NÜV 2012 - Rechte bei Rufnummermitnahme

Laut Rechtsvorschrift für Nummernübertragungsverordnung 2012 (NÜV 2012) hast du das Recht deine Telefonnummer zu einem anderen Anbieter mitzunehmen. Was das genau bedeutet, worauf du achten musst und welche Fristen hier gelten, erklären wir dir kurz und leicht verständlich. 💡

Zusammenfassung - Das sind deine Rechte!

Für alle, die es eilig haben, beginnen wir mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Rechte. Klicke auf ein Schlagwort, um mehr Informationen darüber zu erhalten.

  • Ausstellung: Die NÜVI muss üblicherweise binnen 20 Minuten nach Antrag ausgestellt werden!
  • Weigerung: Dein Anbieter darf sich nicht einfach weigern, dir die NÜVI auszustellen
  • Kosten: Die Ausstellung der NÜVI darf maximal 1€ kosten. Die Portierung darf weitere 9€ kosten.
  • Ersatz: Sobald deine Rufnummer wegportiert wurde, erhält deine alte SIM eine neue Rufnummer

Die NÜVI – was ist denn das?

Willst du deine Handynummer von einem Anbieter zu einem anderen mitnehmen, gibt es die Möglichkeit die Nummer portieren zu lassen. Dies geschieht mittels Nummernübertragungsinformation (NÜV-Information, NÜVi). Mit der NÜVI bestätigt dein Anbieter, dass du diese Nummer im Moment nutzt und niemand anderem gehört. Dein neuer Anbieter benötigt die NÜVI, damit er die alte Nummer zu deinem neuen Tarif übertragen darf.

Berechtigung für die Rufnummernmitnahme

Das Wichtigste ist: Du musst du über die Rufnummer verfügen, das heißt es muss deine Handynummer sein. Denn du kannst dir mit der Rufnummernmitnahme nicht einfach eine Wunschnummer besorgen. Das heißt, du hast einen aktiven oder frisch gekündigten Vertrag mit dieser bestimmten Rufnummer, die du zu einem anderen Vertrag mitnehmen möchtest.

Das kann sowohl eine Nummer von einem Vertragshandy oder auch von einem Wertkartenhandy sein – beide sind zur Portierung berechtigt.

Dein alter Anbieter hat dir unmittelbar nach der Nummernübertragung eine kostenfreie Ersatzrufnummer für deinen Tarif zur Verfügung zu stellen. Du musst nämlich nicht automatisch kündigen, sondern kannst deinen alten Tarif noch zusätzlich behalten und deine alte Rufnummer trotzdem zu einem neuen Vertrag mitnehmen. In jedem Fall hast du aber ein Recht auf eine neue Nummer, die dem alten Tarif zugeteilt wird.

Antrag für die Portierung

Generell muss der Antrag auf Ausstellung einer NÜVI nicht schriftlich erfolgen. Wichtig ist nur, dass dein Mobilfunkanbieter dich eindeutig identifizieren und sicherstellen kann, dass tatsächlich du den Antrag stellst. Das kann etwa durch deine Unterschrift, aber auch telefonisch durch Nennung des Kundenkennwortes erfolgen.

Möchtest du deinen Antrag schriftlich einbringen, helfen wir dir gerne, diesen zu erstellen. Willst du den alten Vertrag noch behalten, kannst du hier eine NÜVI beantragen. Willst du den alten Tarif kündigen und nur deine Rufnummer zu einem neuen Vertrag mitnehmen können, musst du dies nicht in zwei getrennten Formularen, sondern kannst hier in einem Aufwasch mit wenigen Klicks erledigen. Natürlich kümmern wir uns darum, dass die Kündigung und die NÜVI wasserdicht formuliert sind.

WICHTIG: Schicke die NÜVI oder die Kündigung NICHT an uns, sondern an deinen Anbieter. Wir dürfen beide aus datenschutzrechlichen Gründen nicht weiter übermitteln. Die genaue Adresse deines Anbieters geben wir dir im Antrag selbst an.

Fristen der Rufnummernübertragung

Eine NÜVI-Anfrage an deinen Anbieter muss dieser an Werktagen binnen 20 Minuten bearbeiten. Dies gilt aber leider nicht, wenn du die NÜVI im Handyshop das Anbieters holst. Das bedeutet: 20 Minuten, nachdem der Antrag beim Mobilfunkanbieter eingelangt ist, muss dieser die NÜVI zumindest via E-Mail an dich übermitteln. Diese Frist wird leider oftmals nicht eingehalten, sie steht dir aber zu. Verweise gerne auf den zuständigen Paragraphen (§ 3 Abs 4 NÜV 2012).

Die NÜVI ist für 90 Tage gültig, wenn du nicht gekündigt hast. Wenn du gekündigt hast, gilt sie hingegen nur noch für 14 Tage. Innerhalb dieser Zeit muss die Portierung gestartet werden.

Wenn du für die Portierung ein bestimmtes Datum wählen möchtest, haben die Anbieter das zu berücksichtigen, dürfen aber auch davon abweichen. Punktgenau funktioniert es leider manchmal aus technischen Gründen nicht. Wenn du nicht gekündigt hast, darf das Datum für die Portierung höchstens 100 Tage nach Ausstellung der NÜVI liegen.

