Digitalradio

Ein Digitalradio oder digitales Radio ist ein Gerät, das digital übertragene Audioprogramme empfangen kann. Anders als beim Fernsehen bietet die Digitalisierung beim Radiosignal eine weit geringere Verbesserung der Qualität. Theoretisch kann zwar eine bessere Klangqualität erreicht werden, in der Realität wirkt sich dies zumindest bei den mobilen Endgeräten (tragbare Radios) meist kaum oder sogar gar nicht aus.

Ursprünglich war innerhalb der EU geplant, analoges Fernsehen und den analogen Hörfunk bis 2012 einzustellen. Die geplante Analogabschaltung lief aber nicht wie geplant und wurde immer wieder verschoben. Zuletzt wurden die Pläne für die EU-weite Abschaltung des analogen Hörfunks eingestellt.

Wo liegt der Unterschied zwischen Internetradio, Digitalradio und Analogradio?

Das Digitalradio ist nicht mit dem Internetradio zu verwechseln. Das Internetradio empfängt das Programm über das Internet, und kann weltweit gehört werden. Es ist eine Version von Streaming.

Das Digitalradio hingegen empfängt den regionalen Rundfunk über einen Sendemasten. Es benötigt keinen Internetempfang. Viel eher funktioniert ein Digitalradio wie ein altes Analogradio, mit dem Unterschied, dass hier der Empfang nicht direkt analog übermittelt wird. Statt die Audiosignale direkt zu übertragen, werden diese in ein Digitalsignal verwandelt, das heißt sie werden mittels Binärcode umgerechnet und in dieser komprimierten Form übertragen. Das Gerät kann das Digitalsignal wieder in ein Audiosignal übersetzen.

Digitale Übertragungsstandards

Digitaler Rundfunk, also Rundfunk, der eine digitale Übertragungstechnik verwendet, kann über terrestrischer Antenne, Satellit oder Kabel empfangen werden.

Eine bekannte Form der Übertragung ist DAB beziehungsweise dessen Nachfolger DAB+. DAB digitaler Übertragungsstandard für terrestrischen Empfang von Digitalradio.

DAB steht für Digital Audio Broadcasting, also die digitale Verbreitung von Audiosignalen über terrestrische Antenne (Zimmerantenne). Zu DAB gehört auch die Marke „Digital Radio“, die Geräte verkauft, die DAB-fähig sind.

Andere Übertragungsstandards sind Digital Radio Mondiale (DRM) und Digitales terrestrisches Fernsehen (DVB-T).

EU-weiter Standard und Kritik

Innerhalb der EU gab es Versuche die terrestrische Übertragung des analogen Hörfunk von UKW vollständig auf DAB+ umzustellen. Nachdem es dazu einige Kritik gab, unter anderem weil dadurch sämtliche alten Radios unbrauchbar würden, und man sich innerhalb der EU auch nicht auf einen Standard einigen konnte, beließ man es bei der unterschiedlichen Verbreitung von Hörfunk.

Dazu kamen in einigen Ländern auch politische Verstrickungen, wie zum Beispiel in Deutschland: Hier galt der einzige Techniker der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) als befangen, da sein Name in der DVB-T-Patentschriften steht.

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Häufige Fragen zum Thema Digitalradio

Ein Digitalradio oder digitales Radio ist ein Gerät, das digital übertragene Audioprogramme empfangen kann. Anders als beim Fernsehen bietet die Digitalisierung beim Radiosignal eine weit geringere Verbesserung der Qualität. Theoretisch kann zwar eine bessere Klangqualität erreicht werden, in der Realität wirkt sich dies zumindest bei den mobilen Endgeräten (tragbare Radios) meist kaum oder sogar gar nicht aus.

Das Digitalradio ist nicht mit dem Internetradio zu verwechseln. Das Internetradio empfängt das Programm über das Internet, und kann weltweit gehört werden. Es ist eine Version von Streaming. Das Digitalradio hingegen empfängt den regionalen Rundfunk über einen Sendemasten. Es benötigt keinen Internetempfang. Viel eher funktioniert ein Digitalradio wie ein altes Analogradio, mit dem Unterschied, dass hier der Empfang nicht direkt analog übermittelt wird. Statt die Audiosignale direkt zu übertragen, werden diese in ein Digitalsignal verwandelt, das heißt sie werden mittels Binärcode umgerechnet und in dieser komprimierten Form übertragen. Das Gerät kann das Digitalsignal wieder in ein Audiosignal übersetzen.

Ursprünglich war innerhalb der EU geplant, analoges Fernsehen und den analogen Hörfunk bis 2012 einzustellen. Die geplante Analogabschaltung lief aber nicht wie geplant und wurde immer wieder verschoben. Zuletzt wurden die Pläne für die EU-weite Abschaltung des analogen Hörfunks eingestellt.

Die Digitale Dividende sind die Frequenzbänder, die durch die Digitalisierung des Rundfunks frei wurden. Die digitale Ausstrahlung benötigt nur rund 20 bis 25 Prozent der Bandbreite eines Analogsignals bei gleicher Qualität. Daher wurden Frequenzbänder frei, die für weitere Programme verwendet werden konnten.

Teile des Frequenzbandes konnten auch für den Mobilfunk und daher für die Anbindung zum Breitbandinternet besonders im ländlichen Raum verwendet werden. Hiermit ist es möglich die Digitale Kluft zwischen Stadt und Land zu verringern.