FMK: Ohne Smartphone kein Unterricht

verfasst am 20.5.2021
FMK: Ohne Smartphone kein Unterricht

Das Forum Mobilkommunikation hat die Zahlen für den Mobilfunkmarkt 2020 veröffentlicht: Es gibt ein Plus bei Gesprächsminuten, Datenvolumen sowie bei SIM-Karten. Besonderes Augenmerk wurde aber auch auf neue Nutzung digitaler Medien im Home Schooling gelenkt.

Nicht nur Telefonie und Datenvolumen stiegen in den Lockdowns deutlich an, durch Corona kam es 2020 auch zu einem neuen Denken von Smartphones, Tablets und Co. für den Unterricht. Das FMK, die Interessensvertretung der Österreichischen Mobilfunkbranche, hat dieses Umdenken erfasst.

Home Schooling 2020

Das FMK beauftragte MAKAM Research mit einer Umfrage unter Lehrern bezüglich der Veränderungen zu Home Schooling und verglich die Zahlen mit der Umfrage von 2015.

Nun gaben 84 Prozent der Lehrer an, dass der Unterricht ohne Smartphone, Tablet oder ein anderes digitales Werkzeug nicht hätte fortgeführt werden können. Hier gab es einen deutlichen Digitalisierungsschub und Paradigmenwechsel, denn 2015 lehnten noch 78 Prozent Smartphones im Unterricht ab.

Das Smartphone wurde in den Vorjahren stets als Ablenkung empfunden. Sogar in den Pausen war die Handy-Nutzung verpönt, da man darin eine Schwächung der Sozialkompetenzen befürchtete. Nun hat man die sinnvolle Verwendung von digitalen Werkzeugen notwendigerweise in den Unterricht integrieren müssen – und kam zu dem Schluss, dass Smartphones den Schülern neben der Verwendung im Home Schooling auch eine psychische Stütze waren.

Das FMK stellt unter lehrer.at/handy interdisziplinäres Unterrichtsmaterial in mehreren Modulen gratis zur Verfügung. Hier soll eine kritische Auseinandersetzung mit den neuen digitalen Medien ermöglicht werden.

Mehr mobile Telefonie

Die Pandemie schlägt sich auch in den Zahlen des Mobilfunks nieder. Der Lockdown zeigte sich nicht nur in der deutlich verringerten Mobilität, sondern auch in einer Verdoppelung bis Verdreifachung der Mobiltelefonie.

Seit 2016 wurden jährlich rund 22 Milliarden Gesprächsminuten vertelefoniert, mit kaum nennenswerten Abweichungen dieses Wertes. Nun kam es 2020 zu einem Telefonierekord: Um bis zu 81 Prozent stieg der Tagesdurchschnitt an – über 29,1 Milliarden Minuten wurden mobil vertelefoniert. Dies ist nicht nur den privaten Kontaktverboten geschuldet, sondern hat auch durch das Home Office und Home Schooling enormen Zuwachs erfahren.

Mehr Datenvolumen

Auch beim Datenvolumen gab es einen großen Sprung, wenngleich hier auch ein stetiger Anstieg zu sehen war. Es wurden 2020 in Österreichs Netzen 3 Milliarden Gigabyte mobil übertragener Daten verbraucht. Hier sieht das FMK den besonders starken Bedarf im Ausbau von 5G um die LTE-Netze zu entlasten.

Gerade in der Coronakrise zeigte sich, dass ein stabiler Internetzugang wichtiger denn je für die Gesellschaft wurde. Das FMK bietet Informationen über 5G unter 5ginfo.at zu Technik und Netzausbau zur Verfügung.

Mehr SIM-Karten

Auch bei den SIM-Karten gab ein erwartetes Plus. Zum Stichtag 31.12.2020 befanden sich in Österreich rund 18, 2 Millionen aktive SIM-Karten im Umlauf. Das bedeutet, dass die Anzahl der SIM-Karten gegenüber dem Vorjahr um etwa eine Million zugelegt hat.

Der Anstieg war zu erwarten, da immer mehr smarte Geräte mit dem Internet verbunden sind. Es sind also vor allem die IoT- und M2M-Lösungen, die diesen Anstieg verursachen, weniger privat genutzte SIM-Karten.

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Über den Autor
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.