Photovoltaik und Solaranlage: Fördermöglichkeiten in Österreich

Photovoltaik und Solaranlage: Fördermöglichkeiten in Österreich

Photovoltaikanlagen erzeugen umweltfreundlich Strom ohne den unliebsamen CO2-Abdruck. Solarthermie nutzt die Kraft der Sonne zum Heizen. Damit die Energiewende rechtzeitig klappt, gibt es Förderungen als Anreiz um sich eine Solaranlage zuzulegen. Wir geben einen Überblick.

In Österreich gibt es für Photovoltaikanlagen:

  • Einspeisevergütung

  • Förderungen vom Bund

  • Förderungen vom Land

Einspeisevergütung

Wer eine PV-Anlage hat, kann überschüssigen Strom, der im Haushalt nicht verbraucht oder gespeichert werden kann, in die Stromnetze einspeisen. Dafür erhältst Du eine Einspeisevergütung.

Der Einspeisetarif wird dabei pro Mengeneinheit angegeben (Bsp.: c/kWp oder c/kWh). Der Preis, der dabei für die Einspeisung ausbezahlt wird, ist aber immer geringer als der Preis, den man für die Abnahme zahlen muss. Das heißt, man macht mit der Einspeisung keinen Gewinn. Mehr zu diesem Thema findest Du hier in unserem Ratgeber Photovoltaik: Strom einspeisen und verkaufen.

Kilowattpeak (kWp) und Kilowattstunden (kWh) sind zwei wichtige Werte für Photovoltaikanlagen, die die maximale jährliche Leistung nennen. Pro 1 kWp werden rund 1.000 kWh Strom erzeugt. Eine PV-Anlage mit einer maximalen Leistung von 5 kWp (Kilowattpeak) kann daher jährlich etwa 5.000 kWh (Kilowattstunden) Strom erzeugen.

Die Abnahme des in PV-Anlagen erzeugten Stroms erfolgt entweder durch ein Energieversorgungsunternehmen oder durch die Ökostromabwicklungsstelle (OeMAG).

Investitionsförderung

Seit 2015 gibt es die Investitionsförderung der OeMAG für die Anschaffung von Photovoltaikanlagen und Stromspeichern. Für den Ausbau von PV-Anlagen und Stromspeichern standen 2022 insgesamt 300 Mio. Euro zur Verfügung. Zum Antrag findest du hier bei der OeMAG.

Wichtig: Ein Förderantrag kann bei der OeMAG nur dann eingebracht werden, wenn mit der Errichtung der Anlage zu diesem Zeitpunkt noch nicht begonnen wurde.

Förderbar sind PV-Anlagen in folgenden Kategorien:

  • Kat A (bis zu 10 kWp): 285 Euro pro kWp

  • Kat B (bis zu 20 kWp): 250 Euro pro kWp

  • Kat C (bis zu 100 kWp): 180 Euro pro kWp

  • Kat D (bis zu 1.000 kWp): 170 Euro pro kWp

  • Speicher (maximal 50 kWh Nettokapazität förderfähig):200 Euro pro kWp

Auf Grünflächen oder landwirtschaftlich genutzten Flächen gibt es einen Abschlag in der Höhe von 25 Prozent.

Solarbonus - Raus aus Öl und Gas

In Österreich sind rund 600.000 Heizkessel in Betrieb, die zwischen 15 und 30 Jahre alt sind und noch mit fossilen Brennstoffen arbeiten. Seit April 2022 gibt es die bundesweite Förderaktion “Raus aus Öl und Gas”, bei der der Kesseltausch gefördert wird und zusätzlich auch einen Solarbonus beantragbar ist. Voraussetzung für den Solarbonus ist, dass im Zusammenhang mit dem Kesseltausch eine thermische Solaranlage (Solarthermie) errichtet wird. Zum Antrag findest duhier bei KPC.

Privatpersonen werden beim Tausch eines fossilen Heizungssystems gegen ein nachhaltiges Heizungssystem mit bis zu 7.500 Euro Förderung unterstützt. Als Solarbonus werden höchstens 1.500 Euro als Förderung bei Ein- oder Zweifamilienhäusern oder Reihenhäusern ausbezahlt.