Verweigerungsgründe für die NÜVI

Der Anbieter kann dir die NÜVI natürlich nur ausstellen, wenn dir die Nummer auch wirklich gehört. Sie darf niemand anderem gehören oder eine von dir ausgesuchte Fantasienummer sein.

Ansonsten muss dir der alte Anbieter eine NÜVI ausstellen, egal ob du innerhalb einer Frist oder außerordentlich gekündigt hast, du einen Sozialtarif oder Spezialtarif hast oder hattest, es ursprünglich eine Wunschrufnummer war, du im Zahlungsrückstand bist oder die Nummer gesperrt wurde. Er darf sich nicht weigern dir die NÜVI wegen einem dieser Gründe auszustellen. Selbst wenn du vertraglich darauf verzichtet hast, muss er sie dir geben – ein vertraglicher Verzicht ist nämlich rechtswidrig und gilt nicht.

Kosten für Portierung

Für den Antrag der NÜVI darf ein Entgelt von höchstens 1 Euro eingehoben werden. Zusätzlich darf der alte Anbieter für die Übertragung selbst noch bis zu 9 Euro einheben. Die neue Nummer, die dir zugeteilt wird, verursacht keine weiteren Kosten. Also insgesamt darf die Portierung höchstens 10 Euro kosten.

Wenn du deine Rufnummer von einer Wertkarte wegportieren möchtest, achte darauf, dass auf dieser Wertkarte mindestens 10€ Guthaben sind!

Dabei handelt es sich um Bruttopreise, also inklusive aller Steuern und Abgaben, die immer pro Anschluss gelten. Wenn du also 3 Rufnummern portieren lässt, darf das höchstens 30 Euro kosten. Bei einer außerordentlichen Kündigung darf dir der alte Anbieter für die Portierung sogar gar keine Entgelte in Rechnung stellen.

Die Kosten entstehen immer beim alten Anbieter, von dem die Nummer wegportiert wird. Daher solltest du bei einem Wertkartenhandy 10 Euro Guthaben aufgeladen haben, damit eine Portierung verrechnet werden kann.

Ansage zu portieren Nummern

Damit Leute, die dich anrufen, wissen, dass sie nun in ein anderes Netz telefonieren, gibt es eine kurze Ansage des neuen Betreibers. Wenn du möchtest, hast du das Recht darauf zu verzichten. Die Umstellung der Ansage darf dich nichts kosten.

Wenn du eine Anleitung möchtest, wie du am besten den Anbieter wechselst, schau doch in unseren Ratgeber Handytarif wechseln. Wir klären in vier einfachen Schritten, wann du was am besten machst, um möglichst günstig und schnell zum neuen Tarif zu kommen. 😊

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Häufige Fragen

Selbstverständlich! Aktiviere hierfür einfach die Option “Antrag zusätzlich an meine E-Mail-Adresse schicken” unterhalb des Formulars.

Eine NÜVI ist 90 Tage ab Ausstellung gültig. Solltest du im Zuge des Anbieterwechsels deinen alten Vertrag gekündigt haben, beachte bitte, dass der Rufnummerwechsel allerspätestens 14 Tage nach tatsächlicher Kündigung durchgeführt werden muss, sonst verliert die NÜVI ihre Gültigkeit - auch, wenn sie noch keine 90 Tage alt ist!

Nein, eine Portierung der Rufnummer löst deinen bestehenden Vertrag nicht auf. Sobald dein Anbieter die Rufnummer abgegeben hat, wird er deinem bestehenden Vertrag eine zufällig vergebene neue Rufnummer zuweisen. Wenn du den Vertrag beenden möchtest, musst du diesen explizit kündigen!

Ja, auch ein NÜVI-Antrag muss unterschrieben werden! Damit kann sich dein Mobilunkanbieter absichern, dass der Antrag tatsächlich von dir gestellt wird. Aus Sicherheitsgründen sendet dir der Anbieter die NÜVI üblicherweise auch nur an jene E-Mail oder Postadressen, die du bei der Vertragserstellung bekanntgegeben hast. Damit wird sichergestellt, dass nicht ein Fremder in deinem Namen boshaft eine NÜVI anfordert und erhält, mit der er deine Rufnummer stehlen könnte.

NÜVI steht für Nummernübertragungsinformation. Wenn du den Antrag darauf stellst, kann dein neuer Anbieter deine alte Rufnummer auf den neuen Vertrag portieren.

Für den Antrag der NÜVI darf ein Entgelt von höchstens 1 Euro eingehoben werden. Zusätzlich darf der alte Anbieter für die Übertragung selbst noch bis zu 9 Euro einheben. Die neue Nummer, die dir zugeteilt wird, verursacht keine weiteren Kosten. Also insgesamt darf die Portierung höchstens 10 Euro kosten.

Dabei handelt es sich um Bruttopreise, also inklusive aller Steuern und Abgaben, die immer pro Anschluss gelten. Wenn du also 3 Rufnummern portieren lässt, darf das höchstens 30 Euro kosten. Bei einer außerordentlichen Kündigung darf dir der alte Anbieter für die Portierung sogar gar keine Entgelte in Rechnung stellen.

Die Kosten entstehen immer beim alten Anbieter, von dem die Nummer wegportiert wird. Daher solltest du bei einem Wertkartenhandy 10 Euro Guthaben aufgeladen haben, damit eine Portierung verrechnet werden kann.