Verbraucherpreisindex

Der Verbraucherpreisindex (VPI) ist ein nationaler Bundesindex für Österreich. Er zeigt die Preisentwicklung und wird von der Statistik Austria monatlich veröffentlicht.

Preisentwicklung in Österreich

Die Preisentwicklung wird durch die Statistik Austria mit Hilfe eines festgelegten Warenkorbs erhoben. Dazu werden die Preise von rund 770 Waren und Dienstleistungen regional, in 20 österreichischen Städten und zentral durch die Bundesanstalt Statistik Österreich geprüft.

Damit ist nicht nur der Konsum aller Haushalte in Österreich wiedergespiegelt, der VPI zeigt auch die Entwicklung des Preisniveaus. Man kann daran sehen, ob es zu einer Inflation (Geld verliert an Wert) oder Deflation (Geld gewinnt an Wert) gekommen ist.

Wertsicherung

An Hand des VPIs wird auch die Indexanpassung oder auch Wertsicherung vorgenommen. Das bedeutet, dass sich der Anbieter mittels einer Klausel zur Wertsicherung eine Preisanpassung erlaubt. Ist die Inflation hoch, darf er die Preise erhöhen. Sollte es zu einer Deflation kommen, muss er die Preise verringern. Natürlich darf der Anbieter dies nicht unbegrenzt, sondern immer innerhalb des VPIs.

Nicht alle Anbieter räumen sich ein Recht auf Wertsicherung ein. Bei diesen gibt es allerdings einen Schwankungsraum, das heißt eine Angleichung passiert erst, wenn die Änderung des VPI mehr als einen bestimmten Prozentsatz ausmacht. Bei den meisten Anbietern liegt dieser zwischen 1-3%.

Keine außerordentliche Kündigung

Wenn dein Vertrag über eine Wertsicherungsklausel verfügt, bekommst du bei einer Indexanpassung kein Anrecht auf eine außerordentliche Kündigung. Auch wenn du noch über eine Mindestvertragsbindung verfügst, darf dein Anbieter den Preis ohne Kündigungsoption für dich erhöhen.

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Häufige Fragen zum Thema Verbraucherpreisindex

Seit Kurzem ist in den meisten Handyveträgen eine neue Klausel zu finden: die Wertsicherung. Mit der Wertsicherung versuchen die Anbieter, die Inflation und Wertminderung des Geldes auszugleichen, indem sie ihre Preise angepasst erhöhen. Die Anbieter sichern sich so das Recht, auch bei bestehenden Verträgen die Preise für Grundgebühr, Verbrauchskosten und Mindestumsatz um den entsprechenden Faktor anzuheben. Sollte es zu einer Deflation kommen, müssen die Preise gesenkt werden. Für den Verbraucher heißt das im Klartext: Eine Preissteigerung kann passieren, eine Preissenkung muss passieren. Solltest du mehr zum Thema Wertsicherung erfahren wollen, findest du unseren Ratgeber mit allen genauen Infos hier.

Eine Indexanpassung ermöglicht es einem Anbieter die Wertminderung oder -steigerung des Geldes zu einem bestehenden Tarif auszugleichen. Einfacher gesagt: Wenn das Geld weniger wert wird (auch Inflation genannt), darf dein Anbieter die Preise leicht erhöhen, sofern dies in den AGB vereinbart wurde. Die Indexanpassung wird auch Wertsicherung oder Wertanpassung genannt.

Die Statistik Österreich berechnet monatlich den österreichischen Verbraucherpreisindex (VPI). Er misst die Entwicklung des Preisniveaus für Konsumenten in Österreich. Man kann daran sehen, ob es zu einer Inflation (Geld verliert an Wert) oder Deflation (Geld gewinnt an Wert) gekommen ist.