Stromkosten sparen - Tipps für weniger Kosten

Stromkosten sparen - Tipps für weniger Kosten

Die Strompreise explodieren, aber ohne Strom geht es halt auch nicht. Damit Du nicht im Dunkeln sitzen musst, haben wir die besten Spartipps zusammengetragen, damit Du weißt, an welchen Schrauben Du drehen musst, um den Verbrauch zu senken ohne Lebensqualität zu verlieren.

Das Wichtigste gleich zuerst: Besorg Dir einen ordentlichen und vor allem günstigen Stromtarif. Denn damit kannst Du am meisten Geld sparen (und Du musst auch nicht alle Gewohnheiten ändern.) Wer glaubt, dass der Anbieter, bei dem man schon seit Jahren ist, einem aus Treue besonders gute Angebote macht, der zahlt in den meisten Fällen drauf.

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1. Wash it all away

Gerade beim Thema Waschen gibt es extrem viel Sparpotential und das, obwohl Du dafür nicht einmal auf etwas verzichten musst. Plus hier schonst Du nicht nur Deinen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Moment - ausgerechnet beim Wasser? Was hat das denn mit Strom zu tun? Das Wasser selbst ist hier gar nicht gemeint, sondern die Erhitzung des Wassers, als auch der Stromverbrauch von Waschmaschine und Trockner.

  • Waschmaschine effizient nutzen: Belade die Waschmaschine immer voll, bevor Du sie startest. Viele Leute nutzen die Waschmaschine auch halbvoll, doch das kostet genauso viel Energie, wie wenn die voll beladene Waschmaschine wäscht. Besser für den Stromverbrauch ist es ein, zwei Tage mit dem Waschen zu warten und dann mit der vollen Maschine durchzustarten.

  • Niedrige Temperaturen verwenden: Nimm 30 Grad statt 60. Hohe Temperaturen sind ein Relikt aus grauer Vorzeit, weil damals die Waschmittel so schwach waren. Heute sind sie schlichtweg nicht notwendig, denn Wäsche wird mit 30 Grad genauso sauber. Plus Dein Lieblingsshirt hält dann auch wesentlich länger, weil die Fasern weniger beansprucht werden.

  • An der Leine: Verzichte auf einen Wäschetrockner und trockne die Wäsche auf einer Leine oder einer Wäschespinne. Der Stromverbrauch von Wäschetrocknern ist abwegig hoch, er gehört zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Dabei schadest Du den meisten Textilien. Plus die abgegebene Feuchtigkeit der Wäsche sorgt für ein angenehmeres Raumklima, besonders bei trockener Heizungsluft. Angst vor Schimmel brauchst Du keine zu haben, wenn Du dazwischen ordentlich stoßlüftest.

  • Nutze energiesparsame Geräte: Wenn Du eine uralte Waschmaschine oder einen Trockner nutzt, kosten diese viel Geld in der Erhaltung. Ein neues und energiesparendes Gerät ist oft nicht teuer und bedeutet gleichzeitig weniger Stromkosten. Hier bei Geizhals findest du günstige.

2. Hot and Cold

In der Küche gibt es viele Haushaltsgeräte, bei denen man sehr einfach Strom sparen kann, und trotzdem etwas Gutes auf den Tisch bringen. Das Sparpotential macht in Summe in der Küche oft ein paar hundert Euro im Jahr aus.

  • Reguliere die Temperatur: Im Kühlschrank reichen 7 Grad Celsius und in der Gefriertruhe -18 Grad. Wesentlich kühler kostet viel Strom und bringt keine Mehrleistung. Ja, schon ein paar Grad mehr machen hier ganz gigantische Unterschiede. Durchschnittlich erhöht jedes einzelne Grad kühler den Stromverbrauch um ca. 10 Prozent. Wenn Du also 4 Grad statt 7 verwendest, zahlst Du rund 30 Prozent mehr Stromkosten für die Kühlung als nötig - und kannst die Butter nicht ordentlich streichen. Dazu kommt auch, dass Kühlschränke einen relativ hohen Stromverbrauch haben.

