Wertsicherung

Seit 2012 f├╝hren einige Betreiber eine neue Klausel in ihre Vertr├Ąge ein: Die Wertsicherung. Konkret probieren die Anbieter dadurch, die Inflation & Wertminderung des Geldes auszugleichen, indem sie ihre Preise im entsprechenden Ma├če erh├Âhen.

Inflation und Deflation bestimmen Geb├╝hren├Ąnderung

Im Falle einer Inflation (das bedeutet: Geld verliert an Wert) darf der Betreiber auch bei bestehenden Vertr├Ągen die Preise f├╝r Grundgeb├╝hr, Verbrauchskosten und Mindestumsatz um den entsprechenden Faktor anheben. Im Falle einer Deflation (Geld gewinnt an Wert) m├╝ssen die Preise hingegen gesenkt werden. Daher: Eine Preissteigerung darf, eine Preissenkung muss geschehen.

Wie wird der Geldwert ermittelt?

Ausschlaggebend ist hierf├╝r der **Verbraucherpreisindex** (VPI) des Vorjahres. Wenn der VPI zum Beispiel um weniger als 1% f├Ąllt oder steigt, tritt die Wertsicherung vorerst nicht in Kraft. Dies nennt man den Schwankungsraum, das hei├čt solange die ├änderung unter 1% ausmacht, zahlt sich eine eigene ├änderung nicht aus. Je nach Anbieter ist ein anderer Schwankungsraum m├Âglich, ├╝blicherweise liegt er jedoch zwischen 1-3%.

Hohe Inflation - der Anbieter darf die Preise erh├Âhen

Wenn die Summe aber den Schwankungsraum ├╝bersteigt, darf beziehungsweise muss der Anbieter reagieren. Im Falle einer Preisanpassung wird der Kunde in der Regel via Rechnungsnotiz auf die Preis├Ąnderung hingewiesen, wobei explizit kein Anspruch auf eine au├čerordentliche K├╝ndigung besteht.

Hohe Deflation - der Anbieter muss die Preise senken

Sollte das Geld an Wert gewinnen, kommt es zu einer Deflation. Hier muss der Betreiber seine Geb├╝hren senken, es sei denn er hat in der Vergangenheit bei einer Inflation auf sein Recht der Preiserh├Âhung verzichtet. Dann kann der Betrag der ÔÇ×verzichteten Erh├ÂhungÔÇť von der Preissenkung abgezogen werden, der Betreiber muss den Preis also weniger (oder gar nicht) senken.

Bei welchen Anbietern gibt es eine Wertsicherungsklausel?

Folgende Betreiber r├Ąumen sich ein Recht auf Wertsicherung ein:

  • A1
  • bob
  • Drei
  • Kabelplus
  • Liwest
  • Magenta

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H├Ąufige Fragen

Seit Kurzem ist in den meisten Handyvetr├Ągen eine neue Klausel zu finden: die Wertsicherung. Mit der Wertsicherung versuchen die Anbieter, die Inflation und Wertminderung des Geldes auszugleichen, indem sie ihre Preise angepasst erh├Âhen. Die Anbieter sichern sich so das Recht, auch bei bestehenden Vertr├Ągen die Preise f├╝r Grundgeb├╝hr, Verbrauchskosten und Mindestumsatz um den entsprechenden Faktor anzuheben. Sollte es zu einer Deflation kommen, m├╝ssen die Preise gesenkt werden. F├╝r den Verbraucher hei├čt das im Klartext: Eine Preissteigerung kann passieren, eine Preissenkung muss passieren. Solltest du mehr zum Thema Wertsicherung erfahren wollen, findest du unseren Ratgeber mit allen genauen Infos hier.

Wenn dein Anbieter deinen Vertrag zu deinem Nachteil ├Ąndert, hast du das Recht auf eine au├čerordentliche K├╝ndigung. Diese ist fristlos, das hei├čt gilt ab dem Tag, an dem du k├╝ndigst.

Eine Indexanpassung erm├Âglicht es einem Anbieter die Wertminderung oder -steigerung des Geldes zu einem bestehenden Tarif auszugleichen. Einfacher gesagt: Wenn das Geld weniger wert wird (auch Inflation genannt), darf dein Anbieter die Preise leicht erh├Âhen, sofern dies in den AGB vereinbart wurde. Die Indexanpassung wird auch Wertsicherung oder Wertanpassung genannt.

Die Statistik ├ľsterreich berechnet monatlich den ├Âsterreichischen Verbraucherpreisindex (VPI). Er misst die Entwicklung des Preisniveaus f├╝r Konsumenten in ├ľsterreich. Man kann daran sehen, ob es zu einer Inflation (Geld verliert an Wert) oder Deflation (Geld gewinnt an Wert) gekommen ist.

Nein, bei einer au├čerordentlichen K├╝ndigung gelten keine K├╝ndigungsfristen. Du kannst ab sofort k├╝ndigen.