Satelliteninternet

Satelliteninternet

Per Satellit kannst Du sowohl Free TV und Pay TV empfangen, als auch Internet. Diese Internetverbindung ist auch in sehr abgeschiedenen Gegenden möglich, die keinen Zugang zu einer anderen Internetform hätten.

SAT-Internet ist eher kostspielig und daher vor allem eine Alternative, wenn keine andere Möglichkeit verfügbar ist. Hinter Glasfaserverbindungen hinkt es meist mit hoher Latenz und oftmals deutlich höheren Kosten her. Bei uns ist es daher eher unüblich. In anderen, vor allem sehr entlegenen Gebieten, kann es aber durchaus auch die einzige Möglichkeit sein Internetempfang zu bekommen, zum Beispiel in Finnland und manchen afrikanischem Landstrichen.

Auch für Reisende bietet Satelliteninternet eine gute Wahl, denn immerhin kannst Du Deine SAT-Schüssel auch auf Van oder Wohnmobil installieren und dann das Internet sogar während der Fahrt nutzen - allerdings darfst Du dafür nicht schneller als 160 km/h fahren.

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Wie funktioniert Satelliteninternet?

Die Satellitenschüssel empfängt das Signal von einem Satelliten aus der geostationären Umlaufbahn. Über dieses Signal lässt sich Fernsehen und Internet beziehen. Man benötigt dafür eine Parabolantenne („SAT-Schüssel“), die auf einen Satelliten ausgerichtet ist und einen passenden Router. Ganz wichtig ist die „freie Sicht“ der SAT-Schüssel zum Satelliten und die richtige Ausrichtung.

Willst Du eine Verbindung, leitet Dein Router die Anfrage zunächst zur SAT-Schüssel weiter, danach wird diese im Ku-Band an den nächsten Satelliten geschickt. Dieser schickt das Signal weiter zur Bodenstation, wo die Anfrage beantwortet wird. Danach geht es den Weg zurück zu Dir.

Wer zum SAT-Empfang nicht nur die freien Fernsehprogramme, sondern auch noch weitere Bezahlprogramme (Pay TV) beziehen möchte, kann dies über Satelliteninternet. In Österreich wird Satelliteninternet zum Beispiel von simpliTV genutzt um zusätzliche Freischaltungen für HD-Sender zu ermöglichen. Hier findest Du das Angebot für mehr Sat-Fernsehen von simpliTV.

Anbieter für Satelliteninternet

Es gibt verschiedenste Anbieter für Satelliteninternet, selbst die heimische A1 bietet Tarife für Satelliteninternet an.

Bekannte Anbieter sind aber Starlink, Amazon Kuiper, IRIS² und OneWeb. Mehr dazu in unserem Ratgeber Internet über Satellit.

( Zuletzt aktualisiert: 10.04.2025. Ursprünglich veröffentlicht: 30.03.2020 )

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Über die Autorin
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.

Häufige Fragen zum Thema Satelliteninternet

Satelliten umkreisen auf der sogenannten geostationären Umlaufbahn in rund 35.786 Kilometern Höhe die Erde. In dieser Höhe und Entfernung drehen sie sich mit der Erde so mit, dass sie aus unserer Sicht stets die gleiche Position behalten. Sie senden Signale, die für GPS-Navigation, Rundfunk oder Internetempfang verwendet werden können.


Eine Parabolantenne („Satschüssel“), die auf einen Satelliten ausgerichtet ist. Ganz wichtig ist die „freie Sicht“ der Satschüssel zum Satelliten.


Mit der sogenannten Zwei-Weg-Technik werden Daten via Satschüssel empfangen und versendet. Damit ist eine Datenübertragung von bis zu 150 Mbit/s im Download und bis zu 20 Mbit/s im Upload möglich. Bei der veralteten Ein-Weg-Technik konnten Daten via Satellit nur empfangen werden, der Upload erfolgte über eine terrestrische Datenleitung. Diese wird heute aber nicht mehr genutzt.


Ja, mit DSL- oder Kabelanschluß können höhere Geschwindigkeiten erzielt werden. Via Satellit sind Datenübertragung von bis zu 150 Mbit/s im Download und bis zu 20 Mbit/s im Upload möglich, mit Kabel sind hingegen bis zu 10 Gbit/s im Download und 1 Gbit/s im Upload möglich.


Überall da, wo keine Telefon- oder Kabelleitungen verfügbar sind, kann das Satelliteninternet eine willkommene Alternative bieten. In Österreich bietet SimplyTV über Satelliteninternet auch eine Freischaltung für zusätzliche Sender.


Die Satelliten verbinden sich nicht nur mit den Bodenstationen, sondern sollen außerdem künftig miteinander über Laser kommunizieren. Dies ermöglicht schnellen Informationsaustausch: Eine Latenz von 43 Millisekunden zwischen New York und London soll damit erreicht werden. Zum Vergleich: Eine direkt verlegte Fiberglasverbindung würde dafür 55 Millisekunden benötigen. Das real verlegte Hibernia Express Seekabel zwischen Secaucus, im US-Bundesstaat New Jersey, und London hat einen Ping von 58,95 Millisekunden.