Handytarife für Arbeitslose und Mindestsicherung

Handytarife für Arbeitslose und Mindestsicherung

Wer arbeitslos ist oder Mindestsicherung bezieht, für den ist die finanzielle Situation ganz allgemein nicht einfach. Zumindest beim Handy gibt es aber eine Möglichkeit die Handyrechnung zu einem Teil oder ganz bezahlt zu bekommen. Wir erklären, wie du ein günstiges Handy findest und wie du zu einem solchen Sozialtarif kommst.

Ohne genug Geld kann das mit dem Handy schwierig sein. Einfach ein 0 Euro Handy mit einem Vertrag bestellen? Dies hängt stark davon ab, wie es um deine Bonität bestellt ist. Häufen sich etwa schon die Rechnungen, dann wirst du eher keinen Vertrag mit einem inkludierten Handy bekommen.

Tipp: Sozialtarife wie den spusu sozialtarif gibt für Bezieher von Arbeitslosengeld oft gratis!

Du kannst in unserem Tarifvergleich diesen Zuschuss berücksichtigen, indem du den Reiter "GIS Befreiung / Sozialtarif“ aktivierst. So kannst du gezielt nach Sozialtarifen suchen.

Anbieter prüfen deine Bonität

Bei jedem Anbieter findet vor jedem Vertragsabschluss immer eine Bonitätsprüfung statt. Dabei wird deine Kreditwürdigkeit bei Datenbanken wie dem Kreditschutzverband (KSV1870) ganz schnell festgestellt. Dies macht der Anbieter um sicherzugehen, dass du deine zukünftigen Rechnungen bei ihm auch grundsätzlich bezahlen kannst. Schaut es diesbezüglich eher nicht gut aus, oder wurdest du von einem Anbieter schon einmal abgelehnt, dann nimm dir lieber einen SIM only oder Wertkartentarif. Hier sind die Anbieter viel flexibler und geben dir den Tarif auch bei negativer Bonitätsauskunft.

Wenn deine Bonität gut ist und immer alle Rechnungen bezahlt wurden, brauchst du dir hier etwas weniger Sorgen zu machen. Dann kannst mitunter auch ein Handy mit Vertrag nehmen. Doch dabei musst du besonders darauf achten, welchen Anbieter du auswählen kannst. Mehr dazu weiter unten bei den Anbietern.

Wir empfehlen dir aber auch dann ein möglichst günstiges Handy mit einem möglichst kleinen Tarif zu nehmen, damit die Bonitätsprüfung nicht negativ verläuft.

Die meisten Sozialtarife sind aber sowieso SIM only, das heißt du bekommst einen Vertrag ohne Handy, oder es sind Wertkartentarife. Wenn du noch ein altes Handy zur Verfügung hast, kannst du dieses nutzen und brauchst dir keines zu kaufen.

GIS Befreiung: Kostenlose Handytarife für Arbeitslose

Wenn du arbeitslos bist oder Mindestsicherung beziehst, kannst du dich von der GIS von den Rundfunkgebühren befreien. Mit diesem Antrag kannst du auch eine „Zuschussleistung zum Fernsprechentgelt“ beantragen. Das heißt deine Handyrechnung wird zum Teil bezahlt oder ganz bezahlt. Dafür bekommst du pro Monat bis zu 12€ zur Verfügung gestellt.

Den Antrag auf Befreiung kannst du hier herunterladen.

Sende das ausgefüllte und unterschriebene Formular mit allen notwendigen Unterlagen via Brief oder E-Mail an:

  • per Post: GIS Gebühren Info Service GmbH, Postfach 1000, 1051 Wien
  • per E-Mail: kundenservice@gis.at
Melde das so schnell wie möglich an, es gilt nämlich nicht rückwirkend, sondern ab dem Tag, an dem dein Schreiben bearbeitet worden ist.

Wird der Antrag bewilligt, musst du diesen an deinen Anbieter weiterleiten. Der Bescheid ist mit höchstens 5 Jahren befristet, vor Ablauf erhältst du eine Benachrichtigung und musst erneut einen Antrag stellen.

