ZigBee

Zigbee ist ein Funkstandard, der vor allem für Smart Homes verwendet wird. Damit lassen sich Produkte wie Smart LEDs oder intelligente Heizkörper vernetzen.

Der Name ZigBee wurde vom Schwänzeltanz der Honigbienen abgeleitet. Dabei bewegen sich die Bienen in einer Art "Zick-Zack-Tanz" um zu kommunizieren.

Home, Smart Home

Smart Homes sind eine Form des Internets der Dinge (IoT). Dabei kommunizieren smarte Geräte miteinander in einem Netzwerk. Mit ZigBee lassen sich diese Geräte auf einer kurzen Strecke zusammenschließen. Unter idealen Bedingungen beträgt die Reichweite bis zu 100 Meter, in der Praxis sind es meist 20 Meter. Dabei kommunizieren diese Geräte dann in einem Mesh Network.

Ein Mesh Network ist recht ausfallsicher. Denn wenn ein Kommunikationspfad im ZigBee-Netzwerk ausfällt, wird stattdessen ein anderer Pfad im vermaschten Netzwerk verwendet.

So funktioniert ZigBee

Lampen dimmen, Heizkörper einschalten oder die Bewegungsmelder aktivieren? Das funktioniert sowohl über eine App als auch über Sprachsteuerung. Somit kann man von überall auf der Welt das Zuhause steuern.

Praktisch ist dies vor allem bei den Thermostaten. So kann man die Heizung abdrehen, wenn man nicht zu Hause ist und damit die Heizkosten deutlich senken. Auf dem Heimweg kann man die Temperatur wieder hochdrehen und kommt ins kuschelig-warme Zuhause.

Die smarten Geräte benötigen allerdings eine Smart Home Zentrale, die als Bridge, Hub oder Gateway bezeichnet wird. Zum Beispiel dienen Amazon Alexa, Google Home, IKEA TRÅDFRI und HomeKit als solche. Diese benötigen eine Internetverbindung.

Die Endgeräte verwalten das Netzwerk selbst. Du musst die smarten Geräte nur ins Netzwerk einbinden, danach treten sie dem Netzwerk selbständig bei, werden gefunden und kommunizieren darüber. Danach sind die Geräte via App auf Smartphone, Tablet oder dem Computer bedienbar. In der App sind alle Geräte angezeigt und können aktiviert oder deaktiviert werden. Auch kannst du einen festen Zeitablauf eingeben oder sie per Sprach- oder auch Sensorsteuerung lenken.

Smart Home Tipp: Nichtsmarte Geräte können teilweise mit intelligenten Steckdosen aufgewertet werden. Auch diese sind über ZigBee steuerbar.

Kabellos, sicher und energieeffizient

Für eine solche Vernetzung werden keine Kabel benötigt. Die Installation ist daher sehr einfach, jederzeit möglich und praktisch erweiterbar. Auch ist ZigBee energieeffizient und einfach in der Anwendung.

Da die Übertragung verschlüsselt erfolgt, ist das System einigermaßen abhörsicher. Zwar kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Lücken, die allerdings mittels Update der Software geschlossen wurden. Das Sicherheitsrisiko ist daher gering.

Hersteller und Konkurrenz

Es gibt zahllose Hersteller, die ZigBee verwenden. Bekannt für Leuchtmittel sind etwa Philips Hue oder Osram Smart+. Welche Produkte ZigBee unterstützen und weitere Infos findest du auf der ZigBee Homepage.

ZigBee ist allerdings nicht das einzige Kommunikationsprotokoll seiner Art. Konkurrierende Funkprotokolle sind zum Beispiel Z-Wave, EnOcean und Bluetooth Smart (Bluetooth Low Energy).

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Über die Autorin
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.

Häufige Fragen zum Thema ZigBee

Ist ZigBee sicher?

Da die Übertragung verschlüsselt erfolgt, ist das System einigermaßen abhörsicher. Zwar kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Lücken, die allerdings mittels Update der Software geschlossen wurden. Das Sicherheitsrisiko ist daher gering.

Welche Hersteller verwenden ZigBee?

