Hybrid Internet verbindet Festnetzinternet mit Mobilfunk-Internet. Es wird heute nicht mehr angeboten.
Ein Hybrid-Router kombiniert meist die Technologie der DSL-Telefonleitung mit dem Mobilfunknetz von LTE. Damit bist Du gegen Netzausfälle gut gesichert, weil immer auf die beste Bandbreite zurückgegriffen werden kann. Die Leistung von Hybrid Internet ist daher besonders zuverlässig. Meist wurde es jedoch nur in Gegenden genutzt, wo der Sendeempfang schwach und die alte DSL-Leitung im Boden kaum leistungsfähig war, um einigermaßen akzeptable Downloadraten zu ermöglichen. Heute ist die Technologie veraltet - mit einer der beiden Techniken alleine lassen sich fast überall in Österreich schnellere Raten erzielen, als früher mit dem Hybridinternet.
Vorteile von Hybrid Internet
Durch das Festnetz-Internet ist die Stabilität gegeben, mit 4G erhält es zusätzlich höhere Bandbreiten. Zudem ist es durch die doppelte Zugriffsmöglichkeit sehr ausfallsicher. Wenn zum Beispiel eine Internetstörung beim Festnetz vorliegt, kann es immer noch auf den Mobilfunk ausweichen und umgekehrt.
Geschwindigkeit von Hybrid Internet
Es sind theoretisch Übertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s auch in ländlichen Regionen mit eher schlechtem Netzausbau möglich, da sowohl auf das stabilere Festnetz, als auch auf das Mobilnetz zurückgegriffen werden kann. Oft wurde es verwendet, um zumindest aus beiden Übertragungsmöglichkeiten brauchbare Übertragungsraten zu saugen, die deutlich darunter lagen.
So funktioniert Hybrid Internet
Das Festnetz-Internet läuft dabei ständig, bei Bedarf wird der Mobilfunk dazugeschaltet. Das heißt, der Router erkennt Übertragungsspitzen und greift auf das LTE-Netz zu um eine höhere Datengeschwindigkeit zu erreichen. Dabei kann der Router zwischen relevantem und irrelevantem Geschwindigkeitsbedarf unterscheiden. Damals war das ein geniales Dualsystem - heute kostet diese Dualität viel zu viel Zeit und Latenz.
Hybrid-Router für hybrides Internet
Ein Hybrid-Router unterscheidet sich äußerlich kaum von einem Festnetz-Router. Er wird genauso an die Festnetzleitung angeschlossen. Zusätzlich muss hier aber eine SIM-Karte eingesetzt werden, damit Mobilfunk genutzt werden kann.
Idealerweise sollte der Router daher in Fensternähe stehen, möglichst nicht direkt neben anderen technischen Geräten oder Wasserleitungen. Sollte der Empfang schlecht sein, kannst Du zusätzlich auch eine externe Antenne anschließen.
Hybrid: DSL und LTE?
Hybrides Internet verwendet meist die Technologien von DSL und LTE. Andere Kombinationen, etwa mit Kabel oder 5G, wären theoretisch zwar auch möglich, wurden aber in der Praxis in Österreich nicht genutzt.
Wer Hybrid nutzt, hat in den meisten Fällen eine alte Kupferleitung vor Ort, die oft nur wenig Bitraten durchlässt. Auch ist der reine LTE-Empfang mitunter eher schwach. In Kombination kann man damit aber ganz brauchbare Downloadraten erreichen.
( Zuletzt aktualisiert: 30.09.2025. Ursprünglich veröffentlicht: 20.05.2020 )