Magenta Jahrespressekonferenz – Ergebnisse 2020

verfasst am 26.2.2021
Magenta Jahrespressekonferenz – Ergebnisse 2020

2020 war in vielerlei Hinsicht bedingt durch Corona ein einzigartiges Jahr. Dies schlägt sich auch in den Zahlen von 2020 für Magenta nieder.

Während andere Sparten wie Gastronomie völlige Einschränkungen erleben mussten, war 2020 für die Telekommunikationsanbieter das genaue Gegenteil: Hier fand über Nacht eine enorme Leistungssteigerung statt, deren Notwendigkeit zuvor nicht kalkulierbar war. Last und Produktion erfuhren eine deutliche Steigerung. Magenta CEO Andreas Bierwirth sieht daher zufrieden auf das Unternehmen und erinnert an die enorme Verantwortung, die die Telkos zu tragen haben.

Wir alle sind seit März 2020 im Home-Office, Home-Schooling oder mussten erstmals online einkaufen. Digitale Dienstleistungen waren daher noch nie so wichtig wie heute. Dieser enorme Nachfrageschub hat uns im Vorjahr beflügelt und auch die massiven Roamingverluste kompensiert.

Andreas Bierwirth
CEO Magenta

Hohes Wachstum

Das Datenwachstum für 2020 war enorm: Es gab um 200 Prozent mehr Internet- und Videotelefonie. Dies ist vor allem dem Home Office geschuldet, denn zuvor waren Anwendungen wie FaceTime und Co vor allem privat genutzt worden. Nun hat man diese Kommunikationsmöglichkeiten auch für die beruflichen Ebenen geöffnet.

Bedingt durch die Lockdowns gab es einen Anstieg von 56 Prozent beim Datenwachstum, aufzuteilen auf 62 Prozent über Festnetz und 41 Prozent über Mobilfunk. Es wurde auch deutlich mehr gezockt: Ein Wachstum von 150 Prozent gibt es beim Gaming.

Mehr Anschlüsse über Magenta

Vor Corona waren nur sechs Prozent der österreichischen Haushalte an eine Gigabit-Internetleitung angeschlossen. 2020 steigerte sich dies auf unglaubliche 38 Prozent. Dabei handelt es sich um 1,4 Mio. Haushalte, was Magenta zum führenden Highspeed-Internet-Anbieter in Österreich an die Spitze katapultiert.

Auch gibt es ein Wachstum an Neukunden: Im Jahr 2020 gab es einen Zuwachs von 56.000 Mobilfunkkunden und ein Plus von 24.000 Breitbandkunden. Die Zahl der Mobilfunkkunden im Netz von Magenta Telekom lag somit per Ende 2020 bei 5,07 Millionen SIM-Karten und damit um rund ein Prozent über dem Vorjahreswert von 5,02 Millionen SIM-Karten.

Die Zahl der Breitbandkunden (Glasfaserkabel-Internet und DSL) wuchs um knapp vier Prozent auf 635.000 Anschlüsse (2019: 612.000 Anschlüsse).

TV Anschlüsse hingegen verzeichnen, wie überall in der Branche, einen leichten Rückgang von 2,8 Prozent, von 433.000 auf 421.000 Teilnehmer. Dies ist den neuen Streamingdiensten geschuldet, denn immer weniger Kunden greifen zu den linearen Produkten. In den Zahlen ist allerdings die Magenta TV App nicht berücksichtigt, die man in Zukunft stärker ausbauen möchte.

Dominanter 5G Ausbau

Auch der 5G-Ausbau wird stark forciert. 2020 können nun 40 Prozent aller Haushalte mit 5G versorgt werden. Für dieses Jahr möchte man die 50-Prozent-Marke knacken. Um sich im Wettbewerb besser positionieren können, ist man nun stolz, bei der Frequenzauktion die besonders wichtigen Frequenzblöcke von 700, 800, 900 und 1500 MHz ersteigert zu haben.

Diese Frequenzen verfügen über die Eigenschaften besonders guten Empfang bei der Indoor-Versorgung zu leisten. Zudem eignen sie sich gerade im niedrigen Bereich dazu weite Strecken abdecken zu können. Durch den Erwerb der Frequenzen möchte sich Magenta daher positiv gegenüber den Mitbewerbern positionieren.