Es gibt zahllose Hersteller, die ZigBee verwenden. Bekannt für Leuchtmittel sind etwa Philips Hue oder Osram Smart+. Welche Produkte ZigBee unterstützen und weitere Infos findest du auf der ZigBee Homepage.

Was ist ein Mesh Network?

Ein Mesh Network, auch vermaschtes Netzwerk genannt, ist ein Netzwerk, bei dem mehrere Netzwerkknoten untereinander vernetzt sind. Mesh Netzwerke gibt es sowohl kabelgebunden, als auch über WLAN. Von einem vermaschten Netzwerk spricht man, wenn ein Endgerät mit einem oder mehreren anderen Endgeräten verbunden ist.

In einem Mesh Network sind einzelne Netzwerkknoten über mehrere Verbindungen vernetzt. Meist gibt es mehrere alternative Verbindungswege von einer Quelle zu einem Ziel. Die Informationen werden über diese Wege von Knoten zu Knoten weitergegeben bis der Zielknoten erreicht ist.

Man unterscheidet vollständig vermaschte Systeme und teilvermaschte Systeme. Bei einer vollständigen Vermaschung ist jeder Knoten mit jedem anderen Knoten verbunden. Je nach Anzahl der Knoten, können hier also zum Teil sehr viele Verbindungen notwendig sein – denn mit der Anzahl der Knoten quadrieren sich die nötigen Verbindungen.

Weil das ab einer gewissen Anzahl Knoten sehr unüberschaubar wird, sind große Netzwerke meistens nur teilvermascht. Das heißt, es sind nicht alle Knoten mit allen anderen Knoten, sondern eben nur mit einigen verbunden. Hier gibt es sozusagen „Hauptschlagadern“, die Backbone-Leitungen, und kleinere Verästelungen der Strukturen.

Was ist ZigBee?

Zigbee ist ein Funkstandard, der vor allem für Smart Homes verwendet wird. Damit lassen sich Produkte wie Smart LEDs oder intelligente Heizkörper vernetzen. Smart Homes sind eine Form des Internets der Dinge (IoT). Dabei kommunizieren smarte Geräte miteinander in einem Netzwerk.

Mit ZigBee lassen sich diese Geräte auf einer kurzen Strecke zusammenschließen. Unter idealen Bedingungen beträgt die Reichweite bis zu 100 Meter, in der Praxis sind es meist 20 Meter. Dabei kommunizieren diese Geräte dann in einem Mesh Network.

Ein Mesh Network ist recht ausfallsicher. Denn wenn ein Kommunikationspfad im ZigBee-Netzwerk ausfällt, wird stattdessen ein anderer Pfad im vermaschten Netzwerk verwendet.

Wie funktioniert ZigBee?

Lampen dimmen, Heizkörper einschalten oder die Bewegungsmelder aktivieren? Das funktioniert sowohl über eine App als auch über Sprachsteuerung. Somit kann man von überall auf der Welt das Zuhause steuern.

Praktisch ist dies vor allem bei den Thermostaten. So kann man die Heizung abdrehen, wenn man nicht zu Hause ist und damit die Heizkosten deutlich senken. Auf dem Heimweg kann man die Temperatur wieder hochdrehen und kommt ins kuschelig-warme Zuhause.

Die smarten Geräte benötigen allerdings eine Smart Home Zentrale, die als Bridge, Hub oder Gateway bezeichnet wird. Zum Beispiel dienen Amazon Alexa, Google Home, IKEA TRÅDFRI und HomeKit als solche. Diese benötigen eine Internetverbindung.

Die Endgeräte verwalten das Netzwerk selbst. Du musst die smarten Geräte nur ins Netzwerk einbinden, danach treten sie dem Netzwerk selbständig bei, werden gefunden und kommunizieren darüber. Danach sind die Geräte via App auf Smartphone, Tablet oder dem Computer bedienbar. In der App sind alle Geräte angezeigt und können aktiviert oder deaktiviert werden. Auch kannst du einen festen Zeitablauf eingeben oder sie per Sprach- oder auch Sensorsteuerung lenken.

Smart Home Tipp: Nichtsmarte Geräte können teilweise mit intelligenten Steckdosen aufgewertet werden. Auch diese sind über ZigBee steuerbar.