  • Abtauen oder NoFrost: Taue Dein Gefrierfach regelmäßig ab, denn das zugefrorene Fach braucht extrem viel Strom. Besser noch: Kaufe NoFrost-Geräte, denn damit musst Du Dich nicht mehr mit dem lästigen Abtauen ärgern. Und das Beste daran: Diese Geräte kosten kaum mehr: Hier bei Geizhals findest Du sie besonders günstig.

  • Tür zu: Wie hat die Mama früher immer gesagt? Steh nicht so lang beim offenen Kühlschrank herum. Und wir geben ihr Recht. Überleg Dir vorher was Du möchtest und öffne dann erst die Kühlschranktür. Langes Offenhalten der Tür verbraucht enorm viel Energie, weil die Wärme des Raumes in den Kühlschrank kriecht, und die Kälte aus dem Kühlschrank herausfließt. Das hilft nebenbei auch bei der gesunden Ernährung, weil man dann prinzipiell weniger Essen gedankenlos in sich stopft, sondern etwas bedachter isst.

  • Deckel drauf: Noch ein Klassiker - Deckel drauf! Wer mit dem Deckel am Kochtopf kocht, braucht weniger Strom. Im Durchschnitt wird hier bis zu 65 Prozent Energie gespart.

  • Technik von heute: Nutze moderne Küchengeräte, die moderne Technik haben. Also etwa einen superschnellen Induktionsherd, statt einen mit Ceranfeld. Damit sparst Du viel Energie und Zeit. Hier bei Geizhals findest Du günstige. Achte beim Kauf von Geräten generell auf die Effizienzklasse. Achtung, die Effizienzklassen wurden seit März 2021 geändert. Alte Herde mit Kochplatten aus Metall gehören bestenfalls ins Museum. Sie sind ineffiziente Stromfresser.

  • Volle Maschine: Lass den Geschirrspüler nur laufen, wenn er ganz voll ist. Wie bei der Waschmaschine gilt auch hier: Eine halbe Ladung frisst genauso viel Energie, wie eine ganze. So kannst Du viel Strom sparen. Auch Energiesparprogramme zahlen sich aus.

3. This little light of mine

Energieeffiziente Beleuchtung spart sehr viel Strom. Dazu musst Du nicht etwa im Dunkeln sitzen, ganz im Gegenteil! Schöne Beleuchtung hebt die Stimmung und ist wichtig. Aber nutzlos verschwendete Energie und dementsprechend hohe Stromrechnungen drücken leider nicht nur die Geldbörse, sondern auch auf die Psyche. Bei der Effizienz der Beleuchtung geht es vor allem darum, dass Du Licht dort nutzt, wo Du es brauchst.

  • LEDs verwenden: Alte Glühbirnen, Halogen- oder Energiesparlampen haben in einem modernen Haus nichts mehr verloren. Sie fressen einfach zu viel Strom und erzeugen mehr Hitze als Licht. Tausche sie gegen ultrasparsame LEDs aus. Hab keine Angst vor Blaulicht, die neuen Lampen sind längst auch in schönem Warmweiß erhältlich und tauchen Dein Zuhause in eine wohlige Atmosphäre aus Licht.

  • Nicht unnötig brennen lassen: Wer den Raum zuletzt verlässt, sollte das Licht ausschalten. Gerade mit Kindern kann das aber ein Problem darstellen. Nutze in dem Fall Bewegungsmelder, die sich nach einiger Zeit automatisch ausschalten. Für Wohnräume eignen sich diese zwar weniger, aber sehr wohl für das Treppenhaus und den Keller. Bei letzterem fehlt einem oft sowieso eine Hand, um das Licht auf- und abdrehen zu können, weil man etwas trägt. Überraschend praktisch sind Bewegungsmelder auch für WC, Bad, Abstellraum oder eine Speis.

  • Nutze smarte Lösungen: Gerade mit SmartLED kannst du Licht auch automatisch und auf Zuruf steuern. So kann eine smarte Beleuchtung um eine bestimmte Zeit an- aber auch ausgeschaltet werden. Mehr dazu findest Du in unserem Ratgeber Wie mache ich mein Zuhause zum Smart Home?

4. She keeps me warm

Auch beim Thema Heizen kannst Du viel sparen. Und nein, dafür musst Du nicht frieren. Im Gegenteil, Du sollst es kuschelig warm haben - aber nicht dafür das letzte Hemd geben müssen um Deine Rechnungen bezahlen zu können. Zwar Heizen nur rund vier Prozent aller österreichischen Haushalte mit Strom, aber die Tipps sind auch für andere Heizungsarten gewinnbringend.

