Wallbox

Mittels Wallbox steuerst Du die Aufladung Deines E-Autos. Sie wird auch Wandladestationen genannt und benötigt einen Starkstromanschluss.

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Die Wallbox sorgt dafür, dass Dein E-Auto genau richtig geladen wird. So wird der Akku zwar rasch aufgeladen, aber nicht überlastet. Es gibt eine Reihe an Möglichkeiten das E-Auto zu tanken, hier liegt der Unterschied vor allem in der Ladezeit. Wallboxen werden in vielen Bundesländern gefördert.

Kann ich mein E-Auto an der Steckdose aufladen?

Ja, Du kannst Dein Elektroauto natürlich einfach an die Haushaltssteckdose hängen, aber das dauert dann halt ewig lang. Das Problem ist aber vor allem, dass Haushaltsleitungen für eine hohe und dauerhafte Stromlast nicht ausgelegt sind, und dies kann zu Kabelbränden führen. Eine Wallbox ist hingegen viel sicherer.

Doch es geht nicht nur um Sicherheit, auch kannst Du Deine Wallbox mit einer Solaranlage koppeln und dann Strom laden, wenn Deine PV-Anlage gerade besonders viel Strom erzeugt.

Wie stark ist eine Wallbox?

Üblicherweise wird eine Wallbox an den Starkstrom geschlossen und nutzen daher einen Drehstromanschluss mit einer Spannung von 400 Volt. Mit 16 Ampere gibt das eine Leistung von 11 kW. Seltener gibt es auch Stärken von 32 Ampere, die eine Leistung von 22 kW erlauben.

Du kannst mit einer Wallbox ein oder mehrere Autos gleichzeitig laden, jedoch verlängert sich mit jedem zusätzlichen Auto für alle die Ladezeit.

Ladezeiten für E-Autos

Wie lange Dein Auto lädt, hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Akku und dessen Ladeleistung ab, aber auch wie stark Deine Stromquelle ist. Damit wir einen Referenzrahmen geben, haben wir ein durchschnittliches E-Auto gesucht, das genau im Durchschnittsverbrauch liegt: der Citroen e-C4. Dieser verfügt über einen 50 KWh starken Akku, die ihn bis zu 420 Kilometer am Stück fahren lassen. Die Ladezeiten dafür sehen folgendermaßen aus:

  • Haushaltssteckdose mit etwa 2,3 kW Ladeleistung: 21 Stunden 44 Minuten (unsicher!)
  • Wallbox mit 11 kW Ladeleistung: 4 Stunden 32 Minuten
  • Öffentliche Ladesäule (AC) mit 22 kW Ladeleistung: 2 Stunden 16 Minuten
  • Öffentliche Schnell-Ladesäulen (DC) mit etwa 50 kW Ladeleistung: 1 Stunde
  • Supercharger (DC) mit 120 kW Ladeleistung: 25 Minuten (Da die maximale Ladeleistung des e-C4 bei 100 kW liegt, ist diese Ladeleistung zwar hier nicht, bei anderen E-Autos aber möglich.)
Wir listen hier nur die üblichen Stärken von Ladestationen, es gibt auch welche mit 100 kW oder eben auch Hypercharger mit Werten von 300 kW. Nicht jedes E-Auto kann mit jeder Stärke beladen werden. Je nach On-Board Charger unterscheidet sich mit wievielen Phasen das Fahrzeug geladen werden kann. Es gibt einphasige, zweiphasige und dreiphasige Ladegeräte.

Gleichstrom oder Wechselstrom?

Es gibt Wallboxen mit Gleichstrom und mit Wechselstrom. Wechselstrom wird mit AC (,,Alternating Current“) abgekürzt und meint den bei uns üblichen Strom, mit dem etwa Haushalte über die Stromleitung versorgt werden.

Gleichstrom wird mit DC (,,Direct Current“) abgekürzt. Hier ist die Ladeleistung um ein Vielfaches höher. Bei Schnellladestationen (Hypercharger) können deshalb Ladeleistungen bis zu 300kW erreicht werden.

