Datendurchsatz

Der Datendurchsatz oder Data Throughput beschreibt die Menge der Daten, die innerhalb einer bestimmten Zeitspanne über ein Netzwerk übertragen oder in einem System verarbeitet werden kann. Meist wird er in Bit/s, Kbit/s, Mbit/s oder auch Gbit/s angegeben.

Dabei handelt es sich immer um Nettodaten. Das bedeutet, dass Steuerdaten (auch Overhead genannt) nicht berücksichtigt werden. Der Datendurchsatz ist ein Maß für die effektive Leistungsfähigkeit eines Netzes oder Systems.

Auch wenn es häufig synonym verwendet wird, unterscheidet sich der Datendurchsatz von der Datenübertragungsrate. Der Datendurchsatz ist die Nettorate, die Datenübertragungsrate der Bruttowert.

Datendurchsatz von Speichersystemen

In Speicher- oder Storage Systemen ist mit dem Datendurchsatz die Datenmenge gemeint, die in einer bestimmten Zeit gelesen oder geschrieben werden kann. Dabei ist oft auch von IOPS (Input/Output operations per second) die Rede, der die Anzahl an Ein- und Ausgaben pro Sekunde angibt.

Stapelverarbeitung

In der Frühzeit der Computer wurde der Durchsatz häufig Anzahl der an einem Tag abgeschlossenen Stapelverarbeitungen (auch Batch Jobs) gemessen. Der Name kommt daher, dass Informationen über Lochkarten eingegeben wurden. Diese wurden nach und nach eingelesen – und häuften sich daher auf Stapeln. Heute gibt es keine Lochkarten mehr, doch die Datenverarbeitung funktioniert häufig immer noch auf demselben Prinzip: Die Daten werden heute nur virtuell in einer Skript-Datei gestapelt und nacheinander abgearbeitet.

TFLOPS und TPS

Heute misst man den Durchsatz in FLOPS (Floating Point operation per second, „Gleitkommaoperationen pro Sekunde“) oder TPS (Transactions per second).

FLOPS oder TFLOPS (für TeraFLOPS) bezeichnet die Anzahl der Gleitkommazahl-Operationen (Additionen oder Multiplikationen), die von einem Computer pro Sekunde ausgeführt werden kann. Dabei werden bestimmte Benchmarks verwendet, die fest definierte Programmpakete sind und damit Leistungen einfacher vergleichbar machen.

TPS bewertet die Transaktionen in der Sekunde. Etwa können damit bei einem Webserver die Anzahl der Seitenaufrufe gemessen werden.

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Über den Autor
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.

Häufige Fragen zum Thema Datendurchsatz

Was ist der Datendurchsatz?

Der Datendurchsatz oder Data Throughput beschreibt die Menge der Daten, die innerhalb einer bestimmten Zeitspanne über ein Netzwerk übertragen oder in einem System verarbeitet werden kann. Meist wird er in Bit/s, Kbit/s, Mbit/s oder auch Gbit/s angegeben.

Dabei handelt es sich immer um Nettodaten. Das bedeutet, dass Steuerdaten (auch Overhead genannt) nicht berücksichtigt werden. Der Datendurchsatz ist ein Maß für die effektive Leistungsfähigkeit eines Netzes oder Systems.

Auch wenn es häufig synonym verwendet wird, unterscheidet sich der Datendurchsatz von der Datenübertragungsrate. Der Datendurchsatz ist die Nettorate, die Datenübertragungsrate der Bruttowert.

Was ist eine Stapelverarbeitung?

In der Frühzeit der Computer wurde der Durchsatz häufig Anzahl der an einem Tag abgeschlossenen Stapelverarbeitungen (auch Batch Jobs) gemessen. Der Name kommt daher, dass Informationen über Lochkarten eingegeben wurden. Diese wurden nach und nach eingelesen – und häuften sich daher auf Stapeln. Heute gibt es keine Lochkarten mehr, doch die Datenverarbeitung funktioniert häufig immer noch auf demselben Prinzip: Die Daten werden heute nur virtuell in einer Skript-Datei gestapelt und nacheinander abgearbeitet.

Wie wird die Leistung von Computern gemessen?

Heute misst man die Leistungsfähigkeit von IT-Systemen meist in FLOPS (Floating Point operation per second, „Gleitkommaoperationen pro Sekunde“) oder TPS (Transactions per second).

FLOPS oder TFLOPS (für TeraFLOPS) bezeichnet die Anzahl der Gleitkommazahl-Operationen (Additionen oder Multiplikationen), die von einem Computer pro Sekunde ausgeführt werden kann. Dabei werden bestimmte Benchmarks verwendet, die fest definierte Programmpakete sind und damit Leistungen einfacher vergleichbar machen.

TPS bewertet die Transaktionen in der Sekunde. Etwa können damit bei einem Webserver die Anzahl der Seitenaufrufe gemessen werden.