Wichtig ist, dass du den Anbieter genau so angibst, wie das vorgeschrieben ist. Vorsicht, denn die offiziellen Firmennamen lauten manchmal anders als die Marke: So heißt spusu offiziell Mass Response Service GmbH und Magenta heißt T-Mobile Austria GmbH. Weiter unten schreiben wir dir unter jedem Anbieter die offizielle Bezeichnung, die du angeben musst, dazu.

Voraussetzungen für Antrag

Es gibt eine Reihe von Voraussetzungen für den Antrag. So darfst du logischerweise nur einmal Zuschussleistung zum Fernsprechentgelt beziehen und es nicht doppelt für zwei verschiedene Rufnummern fordern. Außerdem darf pro Haushalt nur eine Zuschussleistung bezogen werden.

Du musst beim AMS gemeldet sein und „Bezieher von Leistungen nach dem aktuellen Arbeitslosenversicherungsgesetz“ (Arbeitslosengeld beziehen), oder aber „Bezieher von Leistungen und Unterstützungen aus der Sozialhilfe oder der freien Wohlfahrtspflege oder aus sonstigen öffentlichen Mitteln wegen sozialer Hilfsbedürftigkeit“ (Mindestsicherung beziehen).

Du musst an dem Standort, für den du den Antrag stellst, deinen Hauptwohnsitz haben und der muss in Österreich liegen. Zudem musst du volljährig sein. Die Nummer, für die du um Zuschuss beantragst, darf nicht für geschäftliche Zwecke genutzt werden. Keine Sorge, normale Anrufe um eine Arbeit zu bekommen oder sich ein Vorstellungsgespräch auszumachen, fallen da nicht darunter. Aber es darf nicht als Firmenhandy für jemand anderen dienen.

Maximales Haushaltseinkommen

Ein wichtiger Punkt ist auch das maximale Haushaltseinkommen. Der Antrag bezieht sich auf das Nettoeinkommen aller in einem Haushalt lebenden Personen. Dieses Einkommen darf den gesetzlich geregelten Befreiungsrichtsatz nicht überschreiten. Die Grenze liegt seit 1.1. 2020 für eine Person bei 1.082,65 Euro, bei einem zwei Personen Haushalt bei 1.707,99 Euro und für jede weitere Person je 167,05 Euro zusätzlich zu diesem Betrag.

Hier kannst du auch einige Ausgaben geltend machen, etwa den Hauptmietzins einschließlich der Betriebskosten im Sinne des Mietrechtgesetzes sowie anerkannte außergewöhnliche Belastungen im Sinne der Paragraphen 34 und 35 des aktuellen Einkommenssteuergesetzes.

Unterlagen für den Antrag

Mitschicken mit dem ausgefüllten Antrag musst du:

  • Bestätigung über AMS-Leistungsbezug oder Mindestsicherung

  • Kopien der Meldebestätigung des Antragsstellers und aller im Haushalt lebenden Personen

  • Einkommensverhältnisse aller im Haushalt lebenden Personen durch eine Bestätigung vom Finanzamt, dazu zählen ebenfalls Einkommen aus geringfügigen oder Teilzeitbeschäftigungen sowie Alimente.

Anbieter für Sozialtarife

Leider gibt es nicht bei allen Anbietern einen Zuschuss. Außerdem funktioniert es unterschiedlich: Bei einigen Anbietern bist du an einen bestimmten Tarif gebunden, andere schreiben den Betrag auf der Rechnung gut oder stellen dir Freiminuten im Wert des Zuschusses zur Verfügung.

Auch die Höhe des Zuschusses kann je nach Anbieter unterschiedlich hoch ausfallen. Wir listen dir die Möglichkeiten auf. Besonders empfehlen wir die Anbieter spusu und bob für einen Sozialtarif.

Spusu - empfohlen

Bei Spusu gibt es den Tarif spusu sozial mit 1.000 Minuten 500 SMS sowie 10 GB für alle mit positivem Bescheid der GIS kostenlos statt um 12€ monatlich. Alles ohne versteckte Kosten, ohne Aktivierungsgebühr und ohne jährlicher Servicepauschale. Auch eine Mindestvertragsdauer gibt es nicht. Nicht verbrauchte Minuten, SMS und Daten kannst du teilweise ins nächste Monat mitnehmen. Du kannst den Spusu Sozialtarif online bestellen, benötigst allerdings einen positiven GIS Bescheid.

