Magnetband

Magnetband

Bei Magnetbändern handelt es sich um eine oftmals veraltete Speichertechnik. Dabei wird üblicherweise eine lange Folie aus Kunststoff verwendet, die magnetisierbar ist und zumeist auf einer Spule aufgewickelt ist. Bekannt sind vor allem VHS, Tonband-Kassette und Floppy Disk. Heute wird sie insbesondere als günstiger Backup-Speicher für große Datenmengen verwendet.

Sie sind nur beschränkt haltbar und verlieren meist bereits nach fünf Jahren deutlich an Qualität. Zudem sind die Bänder sind sehr empfindlich gegenüber Staub, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen.

Technik des Magnetbandes

Bei Magnetbändern werden die Informationen mittels Schreibkopf auf das Band geschrieben. Dieser besteht aus einem hochpermeablen Kern und einer Elektrospule, die mittels Strom ein Magnetfeld erzeugt. Die Magnetfeldlinien durchsetzen das Band und bringen so die Information auf.

So war es erstmals möglich Datenspeicher auf relativ kleinem Volumen unterbringen. Dabei erfolgt die Speicherung der Daten sequentiell, das bedeutet aufeinanderfolgend.

Magnetband als Backup-Speicher

Für Privatkunden spielt das Magnetband heutzutage keine nennenswerte Rolle mehr. Gerade in Großunternehmen und Rechenzentren, wo große Datenmengen anfallen, hingegen schon. Magnetbänder verfügen über ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis und dienen daher oftmals als sogenannter Cold-Storage. Darunter versteht man Datenträger, die einmal beschrieben und dann für sehr lange Zeit nicht verwendet werden. Die Magnetbänder werden nach der Bespielung in ein Lager oder einen Safe gelegt. Dadurch kann etwa rechtlichen Verpflichtungen zur Archivierung nachgekommen werden. Nach Ablauf dieser Frist werden die Magnetbänder erneut beschrieben, und ein neuer Zyklus beginnt.

Geschichte des Magnetbandes

Bereits 1890 erfand der dänische Physiker Valdemar Poulsen den Telegraphon, ein Gerät zum Speichern von Audiosignalen. Dabei wurden die Signale auf einem Draht durch Magnetismus gespeichert. Diese Drahttongeräte waren bis in die 1950er-Jahren recht weit verbreitet, jedoch seit den 1930ern zunehmend von Magnetbandrecordern verdrängt. Nur als Flugschreiber und in der Raumfahrt fanden sie sogar bis in die 1970er Verwendung.

Magnetbänder dienten als Datenträger für die Großcomputer der 1950er und 1960er Jahre, bei denen sie statt Lochstreifen und Lochkarten eingesetzt wurden. Sie bildeten zudem die Grundlage für die Weiterentwicklung von magnetischen Videoaufzeichnungen.

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Über die Autorin
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.

Häufige Fragen zum Thema Magnetband

Was ist ein Magnetband?

Bei Magnetbändern handelt es sich um eine veraltete Speichertechnik. Dabei wird üblicherweise eine lange Folie aus Kunststoff verwendet, die magnetisierbar ist und zumeist auf einer Spule aufgewickelt ist. Bekannt sind vor allem VHS, Tonband-Kassette und Floppy Disk.

Sie sind nur beschränkt haltbar und verlieren meist bereits nach fünf Jahren deutlich an Qualität. Zudem sind die Bänder sind sehr empfindlich gegenüber Staub, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen.

Wie funktioniert ein Magnetband?

Bei Magnetbändern werden die Informationen mittels Schreibkopf auf das Band geschrieben. Dieser besteht aus einem hochpermeablen Kern und einer Elektrospule, die mittels Strom ein Magnetfeld erzeugt. Die Magnetfeldlinien durchsetzen das Band und bringen so die Information auf.
So war es erstmals möglich Datenspeicher auf relativ kleinem Volumen unterbringen. Dabei erfolgt die Speicherung der Daten sequentiell, das bedeutet aufeinanderfolgend.

Wer hat das Magnetband erfunden?

Bereits 1890 erfand der dänische Physiker Valdemar Poulsen den Telegraphon, ein Gerät zum Speichern von Audiosignalen. Dabei wurden die Signale auf einem Draht durch Magnetismus gespeichert. Diese Drahttongeräte waren bis in die 1950er-Jahren recht weit verbreitet, jedoch seit den 1930ern zunehmend von Magnetbandrecordern verdrängt. Nur als Flugschreiber und in der Raumfahrt fanden sie sogar bis in die 1970er Verwendung.

Magnetbänder dienten als Datenträger für die Großcomputer der 1950er und 1960er Jahre, bei denen sie statt Lochstreifen und Lochkarten eingesetzt wurden. Sie bildeten zudem die Grundlage für die Weiterentwicklung von magnetischen Videoaufzeichnungen.