Smart Laden mit der Wallbox

Idealerweise kaufst Du Dir gleich eine smarte Wallbox, die mehr kann als nur direkt Dein Auto zu laden. Diese intelligenten Wallboxen können in Dein Smart-Home-System eingebunden werden. Sie stellen Ladedaten zur Verfügung, Du kannst Deine Ladezeiten steuern oder ausschließlich den Strom der hauseigenen PV-Anlage nutzen.

Fern der Wallbox: Ladesäulen

Du bist unterwegs und nicht in Reichweite der heimatlichen Wallbox? Hier bei GoingElectric findest du Stromtankstellen in ganz Europa. Auch hier auf ladetankstellen.at findest Du Ladetankstellen in Österreich.

( Artikel veröffentlicht: 19.10.2023 )

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Über die Autorin
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.

Häufige Fragen zum Thema Wallbox

Kann ich mein E-Auto an der Steckdose aufladen?

Ja, Du kannst Dein Elektroauto natürlich einfach an die Haushaltssteckdose hängen, aber das dauert dann halt ewig lang. Das Problem ist aber vor allem, dass Haushaltsleitungen für eine hohe und dauerhafte Stromlast nicht ausgelegt sind, und dies kann zu Kabelbränden führen. Eine Wallbox ist hingegen viel sicherer.

Doch es geht nicht nur um Sicherheit, auch kannst Du Deine Wallbox mit einer Solaranlage koppeln und dann Strom laden, wenn Deine PV-Anlage gerade besonders viel Strom erzeugt.

Wie stark ist eine Wallbox?

Üblicherweise wird eine Wallbox an den Starkstrom geschlossen und nutzen daher einen Drehstromanschluss mit einer Spannung von 400 Volt. Mit 16 Ampere gibt das eine Leistung von 11 kW. Seltener gibt es auch Stärken von 32 Ampere, die eine Leistung von 22 kW erlauben.

Du kannst mit einer Wallbox ein oder mehrere Autos gleichzeitig laden, jedoch verlängert sich mit jedem zusätzlichen Auto für alle die Ladezeit.

Wieviel kostet das Aufladen eines Elekto-Autos?

Der Citroen e-C4 benötigt relativ durchschnittliche 15,3 kWh und dient uns daher als ideales Rechenbeispiel für eine Elektro-Familienkutsche. 2021 lag der durchschnittliche Strompreis in Österreich für 1 KWh bei 22,85c, 2022 explodierte er auf 37,12c. Durchschnittlich werden in Österreich mittels Auto pro Jahr rund 13.900 Kilometer zurückgelegt.

2021 zahlte man für 100 Kilometer also 3,50 Euro, 2022 dagegen 5,68 Euro im Citroen e-C4. Der e-C4 verfügt über eine Maximalreichweite von 354 km, demnach kostete ein voller Tank, pardon, eine Komplettladung 12,39 Euro (2021) bzw. 20,11 Euro (2022).

Zum Vergleich, der C4 als Benziner kommt mit seinem 50l-Tank rund 943 km weit, er schluckt durchschnittlich 5,3 Liter auf 100 km. Für einen vollen Tank bezahlt man derzeit 78,5 Euro (Stand Jänner 2023, Eurosuper 1,57 Euro/l), sodass 100 km auf 8,32 Euro kommen.

Kann ich mit einer Solaranlage mein Elektro-Auto aufladen?

Ja. Stromüberschüsse werden in der Regel nur zu unterdurchschnittlichen Preisen von Privathaushalten wieder ins Netz gespeist, sinnvoller ist es ihn komplett selbst zu verbrauchen. Viele Solaranlagenbesitzer entscheiden sich deshalb für die Anschaffung eines E-Autos, das mit dem überschüssigen Strom betrieben wird. Dank einer Wallbox - einer Ladestation, die durch erhöhte Ladegeschwindigkeit und besserer Steuerung für den E-Auto-Besitzer vorteilhaft ist - kann man vergleichsweise schnell den Akku des Fahrzeugs aufladen. Es ist auch möglich damit nur überschüssig produzierten Strom für den Ladevorgang zu verwenden.