  • Smart sein: Auch hier zahlt sich smart sein aus - nutze smarte Thermostate, mit denen Du die Heizkosten deutlich reduzieren kannst. So wird die Raumtemperatur konstant gehalten und manche Räume, wie das Schlafzimmer, nicht unnötig aufgeheizt.

  • Stoßlüften: Stoßlüften ist besser als die Fenster gekippt zu lassen. So bekommst Du genug Frischluft und heizt nicht “für draußen”. Idealerweise solltest Du dabei die Heizkörper runterdrehen und dann für etwa fünf bis zehn Minuten das Fenster weit öffnen. So kann die verbrauchte Luft raus und frische Luft herein, ohne dass Deine Wände auskühlen.

  • Wände dämmen: Wie gut ist Dein Haus gedämmt? Gute Wärmedämmung ist wichtig, damit die Wärme nicht verloren geht. Damit lassen sich bis zu 15 Prozent der Heizkosten sparen. Es gibt Dämmplatten aus dem Baumarkt, die aus Schaum, Holz oder auch Mineralwolle bestehen - oft auch schon als Verbundplatten aus mehreren Stoffen, die Du direkt an die Wand schrauben oder kleben kannst. Lasst Dich hier im Baumarkt beraten, welche Version am besten für Dein Zuhause geeignet ist. Denn je nachdem auf welchen Untergrund Du die Platte befestigst, könnte sonst die Wand dahinter beginnen zu schimmeln.

  • Fenster dämmen: Fenster sollten modernes Dreifachglas haben. Dabei kannst Du Dir aber auch mit Isolierfolie (auch Luftkissenfolie) behelfen.Diese reflektiert die Wärme in den Raum zurück, damit im Winter die Kälte nicht hereinkriecht. Gleichzeitig spiegelt sie die Sonnenstrahlen nach außen zurück, damit es im Sommer nicht unendlich heiß wird. Mit einer solchen Folie lassen sich bis zu 20 Prozent Heizkosten sparen und üblicherweise ist sie einfach wieder zu entfernen. Auch Dichtungsbänder helfen, um die Wärme im Haus zu behalten.

  • Platz da: Stelle Deine Heizkörper nicht zu, sonst kann die warme Luft nicht in den Raum strömen. Sollte Dein Sofa mit dem Rücken zur Heizung stehen, sorge für mindestens 20 Zentimeter Abstand.

  • Gewartet: Lass Deine Heizungsanlage regelmäßig warten, damit sie den optimalen Wirkungsgrad erzielt. Auch solltest Du alle Heizkörper regelmäßig entlüften.

5. Living on a prayer

Auch bei der Unterhaltungselektronik lässt sich Strom sparen. Auch hier gilt: Nein, wir wollen Dir nicht allen Spaß rauben und sagen, Du sollst sie einfach abdrehen. Strom sparen heißt ja nicht, dass Du aufhören sollst ein schönes Leben zu leben.

  • Steckerleiste nutzen: Schalte Geräte ganz ab, statt sie im Standby laufen zu lassen, wenn Du sie nicht nutzt. Am einfachsten funktioniert das über eine Mehrfachsteckdose mit Schalter. Da gibt es übrigens auch welche, die die Geräte vor Stromschwankungen schützen, was sich gerade bei einem teuren Fernseher auszahlt. Aber Achtung: Manche Geräte, wie der Router, sollten durchgehend laufen. Diese abzuschalten ist nicht nur energietechnisch sinnlos, weil sie nur wenig Strom verbrauchen, sondern auch unsinnig, weil Dein Router dann möglicherweise ein Update verpasst und damit schlechter läuft. Auch gibt es smarte Steckerleisten, die auf Zuruf das Gerät abdrehen. Das ist praktisch, damit Du nicht nach dem Schalter angeln musst.

  • Audio statt Video: Beim Musikstreamen ist Video oft gar nicht nötig, weil es nur nebenbei läuft. Mehr zum Thema Strom sparen und Streaming findest Du hier in unserem Ratgeber Streaming: Umwelt schonen, Strom sparen.

( Artikel veröffentlicht: 13.01.2023 )

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Über die Autorin
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.

