Auch in Zukunft mehr Home Office

Verfasst am 20.10.2020

Heute, am 20.10.2020, stellte Magenta die Ergebnisse einer Studie zum Home Office vor - insbesondere in Hinsicht auf vor und nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie. „Wir haben mit Covid-19 in Österreich einen starken Digitaliserungs-Push erfahren. Zumindest ein positives Thema zu Corona ist, dass Covid-19 das Homeoffice etabliert hat“, so Maria Zesch, CCO Business & Digitalization Magenta.

Magenta konnte einen enormen Anstieg der Internetnutzung während des Lockdowns festellen. Der mobile Datenverkehr hat sich rund um die Uhr um etwa 40 Prozent erhöht. Jeder zweite Österreicher hat mittlerweile die Chance auf Home Office. Gleichzeitig haben aber gerade kleine Unternehmen noch großen Aufholbedarf.

Der frühe Vogel sitzt im Home Office

Das Home Office hat den Tagesablauf der Österreicher stark verändert. Man sieht ganz deutlich, dass die Österreicher gerne früher beginnen zu arbeiten. Denn die Datenkurve steigt schon ab 5 Uhr morgens deutlich an. Generell wird besonders der Vormittag intensiv im Home Office verbracht. Zwischen 7 Uhr morgens und 16 Uhr verzeichnet Magenta seit Beginn der Pandemie einen massiven Anstieg des Datenvolumens von 40 Prozent.

Mehr Gespräche

Vor Corona gingen die Sprachminuten stetig nach unten, nun ist der mobiler Sprachverkehr deutlich gestiegen. Die Tagesspitze erreicht er am Vormittag rund um 10 Uhr. Aber auch sonst sind die verbrauchten Minuten der Telefongespräche bis 19 Uhr um 100% gestiegen.

Weniger Reisen mit Corona

Businessreisen werden wegen Corvid-19 stark reduziert, was zu einem Einbruch um 80% der Roamingminuten im Businesskundensegment geführt hat. Hier gibt es, je nach Destination, aber extreme länderspezifische Unterschiede. Obwohl private Reisen nun wieder langsam zunehmen, bleiben Geschäftsreisen auf dem niedrigen Niveau. Auch hier sieht man, dass vermehrt weiterhin im Homeoffice gearbeitet wird.

„Wir erkennen erstmals welche Reisen wirklich notwendig sind, und welche wir in die digitale Welt verlagern können. Hier findet bereits ein Umdenken statt, das der Umwelt sowie ortsgebundenen Fachkräften neue Dimensionen an Chancen ermöglichen wird“, zeigt Zesch die Vorteile einer virtuellen Meetingkultur auf.

Home Office Kultur

Magenta hat gemeinsam mit Marketmind eine Studie zum vernetzten Arbeiten zu Home Office von Februar bis Juli 2020 beauftragt. Hier konnte besonders die Meinung von 720 Entscheidern in Unternehmen vor und nach Corona eingefangen, aber auch die Nutzungsdaten von Magenta analysiert werden. Dabei hat sich die Auffassung von Home Office für diese Entscheider durch den Einfluss der Pandemie stark geändert.

„Vor Lockdown war die Ausrichtung stark auf die Hardware geprägt, etwa welcher Laptop zu Verfügung gestellt wird oder welches Smartphone verwendet. Nach dem Lockdown war das wichtigste Kriterium die Konnektivität. Eine stabile Internetversorgung ist Faktor Nummer Eins für gutes Arbeiten im Home Office“, so Zesch.

Auch die Wahrnehmung auf die Erledigung von Arbeit im Home Office hat sich stark geändert. Hier erfolgte eine regelrechter Paradigmenwechsel. Bislang war Büroarbeit stark durch Präsenz geprägt, nun hat fast jeder zweite Österreicher die Chance auf Home Office. Der Zuspruch zu Home Office ist signifikant gestiegen, rund 80 % sehen darin eine Verbesserung der Arbeitswelt.