Förderungen der Bundesländer

Wie üblich kocht jedes Land noch einmal sein eigenes Süppchen und so gibt es wie auch bei anderen Förderung für jedes Bundesland eigene Bestimmungen.

Landesförderung in Wien

Das Land Wien fördert erneuerbare Energien. Mehr Infos findest Du hier bei der Stadt Wien.

Gefördert werden:

  • Ökostromanlagen und Photovoltaikanlagen

  • Stationäre Stromspeicher

  • E-Mobilität

Landesförderung Niederösterreich

Als Ergänzung zur Basisförderung für Eigenheime vergibt das Land Niederösterreich auch Förderungen für Photovoltaik- bzw. Solaranlagen. Diese gibt es sowohl bei Neubau, als auch bei Sanierung. Mehr Infos findest Du hier beim Land Niederösterreich. Dazu gibt es Beratung hier bei Energie in Niederösterreich.

Gefördert/angeboten werden:

  • PV-Anlagen

  • E-Mobilität

  • Energieberatung

Landesförderung Burgenland

Beim Land Burgenland gibt es sowohl kostenlose Beratungen als auch Förderungen. Mehr Infos findest Du hier beim Land Burgenland unter “Energie”.

Gefördert/angeboten werden:

  • Energieberatung

  • Neubauberatung und Sanierungsberatung

  • Förderungen für Photovoltaikanlagen und -speicher

  • Alternativenergieanlagen

  • E-Mobilität

Landesförderung Steiermark

In der Steiermark gibt es Förderungen für PV-Anlagen im Zuge der Wohnbauförderung. Mehr Infos findest Du hier beim Land Steiermark.

Gefördert/angeboten werden:

  • PV-Anlagen

  • Ökoförderung für Solarthermie

  • Elektromobilität

  • Energieberatung

Landesförderung Oberösterreich

Das Land Oberösterreich fördert PV-Anlagen. Mehr Infos findest Du hier beim Land Oberösterreich.

Gefördert werden:

  • PV-Anlagen

  • PV-Überdachungen für Parkplätze

  • Thermische Solaranlagen

Landesförderung Salzburg

In Salzburg gibt es Wohnbausanierungsförderungen, nicht aber für Neubau. Dafür sind aber auch Energieförderungen möglich. Mehr Infos findest Du hier bei der Energieförderung des Landes Salzburg und hier bei der Wohnbauförderung des Landes Salzburg.

Gefördert werden:

  • Solarthermie

  • PV-Anlagen

Landesförderung Kärnten

In Kärnten gibt es Förderungen für Wohnbau als auch eine eigene Solarförderung. Mehr Infos findest Du hier bei der Energieförderung des Landes Kärnten und hier bei der Wohnbauförderung des Landes Kärnten.

Gefördert werden:

  • Solarthermie

  • PV-Anlagen und -speicher

Landesförderung Tirol

In Tirol kannst Du Dich entweder hier an Energie Tirol für eine Energieberatung wenden oder hier um eine Förderung des Landes Tirol bemühen.

Gefördert/angeboten werden:

  • Beratung

  • PV-Anlagen

Landesförderung Vorarlberg

In Vorarlberg kannst Du im Zuge der Wohnbauförderung auch gefördert werden. Mehr Infos findest Du hier beim Land Vorarlberg.

( Artikel veröffentlicht: 18.01.2023 )

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Über die Autorin
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.

Häufige Fragen zum Thema Photovoltaik und Solaranlage: Fördermöglichkeiten in Österreich

An Kosten muss für eine PV-Anlage mit etwa 2.000 bis 3.000 Euro pro kWp gerechnet werden, für einen durchschnittlichen Haushalt läge eine 5 kWp-Anlage etwa bei 12.500 Euro.


Die Peakleistung nennt die maximale Leistung, die eine Stromquelle erzeugen kann. Sie ist besonders wichtig für Photovoltaikanlagen und wird üblicherweise in Kilowatt-Peak (kWp) angegeben. Der Begriff Peakleistung kommt teilweise aus dem Englischen: „peak“ bedeutet Spitze – daher wird häufig auch von der Spitzenleistung gesprochen oder nur vom Peak. Sie wird üblicherweise in Kilowatt-Peak (kWp) angegeben. Seltener auch in Watt-Peak (Wp), Megawatt-Peak (MWp) und Gigawatt-Peak (GWp).