Häufige Fragen zum Thema Stromkosten sparen - Tipps für weniger Kosten

Einen relativ hohen Energiebedarf haben Kühl – und Gefriergeräte. Sie verbrauchen rund 10 bis 15 Prozent der Energie im Haushalt. Moderne Geräte benötigen oft 100 kWh im Jahr, also rund 26,53 Euro im Jahr. Alte hingegen oft das drei- bis fünffache – und das nur, wenn sie noch im „Sollbereich“ laufen. Das Einsparpotential ist bei den Energiekosten besonders hoch, da hier die Entwicklung in den letzten Jahren große Sprünge gemacht hat. Etwa mit NoFrost-Geräten, die nicht mehr abgetaut werden müssen. Mit vereisten Tiefkühlfächern verbraucht der Kühlschrank nämlich rund 30 Prozent mehr Energie als angegeben.


Der unschöne Moment, wo man die Jahresabrechnung für den Stromverbrauch bekommt und man aus allen Wolken fällt - den kennen wir leider fast alle. Bei den momentan hohen Energiepreisen hilft vor allem ein passender Tarif. Doch auch mit dem günstigsten Tarif, kommt ein unnötiger Stromfresser leider teuer. Und das Geld könntest Du sicher für schönere Dinge ausgeben.

Generell zählen vor allem Altgeräte dazu, da die oft eine ungünstige Energiebilanz haben. Auch wenn wir global mit Ressourcen schonend umgehen sollen und nicht ständig neue Geräte kaufen - aber wenn der Stromverbrauch vom Altgerät in einem Monat mehr ausmacht, als ein Neugerät im Jahr verbraucht, ist das alles andere als nachhaltig. Aber wir wollen nicht alle alten Geräte über einen Kamm scheren und alle Neugeräte schönreden - am besten ist, Du achtest bei jedem Gerät genau auf Stromverbrauch und vergleichst, was neue Geräte üblicherweise so benötigen. Der Verbrauch ist meist direkt am Gerät ablesbar, in der Betriebsanleitung oder auch schnell im Internet zu finden.


Besonders energiefressend sind Elektroboiler - die stehen sogar an der Spitze aller haushaltlichen Stromfresser. Ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt mit elektrischer Warmwasseraufbereitung verbraucht rund 4.800 kWh im Jahr. Zum Vergleich: Ein Haushalt mit 4 Personen ohne elektrische Wasseraufbereitung verbraucht im Durchschnitt nur bis zu 3.200 kWh jährlich. Daran wird deutlich, wie hoch der Stromverbrauch mit elektrischer Warmwasseraufbereitung ist.

Nicht nur, dass Boiler das kalte Wasser erhitzen, sie halten es im Speicher rund um die Uhr warm, damit permanent heißes Wasser zur Verfügung steht. Das verbraucht leider viel Strom. Hier gilt wie bei den meisten technischen Geräten: Je älter, desto mehr Verbrauch. Wer einen Boiler in antiker Ausführung aus dem Baujahr 1993 hat, hat generell Sparpotential. Darüber hinaus kommt es auch auf die Größe an. Denn ein Boiler mit einem Fassungsvermögen von 100 Litern verbraucht mehr Energie als ein Boiler mit geringer Speicherleistung. Doch nicht nur beim Erhitzen, auch in der Speicherkraft: Je größer der Boiler, desto mehr Wärme geht auf Grund seiner größeren Fläche verloren. Kompaktere Boiler sind daher sparsamer.

Kann man auch sparen, wenn man ein möglicherweise stromfressendes Altgerät hat? Ja, natürlich. Besonders wichtig ist dabei die Isolierung. Denn je schlechter isoliert er ist, desto schneller verliert der Boiler Wärme. Hier kann man auch zusätzlich mit einer Außenisolierung nachhelfen, die meist aus Schaumstoff und Aluminium besteht. Auch die Wassertemperatur sollte man im Auge behalten: 60 Grad reichen bei weitem aus. So ist das Wasser immer noch heiß genug, gleichzeitig sparst Du mit jedem Grad weniger kostbare Energie.

