reservierung nachzufragen.

Hilfe! Ich habe eine Frage!

Sollten Sie unentschlossen sein oder Fragen haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Jegliche Unterstützung ist vollkommen kostenlos, schreiben Sie einfach eine Mail an kontakt@tarife.at – wir freuen uns!

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