Der Peak gibt daher an, welche Höchstleistung in Kilowatt (kW) eine Photovoltaikanlage erbringen kann. Diese Angabe findet sich immer im Datenblatt Deiner PV-Anlage.


Mit der installierten Peakleistung kannst Du den jährlichen Stromertrag einfacher einschätzen: 1 kWp entspricht in Österreich etwa 1.000 bis 1.200 kWh Strom im Jahr. Eine Anlage mit 5 kWp liefert daher rund 5.000 – 6.000 kWh jährlich. Dies ist aber abhängig davon, wo Du in Österreich wohnst (im Osten und im Süden gibt es meist mehr Sonnentage) und wie Deine Anlage ausgerichtet ist (idealerweise nach Süden). Zusätzliche Faktoren wie der Anbringungswinkel, die Umgebungstemperatur oder ob die PV-Anlage durch einen Baum beschattet werden, spielen natürlich auch eine Rolle.

Für 1 kWp benötigst Du meist eine Fläche von rund 5 Quadratmeter Platz, bei 5 kWp-Anlagen daher rund 25 Quadratmeter.


Ja. Stromüberschüsse werden in der Regel nur zu unterdurchschnittlichen Preisen von Privathaushalten wieder ins Netz gespeist, sinnvoller ist es ihn komplett selbst zu verbrauchen. Viele Solaranlagenbesitzer entscheiden sich deshalb für die Anschaffung eines E-Autos, das mit dem überschüssigen Strom betrieben wird. Dank einer Wallbox - einer Ladestation, die durch erhöhte Ladegeschwindigkeit und besserer Steuerung für den E-Auto-Besitzer vorteilhaft ist - kann man vergleichsweise schnell den Akku des Fahrzeugs aufladen. Es ist auch möglich damit nur überschüssig produzierten Strom für den Ladevorgang zu verwenden.


Wer ein E-Auto besitzt, kann sich ab 2023 eine Barprämie holen, die sich voraussichtlich auf bis zu 900 Euro pro Jahr beläuft. Um den administrativen Aufwand gering zu halten, werden eQuoten erst ab 100.000 kWh Verbrauch an elektrischem Strom vom Umweltbundesamt zertifiziert und somit handelbar gemacht. Für den Normalverbrauch also in unerreichbarer Höhe. Daher benötigt man Zwischenhändler, die diese Anfragen bündeln und dafür Gebühren verlangen dürfen.


Ja, mit einem Stromspeicher. Mit einer Photovoltaikanlage kannst Du rund 30 bis 40 Prozent des erzeugten Stroms direkt nutzen. Bist Du aber daran interessiert, möglichst autark zu sein, dann lohnt sich ein Stromspeicher für die Solaranlage. So kannst Du dann meist rund 80 Prozent des Eigenbedarfs an Strom decken.

Erzeugt die PV-Anlage durch die Sonneneinstrahlung im Laufe des Tages Strom, wird dieser dem momentanen Bedarf des Haushaltes zur Verfügung gestellt. Was darüber hinaus durch die Photovoltaikanlage produziert wird, wird in den Stromspeicher geladen. Ist dieser randvoll geladen, speist die Anlage automatisch den überschüssigen Strom in das öffentliche Netz. Du bekommst dafür eine (meist geringe) Vergütung.


Wer eine PV-Anlage hat, kann überschüssigen Strom, der im Haushalt nicht verbraucht oder gespeichert werden kann, in die Stromnetze einspeisen. Dafür erhältst Du eine Einspeisevergütung. Darüber hinaus gibt es auch die Investitionsförderung der OeMAG für die Anschaffung von Photovoltaikanlagen und Stromspeichern. Seit April 2022 gibt es die bundesweite Förderaktion “Raus aus Öl und Gas”, bei der der Kesseltausch gefördert wird und zusätzlich auch einen Solarbonus beantragbar ist. Zusätzlich gibt es Förderungen in den unterschiedlichen Bundesländern.