Wenn Du auf Urlaub fährst, dreh einfach den Boiler ab, selbst wenn es nur für ein paar Tage oder übers Wochenende ist. Wozu Strom für heißes Wasser zahlen, wenn Du gar nicht zu Hause bist? Auch eine smarte Steckdose ist da praktisch. So kannst Du, bevor Du zurückkommst, mit dem Handy über eine App den Boiler wieder starten.

Regelmäßiges Entkalken hilft auch. Kalk bildet eine Schicht um den Heizstab im Inneren des Speichertanks und verlangsamt so die Wärmeabgabe. Je nach Härtegrad Deines Wassers solltest Du den Boiler jährlich oder alle paar Jahre entkalken. Manche Modelle verfügen dafür über eine Reinigungsöffnung, damit Du die Entkalkung selbst vornehmen kannst. Ist dies nicht der Fall, musst Du einen Fachbetrieb dafür rufen.


Um gierigen Stromfressern im Haushalt auf die Schliche zu kommen, kannst Du zum Beispiel ein Strommessgerät nutzen. Mittlerweile gibt es welche, die dir mittels App anzeigen, wo Geräte mit hohem Stromverbrauch zu finden sind.

Du kannst aber auch ganz einfach den Smart Meter nutzen, der sowieso schon vorhanden ist. In den letzten Jahren wurden (fast) alle Stromzähler zu Smart Meter ausgetauscht. So kannst Du in Echtzeit überprüfen, wenn der Energieverbrauch durch die Nutzung eines bestimmten Haushaltsgeräts steigt. Mehr dazu findest Du hier in unserem Ratgeber Smart Meter – Der intelligente Stromzähler.


Hier ist es besonders sinnvoll Steckerleisten mit Kippschalter zu verwenden – und diese auch wirklich abzuschalten, wenn die Geräte nicht benutzt werden. Oder aber man steckt die Geräte ganz aus. So kann man viel Geld sparen und auch die Umwelt schonen.


Ja, LEDs sind viel energiesparender als Energiesparlampen. Sie sind wesentlich energieeffizienter als alle anderen herkömmlichen Beleuchtungen: Sie verbrauchen 90 Prozent weniger Strom als Glühbirnen und 70 Prozent weniger als Halogenlampen. Dazu kommt auch die besonders hohe Lebensdauer der LEDs, die mit bis zu 30.000 Stunden außerordentlich lange ist. Der Preis der Lampen ist mittlerweile sehr gefallen und liegt meist bei wenigen Euro.


Das warm-weiße Licht einer 2.700-Kelvin-LED steht dem warmen Schein der alten Glühbirne in nichts nach. Die Einheit Kelvin steht dabei für die Lichtfarbe oder auch Farbtemperatur. Diese reicht von warm-weißem über neutral-weißes bis zu kalt-weißem Licht. Die Maßeinheit für die Helligkeit der Lampe wird Lumen genannt: Hier entsprechen 250 Lumen in etwa der Helligkeit einer 25 Watt-Glühbirne, was die Umrechnung glücklicherweise sehr einfach macht.


Möchte man wirklich Strom bei der Beleuchtung sparen, sollte man zuerst alle Arten der Beleuchtung im eigenen Haus und Garten überprüfen. Hat man nur ein einziges Zimmer mit Leuchtstoffröhren, kann das bereits Ursache für eine überhöhte Stromrechnung sein. Sie möglichst schnell durch eine LED-Röhre zu ersetzen, macht deshalb sowohl ökologisch als auch finanziell absolut Sinn, weil Leuchtstoffröhren doppelt so viel Strom bei gleicher Helligkeit verbrauchen, wie LEDs.

Außenbeleuchtung ist ebenfalls ein Punkt, der oftmals außen vor gelassen wird. Hat man aber mehrere Glühbirnen oder Energiesparlampen installiert und nachts immer an, hat das oft spürbar höhere Stromkosten zu Folge.


Die Gründe für die gegenwärtigen Energiepreiserhöhungen sind vielfältig. Ein Auslöser für diese Entwicklung liegt in den Abgaben: Die Europäische Union (EU) besteuert Energiekosten über die sog. CO₂-Bepreisung. Aber auch der Ukrainekonflikt und Spekulationen am Markt tragen ihren Teil zur Erhöhung bei. Dazu kommt, dass wir eine Energiekrise haben, die wiederum vielfältige Ursachen hat. Es ist also nicht ganz leicht auf einen einzelnen Verantwortlichen zu zeigen und noch schwieriger das Problem “schnell zu richten”.


