12 Tipps für niedrigere Handyrechnungen

Viele Kunden zahlen deutlich mehr, als ihnen eigentlich lieb ist. Damit du nicht in diese Gruppe fällst, haben wir hier die wichtigsten Tipps, um einfach Geld zu Sparen und Kostenfallen vorzubeugen. Sollte es bereits zu spät sein und du eine zu hohe Rechnung erhalten hast, hilft dir die Schlichtungsstelle der RTR (Siehe Punkt 12).

1) Alte Tarife

Die meisten Handytarife haben eine Vertragslaufzeit von 12-24 Monaten, in denen der Tarif nicht oder nur durch Aufpreis gewechselt werden kann. Nach Ablauf der Bindefrist solltest du dich jedoch unbedingt nach einem neuen Tarif umsehen - der Markt sowie die Angebote der Anbieter ändern sich sehr häufig, sodass es nach 24 Monaten meist komplett andere & günstigere Tarife gibt als zuvor. Insbesondere seit dem Aufleben der Smartphones ändern sich Tarife häufiger denn je - Grund genug, sich möglichst oft umzuschauen!

2) Kündigungsfrist

Passend dazu ein wichtiger Hinweis: Vertragstarife laufen mit Beendigung der Mindestvertragslaufzeit nicht automatisch aus, sondern müssen von deiner Seite aus gekündigt werden. Dabei ist jedoch eine Kündigungsfrist von 1-3 Monaten zu beachten. Vergiss nicht, rechtzeitig zu kündigen, um zum schnellstmöglichen Termin auf einen günstigeren Tarif umzusteigen.

3) Überdimensioniere nicht

Netzbetreiber locken mit schier unendlichen Freiminuten, Frei-SMS sowie Internet-Flatrates. Was auf den ersten Blick äußerst erstrebenswert erscheint, schlägt sich meistens in der Grundgebühr nieder. Nutze unseren Handytarif Vergleich, um den passenden Tarif zu finden. Ansonsten läufst du Gefahr, einen viel zu großzügig dimensionierten (und damit teureren) Tarif zu wählen, als eigentlich gebraucht.

4) Prüfe die Gerätepreise

Die meisten Anbieter koppeln die Preise der Handys mit dem gewählten Tarif, wodurch ein Top-Smartphone mit dem teursten Tarif deutlich günstiger (oder kostenlos) ist als mit den Einsteigertarifen. Mit unserem Handy Vergleich zeigen wir dir, mit welchem Tarif du dein Wunschhandy am günstigsten bekommst.

5) Vermeide Roaming

Insbesondere wenn du in der Nähe zur Landesgrenze wohnst, kann es vorkommen, dass sich dein Handy in ein Roaming-Netz des Nachbarlandes einwählt (Beispiel: An der Grenze von Burgenland / Ungarn wählt sich das Handy in ein Ungarisches Netz ein, wodurch Roamingkosten entstehen). Bei den meisten Handys kann man die Netzwahl von Automatisch auf Manuell umstellen - dadurch stellt dein Handy nicht mehr ungefragt auf das Fremdnetz um.

6) Nutze Zusatzpakete

In Zeiten großzügig dimensionierter Freiminuten und SMS zwar nicht mehr ganz so aktuell, aber gerade im Beispiel Roaming äußerst hilfreich: Optionale Zusatzpakete. Diese Zusatzpakete bieten dir zu einem Fixpreis eine gewisse Leistung - beispielsweise 100 Roaming Freiminuten für ein paar Euro. Unsere Vergleichsrechner wählen deshalb automatisch Zusatzpakete, wenn dadurch deine Kosten sinken würden.

7) Nutze Jugendtarife

Viele Anbieter haben eigene Jugendtarife, die meist eine größere Anzahl an Frei-SMS und Datenvolumen, oder eine günstigere Grundgebühr aufweisen. Bis zu welchem Alter diese Angebote verfügbar sind hängt vom jeweiligen Anbieter ab, in der Regel aber bis 26-27 Jahre. Unser Handytarife Vergleich bietet dir die Möglichkeit, diese Jugendpakete explizit zu berücksichtigen!

8) Kaufe Online

Der Vertrieb über den Webshop ist deutlich kostengünstiger als das Betreiben der zahlreichen Handyshops und Servicestellen. Teile dieser Kostenersparnis geben die Anbieter an die Kunden weiter - meistens in Form eines "Web-Bonus". Dabei erhäst du einen entsprechenden Betrag (sofern bekannt, steht der Web-Bonus bei den tarife.at Vergleichen stets dabei) über die nächsten Rechnungen gutgeschrieben. Je nach Anbieter und Tarif kann der Bonus die Grundgebühr für mehrere Monate komplett streichen!

9) Vorsicht bei Punktesystemen

Viele Anbieter bieten ein Prämiensystem, das über Punkte oder Stufen läuft. Dabei erhälst du pro Monat eine gewisse Anzahl an Punkten, womit du mit der Zeit immer mehr Punkte sammelst. Diese Punkte kannst du dann beispielsweise in neue Handys oder verminderte Grundgebühr eintauschen. Bleibe kritisch und vergleiche nach Vertragsende, ob das Aufbrauchen dieser Punkte wirklich sinnvoll ist, oder ob du mit einem anderen Anbieter besser beraten bist. In nahezu allen Fällen ist die Benutzung der Punkte (zB für ein Handy) mit einer Vertragsverlängerung über 24 Monate gekoppelt.

10) Achte auf Datenfresser

Insbesondere Smartphones verbrauchen viel Datenvolumen im Hintergrund - beispielsweise für das Synchronisieren von Nachrichten, E-mails, Facebook sowie Updates des Geräts. Auch die Nutzung von Online-Navigationsdiensten (Google Maps, Bing Maps etc.) verbraucht viel Datenvolumen, genauso wie die Nutzung von Streaming Services wie Youtube, Spotify sowie dem Surfen auf Nicht-Mobile optimierte Seiten. Prüfe, ob der Anbieter einen Kostenschutz anbietet oder deaktiviere die automatischen Updates über das Handynetz und machen größere Aktualisierungen über das heimische W-Lan.

11) Sperre Mehrwertdienste

Du hast einmal pro Jahr das Recht, deinen Anbieter anzuweisen, Mehrwerdienste komplett zu sperren. Dies gilt sowohl für Mehrwertrufnummern, als auch für Mehrwertdienste per SMS. Teile deinem Anbieter mit, welche Mehrwertdienste du genau  sperren möchten: Nur Anrufe, nur SMS oder beides. Häufig lässt sich die Sperre auch online im Kundenportal einstellen.

12) Erhebe Einspruch

Sollte es bereits zu spät sein und du dich mit einer horrenden Rechnung konfrontiert siehst, kannst duschritlichen Einspruch dagegen erheben. Beachte dabei, dass dies nur in einer relativ kurzen Frist (meist 2 Wochen) ab Rechnungserhalt möglich ist. Nutze diese Frist, um Kontakt zu deinem Anbieter herzustellen und versuche, eine gemeinsame Lösung zu finden. Das Verhalten der Anbieter hängt meist von dem Grund der Rechnungshöhe ab. Sollten sich die Fronten verhärten und kein Kompromiss gefunden werden, kontaktiere die Schlichtungsstelle der RTR (Rundfunk & Telekom Regulierungs GmbH), die dich beim weiteren Vorgehen unterstützen kann.

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