GSM (2G)

Das GSM-Netz ist ein Mobilfunkstandard zur Übertragung, hauptsächlich genutzt für Telefonie und SMS und wurde bereits 1990 eingesetzt. Es wird auch als 2G bezeichnet, weil es der erste Standard der sogenannten zweiten Generation von Übertragungstechniken ist – dem 2G-Netz. GSM löste die analogen Systeme ab und ist der weltweit verbreitetste Mobilfunk-Standard.

GSM steht für Global System for Mobile Communications, zuvor: Groupe Spécial Mobile (zu Deutsch: Globales System für Mobilkommunikation, Sondergruppe Mobilfunk).

Funktion von GSM

GSM nutzt, im Gegensatz zu den früheren analogen Systemen, ein digitales Übertragungsverfahren. Digital bedeutet, dass das Signal in einen Binärcode übersetzt wird, der aus Nullen und Einsen besteht. Dadurch ist das Signal viel weniger störanfällig, bietet bessere Sprachqualität und wird effizienter übertragen. Das heißt, es können mehr Teilnehmer gleichzeitig telefonieren oder Daten übertragen.

Für die Übertragung wird das Signal in eine hochfrequente elektromagnetische Welle verwandelt, die von Antennen und Sendemasten aufgefangen und gesendet werden können. Diesen Vorgang nennt man auch Modulation. GSM-Netze senden nicht ständig, sondern sie pulsieren. Das heißt, sie senden nur in bestimmten Zeiträumen oder Zeitschlitzen. Da die Datenpakete allerdings 217 Mal in der Sekunde gesendet werden, kommt es aber trotzdem nicht zu Unterbrechungen bei einem Gespräch.

GPRS und EDGE

Auch die Übertragungstechniken GPRS und EDGE zählen zur zweiten Generation des GSM-Netzes, und werden daher auch 2G-Internet genannt. GPRS (General Packet Radio Service, zu Deutsch: Allgemeiner paketorientierter Funkdienst) machte es möglich von unterwegs ins Internet einzusteigen, wenn auch nur langsam mit einer Datenrate bis zu 55 kBit/s. Es wurde im Jahr 1999 eingeführt und 2001 weltweit eröffnet. Erfinder des GPRS sind Bernhard Walke und Peter Decker.

Mit EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution, zu Deutsch: Erhöhte Datenrate für GSM Entwicklung) konnten höhere Bandbreiten genutzt und eine Datenrate von bis zu 220 kBit/s erreicht werden.

Frequenzen von GSM

Die Funkübertragung der Signale findet auf der Mobilfunkfrequenz im Bereich von 900 Megahertz (mit den Teilbereichen 890 - 915 und 935 - 960 MHz) als auch von 1800 Megahertz (1710 - 1785 MHz, 1805 - 1880 MHz) statt. Der untere Frequenzbereich dient der Übertragung vom Handy zum Sendemast (auch Uplink genannt), der obere Frequenzbereich für die Übertragung vom Sendemast zum Handy (auch Downlink genannt).

Weiterentwicklung

Die Weiterentwicklung von GSM (2G) besteht aus UMTS (3G), dem 3G-Netz.

Jetzt Handytarife finden!

tarife.at findet den besten Handytarif

Häufige Fragen zum Thema GSM (2G)

Mit dem GPRS-Übertragungsstandard war erstmals echter Internetzugang von unterwegs möglich.

Da sowohl GPRS und EDGE zur zweiten Generation des GSM-Netzes gehören, die die alten analogen Netze ablösten, spricht man vom 2G-Internet.

Das 2G-Internet war im Verhältnis zu heute sehr langsam. Datenraten von 55kBit/s waren mit GPRS möglich, mit EDGE bis zu 220kBit/s.