Welche Vorwahl wird von welchem Mobilfunker genutzt? Und warum gibt es verschiedene? Alle Infos zu den Vorwahlen Deines Handytarifs.
Alle Mobilfunknummern in Österreich beginnen mit 06. Dann folgen zwei weitere Stellen der Vorwahl, die je nach Anbieter verschieden sind. Erst danach folgt Deine individuelle Rufnummer, die zumeist aus sieben oder acht Ziffern besteht.
Vorwahlen im Mobilfunk
Bei einer Neuvergabe sind folgende Vorwahlen dem jeweiligen Anbieter zugeordnet:
- A1: 0664
- BE.funkt: 0699
- bob: 0680, 0688
- Drei: 0660, 0699
- educom: 0678
- Eety: 0665
- GeOrg: 0681
- goood: 0681
- HoT: 0677
- Hörbi: 0665
- KabelPlus Mobile: 0686
- Krone/Kurier: 0681
- Lidl Connect: 0690
- LIWEST Mobil: 0677
- Lyca Mobile: 0688
- Magenta: 0676, 0650, 0678
- MTEL: 0667
- Raiffeisen Mobil: 0677
- RedBull MOBILE: 0664
- S-Budget: 0650
- SIMfonie: 0681
- spusu: 0670
- VOLmobil: 0676
- Wowww!: 0681, 0699
- YELLLOW: 0693
- yesss!: 0681, 0699
- Yooopi: 0681, 0699
- XOXO: 0699
Portierung
Auch wenn die Rufnummer bei einem Anbieter vergeben wurde, kannst Du mittels Rufnummernmitnahme Deine Handynummer von einem Anbieter zu einem anderen übertragen lassen. Dies wird auch Portierung genannt und dabei wird stets die gesamte Rufnummer mit Vorwahl übertragen. Daher kann man alleine von der Vorwahl nicht darauf schließen, in welches Netz man anruft.
Bis vor einigen Jahren erfolgte ein kurzer automatischer Hinweis beim Verbindungsaufbau, wenn die angewählte Nummer zu einem anderen Anbieter portiert wurde. Dabei wurde gesagt, zu welchem Anbieter man nun anruft. Dies ist, da Telefonie so viel billiger wurde, mittlerweile kaum noch der Fall. Du kannst es aber bei manchen Anbietern in Deiner App oder im Kundenportal umstellen.
Anbieter und Netz
Nicht jeder Anbieter stellt ein eigenes Netz zur Verfügung. Die meisten mieten sich in eines der drei bestehenden Mobilfunknetze ein. Derzeit operieren in Österreich nur drei verschiedene Mobilfunknetzbetreiber: A1 Telekom Austria, Magenta Telekom und Hutchison Drei Austria.
Anbieter, die ein bestehendes Netz nutzen, werden auch „virtuelle Anbieter“, kurz MVNO genannt. Zusätzlich gibt es auch Nebenmarken und Branded Reseller.
Warum aber gibt es in Österreich verhältnismäßig so wenig Mobilfunknetzbetreiber? Bei uns endete das staatliche Monopol für den Telekommunikationsmarkt erst 1996. Zuvor war ausschließlich die PVT (Österreichische Post- und Telegraphenverwaltung) für Mobilfunk zuständig, die nach der Privatisierung zur A1 Telekom Austria wurde. In anderen Ländern konnten Privatnetze viel früher einsteigen und ein Netz aufbauen, daher gibt es dort mehr Netzanbieter.
Vergabe von Handynummern
Alle Rufnummern werden von der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) erstellt und vergeben. Die Weitergabe und Nutzung innerhalb der Vorwahlbereiche erfolgt durch den jeweiligen Anbieter.
Verwechslungsgefahr
Nicht nur Mobilfunkrufnummern beginnen mit 06, auch österreichische Festnetznummern können damit beginnen. Es handelt sich dabei um Rufnummern aus dem Bundesland Salzburg. Bei Festnetznummern ist die Vorwahl allerdings fünfstellig, bei Mobilfunknummern vierstellig.
Virtuelle Rufnummern
Außerdem gibt es auch sogenannte virtuelle Rufnummern. Dabei kann eine Ortsvorwahl verwendet werden, auch wenn der feste oder mobile Telefonanschluss sich an einem völlig anderen Ort befindet. Mit einem virtuellen Telefondienstanbieter erhält man eine Telefonnummer, die aussieht wie eine normale geografische oder nationale Telefonnummer. Trotzdem kann es sich dabei um eine Mobilfunkgespräch handeln. Keine Sorge, du zahlst immer die Kosten, die dir auch bei einem regulären Gespräch ins Festnetz verrechnet würden. Bei Mehrwertdiensten muss dir eine Gebühr vor Gesprächsbeginn mitgeteilt werden.
( Zuletzt aktualisiert: 31.03.2026. Ursprünglich veröffentlicht: 03.08.2020 )