Hier sieht man aber auch den steigenden Bedarf nach High-Speed-Internet und plant eine weitere Digitalisierung ein. Ein festes Ziel setzt sich Magenta auch hier: Man möchte bis Ende 2023 österreichweit 5G-Internet bieten. Daher steht der Fokus stark auf dem Ausbau, bei dem man 5G aufs Land bringt.

Mehr Internet der Dinge

Die Mobilfunkversorgung mit LTE per Ende 2020 lag bei 98,6 Prozent der Bevölkerung in Österreich, zudem ging Ende 2020 auch das neue Maschinennetz LTE-M („Long Term Evolution for Machines“) in Betrieb, welches neue Bandbreiten für IoT-Lösungen bietet und 95,3 Prozent der Bevölkerung erreicht.

Bereits seit 2018 bietet das österreichweite Maschinennetz Narrowband-IoT eine Versorgung für IoT-Lösungen mit geringem Bandbreitenbedarf. Dieses ist österreichweit in 99 Prozent aller Betriebe und Haushalte verfügbar.

Magenta Finanzen und Investitionen 2020

Trotz des massiven Einbruchs durch den Wegfall von Roaminggebühren, konnte Magenta ein Umsatzplus von 2 Prozent Steigerung erreichen. 2020 schaffte man einen Umsatz von 1.301,9 Mio. Euro (Vorjahreswert: 1.276,2 Mio. Euro). Im bereinigten EBITDA AL kommt man sogar auf eine Steigerung von sechs Prozent. Dieses macht 496 Mio. Euro aus (Vorjahr: 467,4 Mio. Euro).

Aufgrund der sprunghaft gestiegenen Nachfrage ab März 2019 wurden die Netzinvestitionen deutlich erhöht und teilweise vorgezogen. Dabei gab Magenta für den Netzausbau deutlich mehr aus: CAPEX um elf Prozent auf 268,1 Mio. Euro erhöht. Diese Hochinvestition möchte Magenta fortsetzen und sogar beschleunigen.

Wir haben damit mehr investiert als wir an Umsatzanstieg oder an Gewinnanstieg haben und sind uns damit unserer Verantwortung für Österreich bewusst.

Andreas Bierwirth
CEO Magenta

Stieg Magenta vor Jahren noch als Alternativlösung ein, gilt Österreich heute als Kernmarkt für den weltweiten Konzern. Gerade deswegen sieht man einen Führungsanspruch und betont die Verantwortung.

Klimaschutz

Verantwortung möchte man aber nicht nur im Bereich der Netzauslastung tragen, sondern sieht sich auch im Bereich des Umweltschutzes deutlich positioniert. So wurde das Klimaschutzziel 2020 erreicht und konnte 20 Prozent der Emissionen verringern. Nun verschärft man für die nächsten Jahre den eigenen Anspruch und möchte noch grüner werden.

Netzqualität

Zusätzlich zu Corona muss sich Magenta aber auch mit der Problematik mit HUAWEI auseinandersetzen. Zwar betont man die gute Produktqualität, aber möchte flexibler bei Antennenherstellern werden. Dazu gibt es den Feldversuch OpenRAN, der es möglich machen soll mehrere Anbieter miteinander zu kombinieren ohne die Qualität einzuschränken. Dies soll für mehr Sicherheit sorgen, um bei unerwartetem Wegfall eines Anbieters auf andere zurückgreifen zu können.

Magenta für alle?

Vermehrt möchte man in Zukunft die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Kundengruppen erkennen, um möglichst ganze Familien zu erreichen. So möchte man die benötigten Produkte erkennen um weitere Zielgruppen zu erreichen.

Für das Jahr 2021 ist es unser Ziel, unseren Kundinnen und Kunden ein noch besseres Erlebnis im Internet zu bieten. Wir haben ein neues Investitionsprogramm gestartet und treiben den österreichweiten Ausbau von 5G voran und werden heuer die letzten 100.000 Haushalten im bestehenden Glasfaserkabelnetze zu Gigabit-Netzen aufrüsten. Damit werden per Jahresende 1,5 Millionen Haushalte und Betriebe in Österreich gigabitfähig sein.

Andreas Bierwirth
CEO Magenta

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Über den Autor
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.