802.11ac (Wi-Fi 5)

IEEE 802.11ac ist ein Standard für WLAN-Netzwerke. Er wurde 2013 vom Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) herausgegeben und erreicht Übertragungsraten im Gigabitbereich. Durch die ausschließliche Nutzung des 5-GHz-Bandes und da es sich um den fünften Standard handelt, wird er auf auch als 5G-Wi-Fi bezeichnet. 802.11ac folgt der Standard 802.11ax nach.

Zugunsten einfacherer Schreibweise wurden die Standards 2018 umbenannt: 802.11n wurde zu Wi-Fi 4, 802.11ac zu Wi-Fi 5 und 802.11ax zu Wi-Fi 6.

Mehr MIMO für 802.11ac

Die Mehrantennentechnik MIMO (Multiple Input Multiple Output) macht es möglich mehrere Datenströme gleichzeitig über unterschiedliche Antennen zu senden und zu empfangen. Diese wurde bereits beim Vorgängerstandard 802.11n eingeführt, mit 802.11ac aber verbessert und auf bis zu acht Antennen erhöht.

Zusätzlich gibt es nun MU-MIMO (Multi-User-MIMO). Dadurch wird die Bandbreite in separate Streams aufgeteilt. Dies macht den Access Point multitaskingfähig, es können bis zu vier Clients gleichzeitig übertragen werden und mit mehr als nur einem Knoten kommuniziert.

MUMIMO war ein entscheidender Schritt in Richtung High-Density Wi-Fi.

Nur 5GHz Band

Zu Gunsten der ausschließlichen Nutzung des 5-GHz-Frequenzbandes wurde auf das wesentlich schmalere 2,4 GHz-Band verzichtet. Dies liegt unter anderem an der erhöhten Kanalbreite von 80 MHz. Hier würde der Kanal den kompletten Frequenzbereich des 2,4GHz-Bandes abdecken. (Bei Kanälen mit 160 MHz sogar sprengen.) Auf Grund dessen war es sinnvoll darauf zu verzichten, denn wäre das Frequenzband durch einen Router belegt, könnte es ein weiterer nicht nutzen und würde die Übertragung nur stören.

Im 5GHz-Band stehen damit 19 Kanäle zu je 20 MHz oder vier Kanäle zu je 80 MHz zur Verfügung. Selbst mit 160 MHz gibt es immer noch zwei Kanäle.

Geschwindigkeit mit 802.11ac

Theoretisch sind bis zu 6.936 Mbit/s möglich, die Bitrate hängt aber stark von der genutzten Kanalbandbreite, der Anzahl der MIMO-Verbindungen und dem Modulationsverfahren ab. Handelsüblich sind Geräte mit 4×4 Multi-User MIMO, 80 MHz Bandbreite und 1733 Mbit/s.

DFS und TCP

Damit es nicht zu permanenten Störungen von Geräten kommt, ist in Europa sowohl DFS (Dynamic Frequency Selection) und TCP (Transmit Power Control) zwingend für die Hersteller vorgeschrieben.

DFS ermöglicht es die Funksignale anderer Systeme zu erkennen und auf einen anderen, nicht genutzten, Kanal auszuweichen.

TCP ermöglicht es Routern die Sendeleistung dynamisch zu steuern. Bei einer guten Funkverbindung, werden die Signale nur mit schwacher Sendeleistung ausgeschickt.

802.11ac Wave 1 und Wave 2

Wie auch beim Vorgängerstandard drängten auch hier viele Hersteller mit der Produktion, um 802.11ac-kompatible Geräte auf den Markt zu bringen. Leider waren die ersten nicht völlig implementiert und daher auch nicht schneller als die mit dem Vorgängerstandard 802.11n. Sie wurden Wave 1 genannt. Spätere Geräte konnten alle Features wie MU-MIMO, vier Streams und Kanalbreiten von bis zu 160 MHz unterstützen. Um sich abzuheben, wurden diese als Wave 2 bezeichnet.

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Häufige Fragen zum Thema 802.11ac (Wi-Fi 5)

IEEE 802.11ac oder Wi-Fi 5 ist ein Standard für WLAN-Netzwerke. Er wurde 2013 vom Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) herausgegeben und erreicht Übertragungsraten im Gigabitbereich. Durch die ausschließliche Nutzung des 5-GHz-Bandes und da es sich um den fünften Standard handelt, wird er auf auch als 5G-Wi-Fi bezeichnet. 802.11ac folgt der Standard 802.11ax nach.

Damit es nicht zu permanenten Störungen von Geräten kommt, ist in Europa sowohl DFS (Dynamic Frequency Selection) und TCP (Transmit Power Control) zwingend für die Hersteller vorgeschrieben. DFS ermöglicht es die Funksignale anderer Systeme zu erkennen und auf einen anderen, nicht genutzten, Kanal auszuweichen. TCP ermöglicht es Routern die Sendeleistung dynamisch zu steuern. Bei einer guten Funkverbindung, werden die Signale nur mit schwacher Sendeleistung ausgeschickt.

Auch bei Wi-Fi 5 drängten viele Hersteller mit der Produktion, um 802.11ac kompatible Geräte auf den Markt zu bringen. Leider waren die ersten nicht völlig implementiert und daher auch nicht schneller als die mit dem Vorgängerstandard 802.11n. Sie wurden Wave 1 genannt. Spätere Geräte konnten alle Features wie MU-MIMO, vier Streams und Kanalbreiten von bis zu 160 MHz unterstützen. Um sich abzuheben, wurden diese als Wave 2 bezeichnet.