Fallback

Ein Fallback oder Rückfallebene ist eine Art Notsystem, wenn das Hauptsystem ausfällt. Häufig bietet es nur eine reduzierte Leistung.

Das Fallbacksystem ist nicht mit Redundanz zu verwechseln. Bei der Redundanz wird zwar auch wegen eines Systemausfalls auf andere Ressourcen zurückgegriffen, aber diese sind genauso leistungsfähig wie das Normalsystem. Beim Fallback gibt es nur Notfunktionen.

Typische Fälle von Fallback-Lösungen sind etwa Stromgeneratoren in Krankenhäusern, die im Notfall einspringen. Aber auch eine zweite Internetleitung, die automatisch einspringt, wenn die Hauptleitung defekt ist, findet sich in vielen Büros!

Immer im Netz

Ein Fallback kann auch eine Ausfallsicherung für die Internetkonnektivität bedeuten. Besonders wichtig ist dies zum Beispiel bei Unternehmen, die immer online sein müssen. Etwa über ein Hybrid Internet, das DSL und LTE koppelt. Fällt eine Verbindung aus, so kann die weitere zumindest in einem verringerten Ausmaß die Kommunikation aufrecht erhalten.

Fallback Systeme

Es gibt verschiedenste Fallback („Rückgriff“)-Lösungen für ganz unterschiedliche Bereiche. Es bezeichnet ein Sekundärsystem, das dann zum Tragen kommt, wenn das Primärsystem ausfällt. So wird ein Totalausfall verhindert. Gleichzeitig ist das Fallbacksystem aber nur als Übergangslösung gedacht.

Ein Fallbacksystem von Handys stellt zum Beispiel der abgesicherte Modus dar. Dieser verhindert, dass eine schadhafte Software das Handy angreift. Es sind daher fast alle Apps deaktiviert, nur noch die Grundfunktionen sind in Betrieb.

Im Webdesign stellt ein Fallback eine Alternativlösung in der Anzeige dar. Wenn etwa eine Webseite in einem Browser nicht ordentlich angezeigt werden kann, wird stattdessen eine grafisch abgespeckte Version angezeigt.

Auch in der Automobilindustrie gibt es Fallbacksysteme, vor allem für Bremsen und Lenkung. Fallen die Hauptsysteme aus, rettet einen das Fallbacksystem. Hier wird oft auch von einer limp home condition gesprochen, also einem Zustand, der es ermöglicht „nach Hause zu humpeln“.

Im Bereich der Sicherheitstechnik gibt es neben redundanten Systemen oft auch noch zusätzliche Rückfallebenen. Sollten die Hauptsysteme trotz unterschiedlicher Ebenen ausfallen, so bleibt das System durch den Fallback immer noch geschützt.

( Artikel veröffentlicht: 19.11.2020 )

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Über die Autorin
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.

Häufige Fragen zum Thema Fallback

Ein Fallback oder Rückfallebene ist eine Art Notsystem, wenn das Hauptsystem ausfällt. Häufig bietet es nur eine reduzierte Leistung. Das Fallbacksystem ist nicht mit Redundanz zu verwechseln. Bei der Redundanz wird zwar auch wegen eines Systemausfalls auf andere Ressourcen zurückgegriffen, aber diese sind genauso leistungsfähig wie das Normalsystem. Beim Fallback gibt es nur Notfunktionen.


Redundanz ist die Verdoppelung oder Vervielfachung eines Systems. Es dient dazu, dass es bei einer Störung nicht zum völligen Erliegen kommt, sondern ein Ersatzsystem vorhanden ist, das den weiteren Betrieb gewährleistet.

Redundanz kommt vom lateinischen redundare, das „im Überfluss vorhanden sein“ bedeutet.

Es gibt zahlreiche Bereiche in denen sich Redundanz zeigt: In der Technik stellt dies meist mehrere identische oder ähnliche Ressourcen dar, die bei einem störungsfreien Betrieb gar nicht benötigt werden. In der Informationstechnik sind es hingegen Daten, die sich wiederholen und damit auch weggelassen werden können.


Es gibt verschiedenste Fallback („Rückgriff“)-Lösungen für ganz unterschiedliche Bereiche. Es bezeichnet ein Sekundärsystem, das dann zum Tragen kommt, wenn das Primärsystem ausfällt. So wird ein Totalausfall verhindert. Gleichzeitig ist das Fallbacksystem aber nur als Übergangslösung gedacht.

Ein Fallbacksystem von Handys stellt zum Beispiel der abgesicherte Modus dar. Dieser verhindert, dass eine schadhafte Software das Handy angreift. Es sind daher fast alle Apps deaktiviert, nur noch die Grundfunktionen sind in Betrieb.

Im Webdesign stellt ein Fallback eine Alternativlösung in der Anzeige dar. Wenn etwa eine Webseite in einem Browser nicht ordentlich angezeigt werden kann, wird stattdessen eine grafisch abgespeckte Version angezeigt.

Auch in der Automobilindustrie gibt es Fallbacksysteme, vor allem für Bremsen und Lenkung. Fallen die Hauptsysteme aus, rettet einen das Fallbacksystem. Hier wird oft auch von einer limp home condition gesprochen, also einem Zustand, der es ermöglicht „nach Hause zu humpeln“.

Im Bereich der Sicherheitstechnik gibt es neben redundanten Systemen oft auch noch zusätzliche Rückfallebenen. Sollten die Hauptsysteme trotz unterschiedlicher Ebenen ausfallen, so bleibt das System durch den Fallback immer noch geschützt.