Mit einem WLAN Sniffer lassen sich WLAN Netzwerke finden und zum Teil auch ausspionieren. Mit dieser Art Programmen ist daher sowohl eine legale als auch eine illegale Verwendung möglich. Prinzipiell unterscheidet man aktive und passive WLAN Sniffer. Beide sind Scanprogramme und dienen der Netzwerkanalyse.
Aktive WLAN Sniffer
Aktive Sniffer senden eine Anfrage, auf die Access Points antworten. Man nennt dies auch einen „Handshake“. Das bedeutet, dass der Sniffer ein Datenpaket (ein sogenanntes Probe-Request) losschickt, dass fragt, ob ein Netzwerk in der Nähe ist. Jedes Netzwerk in Reichweite antwortet daraufhin. Hier werden keine persönlichen Daten ausgetauscht, sondern nur festgestellt, welche Netzwerke sich in der Nähe befinden.
Passive WLAN Sniffer
Dagegen dienen passive Sniffer nicht nur zum Finden eines Netzwerks, sondern auch zum Abhören. Sie senden keine Abfrage aus, sondern empfangen nur Daten. Daher können sie auch nicht entdeckt werden. Sie können aber umgekehrt einen aktiven WLAN Sniffer erkennen. Außerdem erkennen passive Sniffer auch WLANs, die keinen Handshake verwenden (und auf Probe-Requests nicht antworten). Dies betrifft zum Beispiel interne WLAN-Netzwerke von Verkehrsbetrieben oder ähnliches.
Weitere Sniffer
Der Ausdruck Sniffer wird auch für Programme verwendet, die den Datenverkehr überwachen und ausspionieren können. Während ein Router nur die Adresse eines Datenpakets liest, und es dann passend weiterleitet, kann mit einem Sniffer auch das Datenpaket selbst eingesehen werden. Dies kann in Netzwerken legal erfolgen, um Probleme zu finden. Es kann aber auch rechtswidrig angewendet werden um Daten zu sammeln.
( Artikel veröffentlicht: 25.09.2020 )