Konservative Nutzung

Trotz der Neuerungen haben wir aber noch immer einen großen Aufholbedarf. Denn digitale Tools werden im Home Office noch immer sehr konservativ genutzt. Zwar verwenden etwa 80 Prozent Kalenderfunktionen und schreiben Emails. Fast so hoch ist auch der Anteil derer, die Dokumente teilen und mobiler auf Geschäftsdaten zugreifen können. Aber nicht einmal 40 Prozent nutzen Informationsaustausch über Gruppen- oder Projektplattformen, noch weniger arbeiten mit Video- und Webkonferenzen. Auch die Unterschiede zwischen großen und kleine Unternehmen werden deutlich. Kleine Unternehmer sind digitale Nachzügler, gerade dort ist der Anteil etwa an Videokonferenzen besonders niedrig.

Neue Chancen durch virtuelles Arbeiten

Durch das neue Arbeiten im Home Office ergeben sich neue Chancen für Unternehmen und ihre Mitarbeiter:

  1. Es ergibt sich ein neuer Talentepool. Nun können Firmen auch auf Menschen mit eingeschränkter Mobilität leichter zugreifen. Dies betrifft vor allem Frauen, aber auch Gruppen, die den Wohnort nicht für Job wechseln wollen. Eine neue berufliche Flexibilität ist zu spüren.
  2. Kosteneinsparung für Businessreisen für Unternehmer
  3. Umweltschutz: CO2-Einsparung durch verminderten Verkehr und Reisen.
  4. Gesellschaftlich wird der ländliche Raum gestärkt. Es ist nicht mehr notwendig möglichst nahe am Unternehmen zu wohnen.

Neue Home Office Kultur

Diese großen Umwälzungen bedeuten aber auch, dass sich eine neue Home Office Kultur etablieren muss. Maria Zesch definiert drei Säulen, die neu gedacht werden müssen:

  1. Menschen und Unternehmenskultur: Hier wird hybrides Arbeiten ermöglicht, neue Zusammenarbeitsmodelle entstehen. Mobiltät und standortgebundenes Arbeiten wird neu verbunden. Eine Herausforderung wird hier nicht nur die Führung von Mitarbeitern aus der Ferne sein, sondern auch die Kluft für Menschen, die vor Ort anwesend sein müssen, und derer, die im Home Office arbeiten dürfen zu überwinden. Das neue Verständnis wird generell aber weg von der Stechuhr und mehr zu Output-orientiertem Arbeiten führen.

  2. Technologie und Infrastruktur: Hier wird immer stärker von Bedeutung welche Tools ein Unternehmen seinen Mitarbeitern zur Verfügung stellen wird. Dies reicht von der Unterstützung bei der Konnektivität über die grundsätzliche IT-Ausstattung. Zu Beginn des Lockdowns gab es viele Unternehmen, deren Mitarbeiter keine Laptops oder Smartphones hatten.

  3. Organisation und Rahmenbedigungen Neue Rahmenbedingungen zu den gesetzlichen Grundlagen, KV-Regelungen sowie Betriebsvereinbarungen und Office-Gestaltung werden wichtig. Etwa betrifft dies Fragen, ob etwa vom Zweitwohnsitz gearbeitet werden darf, oder auch wie zu Hause die Arbeitsbedingungen geregelt werden.

Ausblick in die Zukunft

Der Netzausbau bleibt wichtig. So auch die Frage ob man am eigenen Wohnort auch einen guten Internetzugang hat. Die Konnektivität trifft ein Kernthema von Magenta – so habe das Unternehmen über eine Milliarde Euro in den Ausbau von Netzinfrastruktur gesteckt. Zesch betont den Ausbau von mittlerweile über 1200 5G-Standorten und auch, dass Magenta die österreichweite Flächendeckung von 5G 2025 erreichen möchte.

Schon jetzt gibt es eigene Magenta Business Pakete für Unternehmen, um bei der Digitalisierung am Ball zu bleiben. Diese schließen vom Internet über einen Smartphonetarif bis hin zur Hardware alles ein, aber auch Mesh-WLAN Lösungen, Telefonanlagen und mobiles Business Internet.

Auch über neue Sicherheitslösungen wird man sich Gedanken machen müssen, denn der Trend zum Home Office bleibt und wird uns nicht wieder verlassen. „Nicht nur die Technologie, auch die Kultur muss adressiert werden. Etwa welche Möglichkeiten gibt man dem Mitarbeiter, aber auch in der Office-Gestaltung. Das Büro der Zukunft wird völlig anders aufgebaut sein, etwa wird es kreative Räume für Videotelefonie geben. Generell wird es zu einer andere Gestaltung der Büroräume kommen, als sie heute üblich ist“, sieht Zesch die Zukunft.

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