5 böse Tricks der Anbieter

In der Werbung preisen Anbieter ihre Tarife in höchsten Tönen - das Kleingedruckte bleibt dabei gerne unerwähnt und kann im Nachgang für böse Überraschungen und Wut sorgen. Um den vorzubeugen, zeigen wir Ihnen die 5 häufigsten und fiesesten Tricks & Schummler der Anbieter.

1) Die gedrosselte Flatrate

Wo Flatrate draufsteht, ist nicht unbedingt Flatrate drin - zumindest keine vollwertige. Die meisten Anbieter greifen bei Flatrates auf eine "Fair-Use" Regelung zurück, die salopp gesagt soviel bedeutet wie : "Du kannst soviel runterladen wie du möchtest, aber wenn es uns zuviel wird drehen wir das Internet ab." . In der Praxis wird der Zugang nicht komplett blockiert, sondern derart stark eingeschränkt, dass Surfen aufgrund der enorm niedrigen Geschwindigkeit nurnoch unter Qualen möglich ist. Viele Anbieter schreiben im Kleingedruckten, ab wann diese Regelung greift. Sofern bekannt, sehen Sie bei Tarife.at die Grenze, ab der gedrosselt wird.

2) Netz-Freiminuten & Gesamt-Freiminuten

Einige Anbieter bieten bei ihren Tarifen beispielsweise 1000 Freiminuten in alle Netze sowie 2000 Freiminuten (oder gar unbegrentzt) in das eigene Netz. Die meisten Anbieter ziehen Ihnen, wenn Sie ins gleiche Netz telefonieren, diese Zeit zuerst vom Gesamt Guthaben ab - erst wenn dieses aufgebraucht ist, wird auf das Netz-Guthaben zurückgegriffen. Beispiel: Sie sind Kunde von Anbieter-1 , bei Ihrem Paket sind 500 Freiminuten in alle Netze sowie unbegrentzt ins Netz von Anbieter-1. Sie telefonieren anschließend 400 Minuten in das eigene Netz von Anbieter-1 , also jenes, wo Sie sowieso unbegrentzte Freiminuten haben. Dennoch kann es sein, dass Ihnen diese 400 Minuten von den 500 Gesamtfreiminuten abgezogen wird und Sie nurnoch 100 Freiminuten in andere Netze haben.

3) Das 0€ Handy

Die meisten Anbieter staffeln den Preis eines neues Handys abhängig vom gewählten Tarif und greifen dabei auf psychologische Tricks zurück. Die meisten Kunden wollen nichts oder sehr wenig für ihr Handy zahlen, nehmen dafür aber deutlich höhere Grundgebühren in Kauf. Da Kunden meist länger als die Mindestvertragslaufzeit es vorschreibt bei ihrem Anbieter bleiben, ist das ein großer Gewinn für die Mobilfunkunternehmen. Rechnen Sie daher stets aus, wie hoch die Gesamtkosten für jede Tarifoption ist (Daher: Gerätepreis + Laufzeit * Grundgebühr) und wählen Sie anschließend den billigsten Tarif - selbst dann, wenn Sie für das Gerät zuzahlen müssen.

4) Treuesysteme / Prämien

Mit der Zeit erhält man bei seinem Anbieter meist Treuepunkte in Form von Stufen oder Punkten, welche anschließend in ein neues Handy, kleinere Sachgegenstände (Kinogutschein etc.) oder günstigere Grundgebühren umgetauscht werden können. Dabei ist immer darauf zu achten, dass sich bei einer Verwendung der Punkte die Mindestvertragslaufzeit erhöht. Zudem spielen die Anbieter mit dem "Nicht-Verschwenden!"-Gedanken der Konsumenten, die sich oft fragen "Na geh, jetzt bin ich hier schon in Stufe 7 - wenn ich jetzt Anbieter wechsle, verliere ich das nur!". Vergleichen Sie neue Tarife dennoch bei allen Anbietern und nehmen Sie es in Kauf, gegebenenfalls Ihre Prämien zu verlieren.

5) Die MAC-Sperre

Für Breitband-Internet Kunden ist das Prinzip der MAC-Sperre interessant. Jedes Gerät, dass in einem Netzwerk angeschlossen ist, hat eine eindeutige Nummer (genauer gesagt dessen Netzwerkadapter - die "MAC"). Neben PCs, Tablets, Handys etc. haben selbstverständlich auch Modem und Router eine MAC Adresse. Anbieter können ihre Netzwerke so einstellen, dass lediglich eine MAC Adresse mit ihrem Netz kommunizieren darf - das kann soweit gehen, dass lediglich die MAC Ihres Heim-PCs erlaubt ist und keine weiteren PCs mit dem Internet verbunden werden dürfen. Ebenfalls nicht erlaubt / ohne Trickserein möglich ist es dann, den vom Anbieter übernommenen Router + Modem zu ersetzen.

Sollten Sie daher mit mehreren Geräten einen Internetanschluss teilen wollen, erkunden Sie sich, ob eine Sperre auf MAC-Basis vorliegt oder ob auch eigene Hardware an das Modem angeschlossen werden darf. Hinweis: Diese Vorgehensweise ist glücklicherweise immer seltener und wird nahezu nicht mehr angewandt, da der Konkurrenzdruck zu hoch ist und die Netze der Anbieter leistungsfähiger geworden sind. Früher war diese Sperren für Laien jedoch ein grobes Problem, weshalb es auch hier nicht fehlen darf.

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