Wertsicherung

Seit kurzem führen die meisten Betreiber eine neue Klausel in ihre Verträge ein: Die Wertsicherung. Konkret probieren die Anbieter dadurch, die Inflation & Wertminderung des Geldes auszugleichen, indem sie ihre Preise im entsprechenden Maße erhöhen. Im Falle einer Inflation (daher: Geld verliert an Wert) darf der Betreiber auch bei bestehenden Verträgen die Preise für Grundgebühr, Verbrauchskosten und Mindestumsatz um den entsprechenden Faktor anheben. Im Falle einer Deflationmüssen die Preise hingegen gesenkt werden – also: Eine Preissteigerung darf, eine Preissenkung muss geschehen.

Ausschlaggebend ist hierfür der Verbraucherpreisindex des Vorjahres. Wenn der VPI um weniger als 1% fällt oder steigt, tritt die Wertsicherung vorerst nicht in Kraft (Schwankungsraum) – sondern erst dann, wenn die Summe der Schwankungen die 1% Marke übersteigt. Je nach Anbieter ist ein anderer Schwankungsraum möglich, üblicherweise liegt er jedoch zwischen 1-3%. Im Falle einer Preisanpassung wird der Kunde in der Regel via Rechnungsnotiz auf die Preisänderung hingewiesen, wobei explizit kein Anspruch auf eine außerordentliche Kündigung besteht.

Sollte im Falle einer Deflation der Betreiber seine Gebühren senken müssen, hat allerdings in der Vergangenheit bei einer Inflation auf sein Recht der Preiserhöhung verzichtet, kann der Betrag der „verzichteten Erhöhung“ von der Preissenkung abgezogen werden, der Betreiber muss den Preis also weniger (oder garnicht) senken.

Mit Stand September 2016 räumen sich folgende Betreiber ein Recht auf Wertsicherung ein:

  • A1
  • Drei
  • Kabelplus
  • Liwest
  • T-Mobile
  • Tele.Ring
  • UPC
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