Hier geht es zu allen Infos zu spusu sozial.

Um den Zuschuss bei spusu zu beantragen, fülle den Punkt 3 beim Antragsformular (siehe oben) bitte wie folgt aus: spusu, Mass Response Service GmbH.

bob – empfohlen

Bei bob bekommst du eine monatliche Gutschrift von 12 Euro auf deinen Vertragstarif. Dies eignet sich daher auch für Verträge mit Handy. Hier musst du dann monatlich nur wenige Euro aufzahlen.

Hier geht es zu allen Infos zu bob sozialzuschuss.

Um den Zuschuss bei bob zu beantragen, fülle den Punkt 3 beim Antragsformular (siehe oben) bitte wie folgt aus: A1 Telekom Austria AG.

A1

Bei A1 kannst du entweder den B.Free Social Tarif wählen, oder aber 12 Euro von deiner Handyrechnung abziehen lassen: Dies ist sowohl für B.free Social, A1 Festnetz, Internet, Kombi oder Handytarife möglich. Zusätzlich zum monatlichen Zuschuss auf die Rechnung schenkt A1 jedem Zuschussberechtigten für die Produkte A1 Festnetz und A1 Kombi 60 Freiminuten innerhalb Österreichs in alle Netze.

Den B.Free Social kannst du ausschließlich in A1 Shops anmelden – bitte nimm den original GIS Bescheid sowie einen Lichtbildausweis mit.

Hier geht es zu allen Infos zum A1 Zuschuss.

Um den Zuschuss bei A1 zu beantragen, fülle den Punkt 3 beim Antragsformular (siehe oben) bitte wie folgt aus: A1 Telekom Austria AG.

Drei

Bei Drei kannst du den Tarif Drei Wertkarte Sozial wählen oder aber den Zuschuss von 10 Euro von deiner Rechnung abziehen lassen. Der Tarif im Wert von 10 Euro hat keine Grundgebühr, bietet 1.500 Minuten, 500 SMS und 4 GB Datenvolumen.

Drei Wertkarte Social kann ausschließlich via Telefon unter der Nummer 0660 30 30 50 bestellt werden – du benötigst auch hier einen positiven GIS Bescheid sowie einen amtlichen Lichtbildausweis.

Hier geht es zu allen Infos zu Drei Wertkarte Sozial.

Um den Zuschuss bei Drei zu beantragen, fülle den Punkt 3 beim Antragsformular (siehe oben) bitte wie folgt aus: Hutchison Drei Austria GmbH.

HELP mobile

Bei HELP mobile gibt es den Tarif HELP GIS befreit mit 10 GB, 1.000 Minuten und 500 SMS gratis für alle mit positivem GIS-Bescheid, statt um 12 Euro.

Hier geht es zu allen Infos zu HELP mobile GIS befreit.

Um den Zuschuss bei HELP mobile zu beantragen, fülle den Punkt 3 beim Antragsformular (siehe oben) bitte wie folgt aus: HELP mobile, Mass Response Service GmbH.

Magenta

Bei Magenta kann der Sozialzuschuss ausschließlich mit dem Tarif Klax Sozial verwendet werden. Klax Sozial in der Höhe von 10 Euro wird in den ersten Tagen des Monats von Magenta aufgeladen. Es stehen 1.000 Minuten oder SMS und 8GB Datenvolumen zur Verfügung. Solltest du mehr Guthaben benötigen kannst du selbstverständlich jederzeit selbst dein Guthaben zusätzlich aufladen.

Klax Sozial kann in jedem Magenta Shop oder über das Magenta Kontaktformular angemeldet werden. Du brauchst dafür den positive GIS-Bescheid im Original, sowie einen amtlichen Lichtbildausweis.

Hier geht es zu allen Infos zu Magenta Klax Sozial.

Um den Zuschuss bei Magenta zu beantragen, fülle den Punkt 3 beim Antragsformular (siehe oben) bitte wie folgt aus: T-Mobile Austria GmbH.

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Über den Autor
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.

Häufige Fragen zum Thema Handytarife für Arbeitslose und Mindestsicherung

Wann wird man von der GIS befreit?