Beim Heizen lässt sich viel sparen - und dafür musst Du garantiert nicht frieren. Ideal ist ein programmierbarer Thermostat, der die Heizintervalle der Räume optimiert. So wird die Raumtemperatur konstant gehalten und manche Räume, wie das Schlafzimmer, nicht unnötig aufgeheizt. Denn Hand aufs Herz, wer braucht bei einer dicken Decke mehr als 18 Grad Celsius Raumtemperatur im Schlafzimmer? Und selbst wenn Du sehr verfroren bist, und es deutlich wärmer bevorzugst, brauchst Du das Schlafzimmer untertags ja meist seltener. Mit dem programmierbaren Thermostat kannst Du sowohl Temperaturen, als auch Heizzeiten einstellen.

Gute Wärmedämmung ist wichtig, damit die Wärme nicht verloren geht. Eine gute Isolierung der Wände ist von Vorteil, denn damit lassen sich bis zu 15 Prozent der Heizkosten sparen. Mit Dämmplatten aus dem Baumarkt, die aus Schaum, Holz oder auch Mineralwolle bestehen - oft auch schon als Verbundplatten aus mehreren Stoffen, die Du direkt an die Wand schrauben oder kleben kannst. Lass Dich hier im Baumarkt beraten, welche Version am besten für Dein Zuhause geeignet ist. Denn je nachdem auf welchen Untergrund Du die Platte befestigst, könnte sonst die Wand dahinter beginnen zu schimmeln. Hier gibt es Spezialfolien mit Dampfsperre oder aber auch kapillaraktives (“atmendes”) Dämmmaterial. Das Verlegen selbst ist eher einfach. Die Kosten für eine Innendämmung liegen zwischen 40 und 150 Euro pro Quadratmeter.

Fenster sollten modernes Dreifachglas haben. Dabei kannst Du Dir aber auch mit Isolierfolie (auch Luftkissenfolie) behelfen.Diese reflektiert die Wärme in den Raum zurück, damit im Winter die Kälte nicht hereinkriecht. Gleichzeitig spiegelt sie die Sonnenstrahlen nach außen zurück, damit es im Sommer nicht unendlich heiß wird. Mit einer solchen Folie lassen sich bis zu 20 Prozent Heizkosten sparen und üblicherweise ist sie einfach wieder zu entfernen. Auch Dichtungsbänder helfen, um die Wärme im Haus zu behalten.


Wer mit dem Deckel am Kochtopf kocht, kann bis zu 65 Prozent Energie sparen. Außerdem: Nicht immer muss mit großer Flamme gekocht werden.

Idealerweise solltest Du auch die Größe der Töpfe und Pfannen auf den Durchmesser des Herdes anpassen. Denn wenn der Herd an der Pfanne vorbeifeuert, geht viel Energie ungenutzt verloren. Achte auch auf die richtige Wassermenge. Oft braucht man nur den halben Topf voll Wasser und kann viel Energie für die Erhitzung sparen.


Mit einem Durchlauferhitzer wird Warmwasser produziert, und zwar wie der Name verrät, indem das Wasser beim Durchlaufen des Geräts erhitzt wird. Oft wird er dort verwendet, wo für einen extrem energieintensiven Boiler kein Platz oder keine Warmwasserbereitung mittels Gas vorhanden ist. Gerade in Miethäusern, in denen es keine zentrale Warmwasserversorgung gibt, wird das Wasser für Dusche, Wasch- und Spülbecken über Durchlauferhitzer erwärmt.

Sobald der Wasserhahn betätigt wird, fließt das Wasser durch den elektrischen Heizkörper im Gerät, der mit Strom betrieben wird. Das Ergebnis: Warmwasser in der gewünschten Temperatur. Im Gegensatz zu einem Boiler wird das Wasser vom Durchlauferhitzer aber nicht fortlaufend erwärmt, sondern nur, wenn es tatsächlich benötigt wird. Das Wasser kann dabei auf rund 20°C bis 60°C erhitzt werden – je höher die gewünschten Temperaturen dabei sind, desto höher sind natürlich auch der Stromverbrauch und die Stromkosten für den Durchlauferhitzer.