Bei sozialer als auch bei körperlicher Hilfsbedürftigkeit kann eine Befreiung von diesen Gebühren beantragt werden. Hilfsbedürftige laut GIS sind:

  • Arbeitslose
  • Bezieher der Mindestsicherung
  • Gehörlose
  • Pensionisten mit niedrigem Einkommen
  • Bezieher von Pflegegeld oder anderen
  • Studenten die Studienbeihilfe beziehe
  • Bezieher von Leistungen aus sonstigen öffentlichen Mitteln (wie zum Beispiel Zivildiener oder Rezeptgebührenbefreite)

Zusätzlich gilt aber, dass das gesamte Haushaltseinkommen bei einer Person im Haushalt nicht über 1.082,65 Euro ausmachen, bei zwei Personen nicht über 1.707,99 Euro übersteigen darf. Für jede weitere im Haushalt lebende Person kommen 167,05 Euro dazu. Sollte die Grenze überschritten werden, gibt es abzugsfähige Ausgaben, wie etwa außergewöhnliche Belastungen, 24 Stunden Betreuung oder einen hohen Mietaufwand (Stand Juli 2020).

Ich bin GIS befreit. Welche Tarife gibt es für mich?

Wer von den Rundfunkgebühren befreit ist, kann zusätzlich auch von der Ökostrompauschale befreit werden und bekommt eine Zuschussleistung zum Fernsprechentgelt. Früher war dies die Befreiung von der Telefongrundgebühr, heute handelt es sich um 10 Euro, die der Grundgebühr gutgeschrieben werden. Leider kann dies nur bei bestimmten Anbietern und Tarifen bezogen werden. Den Zuschuss gibt es immer nur einmal pro Haushalt.

Für folgende Anbieter kann die Zuleistung zum Fernsprechentgelt beantragt werden:

  • A1 Handytarife, A1 Internettarife und Bfree Social
  • bob Sozialzuschuss
  • Drei Nimm3 Sozial
  • HELP Mobile HELP GIS befreit
  • Magenta Klax sozial
  • Spusu spusu GIS befreit
Bekomme ich ein Handy, wenn ich keine GIS zahlen muss?

Nein, aber du kannst einen Handytarif erhalten. Wer von den Rundfunkgebühren befreit ist, kann zusätzlich auch von der Ökostrompauschale befreit werden und bekommt eine Zuschussleistung zum Fernsprechentgelt. Früher war dies die Befreiung von der Telefongrundgebühr, heute handelt es sich um 10 Euro, die der Grundgebühr gutgeschrieben werden. Leider kann dies nur bei bestimmten Anbietern und Tarifen bezogen werden. Den Zuschuss gibt es immer nur einmal pro Haushalt.

Für folgende Anbieter kann die Zuleistung zum Fernsprechentgelt beantragt werden:

  • A1 Handytarife, A1 Internettarife und Bfree Social
  • bob Sozialzuschuss
  • Drei Nimm3 Sozial
  • HELP Mobile HELP GIS befreit
  • Magenta Klax sozial
  • Spusu spusu GIS befreit
Wer muss keine Rundfunkgebühren bezahlen?

Menschen mit wenig Einkommen oder anderer Hilfsbedürftigkeit können sich von den Rundfunkgebühren befreien lassen.

Hilfsbedürftige laut GIS sind:

  • Arbeitslose
  • Bezieher der Mindestsicherung
  • Gehörlose
  • Pensionisten mit niedrigem Einkommen
  • Bezieher von Pflegegeld oder anderen
  • Studenten die Studienbeihilfe beziehe
  • Bezieher von Leistungen aus sonstigen öffentlichen Mitteln (wie zum Beispiel Zivildiener oder Rezeptgebührenbefreite)

Zusätzlich gilt aber, dass das gesamte Haushaltseinkommen bei einer Person im Haushalt nicht über 1.082,65 Euro ausmachen, bei zwei Personen nicht über 1.707,99 Euro übersteigen darf. Für jede weitere im Haushalt lebende Person kommen 167,05 Euro dazu. Sollte die Grenze überschritten werden, gibt es abzugsfähige Ausgaben, wie etwa außergewöhnliche Belastungen, 24 Stunden Betreuung oder einen hohen Mietaufwand (Stand Juli 2020).