Apple Pay ist ein mobiles Zahlungssystem der Firma Apple, das für iPhones, Apple Watches oder andere iOs-Divices konzipiert ist. Du benötigst dafür außerdem über eine Apple-ID.
Seit April 2019 ist es möglich mittels Apple Pay in Österreich zu bezahlen. Dabei kann es mit dem Apple Wallet oder einem anderen Wallet verknüpft werden.
Verwendung von Apple Pay
Mobile Payment oder MPayment, ist das elektronische, kontaktlose und bargeldlose Zahlen. Dies geschieht mithilfe von mobilen Geräten, auch Devices genannt, wie iPhones, iPads oder Wearables wie der Apple Watch. Wichtig ist, dass das Gerät NFC-fähig ist.
Für die Zahlung wird das Device, also zum Beispiel ein iPhone, bei der Kassa über das Zahlungsterminal gehalten. Du kannst bei jedem Bezahlvorgang auswählen, ob Du mit der üblichen oder einer anderen mit dem Konto verknüpften Karte zahlen möchtest. Um mit der Standardkarte zu bezahlen, drückt man einfach zweimal auf die Seitentaste. Der Zahlvorgang wird per Gesichtserkennung (FaceID) oder PIN bestätigt. Die Abbuchung erfolgt automatisch. Weil das Device nur in unmittelbare Nähe des Lesegeräts gehalten werden muss, spricht man hier von einem kontaktlosen Bezahlen.
Kundenkarten und Tickets bei Apple Pay
Nicht nur Kreditkarten und Giro-Konten sind mit dem Apple Wallet verknüpfbar, auch sämtliche Kundenkarten und Gutscheine lassen sich hier praktisch digital aufbewahren. Zusätzlich ist es auch möglich Tickets wie Zugfahrkarten, Eintrittskarten, Kinokarten oder Boardkarten für Flüge zu speichern. Diese sind prinzipiell übersichtlich angeordnet, Du kannst sie aber auch zusätzlich über die Suchfunktion finden.
Wer die automatische Auswahl aktiviert, dem wird im Geschäft immer gleich die passende Kundenkarte ausgewählt. Zusätzlich kannst Du Mitteilungen zu Informationen wie aktualisierten Fluginformationen oder Angeboten von Geschäften erhalten. Das Eingeben funktioniert zum Teil mittels Scan der Kartennummer, als auch per händischer Eingabe von Name, Ablaufdatum und Prüfnummer (der dreistelligen Nummer auf der Rückseite der Karte).
Sicherheit von Apple Pay
Apple Pay gilt als besonders sicher. Beim Bezahlvorgang wird mit Apple Pay nie die Nummer des Kontos oder der Kreditkarte verraten, sondern mit einer sogenannten Device Account Number gearbeitet, also einem Token bzw. virtuellen Kartennummer. Diese wird vom Betriebssystem isoliert und verschlüsselt gespeichert. Auf einem Gerät derart hinterlegte Kartendaten können jederzeit vom Nutzer wieder gelöscht werden. Bei Verlust des Geräts kannst du die Kartendaten über die App „Mein iPhone suchen“ von einem anderen Device oder über die iCloud-Einstellungen auch ohne direkten Zugriff darauf löschen. Zusätzlich wird jede Transaktion mit einem einmaligen, spezifischen und dynamischen Sicherheitscode autorisiert.
Sensible Daten werden bei der Zahlung nicht übertragen, nur auf Wunsch im Online-Handel kann die Adresse weitergegeben werden. Insbesondere erhält der Verkäufer niemals die tatsächlichen Kreditkartendaten des Kunden, sondern nur die Device Account Number sowie die Bestätigung der Bank, dass diese mit einer gültigen Karte verknüpft ist.
Für eine Zahlung kannst Du Dich per Face ID verifizieren.
Kosten von Apple Pay
Apple Pay ist für Nutzer:innen gratis. Es finanziert sich über den Händler, für den 0,15% des Umsatzes jeder Transaktion an Apple gehen.
Breite Basis - Akzeptanz von Apple Pay
Zahlen kannst Du mit Apple Pay in vielen Geschäften und Restaurants, es ist besonders weit verbreitet. Achte dafür auf das Apple Pay-Logo oder das NFC-Logo. Apple Pay funktioniert bei allen Bezahlterminals weltweit, die kontaktloses Zahlen unterstützen. Auch bieten die meisten Online-Shops und Apps Apple Pay an. Apple Pay wird von fast allen österreichischen Banken unterstützt und ist mit der jeweiligen Banking-App kombinierbar.
Unterstützt werden unter anderem:
- Erste Bank/Sparkasse
- Raiffeisen
- Volksbank
- Bank Austria
- DADAT Bank
- Hypo (NÖ, Tirol und Vorarlberg)
Zudem sind aber auch Konten bei in Österreich verfügbaren anderen Finanzdienstleistungsanbietern bzw. Auslandsbanken verknüpfbar. Unterstützt werden unter anderem:
- bunq
- Curve
- Fidor
- Monese
- N26
- Revolut
- TransferWise
- VIMpay
Über diese Finanzdienstleistungsanbieter besteht die Möglichkeit eine virtuelle Debitcard zu erstellen. Diese kann per Überweisung aufgeladen werden. Es können Kosten von bis zu etwa 100€ pro Jahr dafür anfallen.
Apple Cash, also die direkte Übermittlung von Geld an andere Personen, ist derzeit noch nur in den USA möglich.
Transaktionen prüfen
Du kannst entweder alle Transaktionen, die über Dein Kredit- oder Debitkartenkonto getätigt hast (einschließlich aller Apple Pay-Geräte und physischen Karten) anzeigen lassen oder nach Karte bzw. Konto filtern. Du findest sie unter dem Reiter “Transaktionen”.
Dabei kann es sein, dass einige Kartenaussteller und Banken nur aufgelistet werden, wenn sie von dem Gerät getätigt wurden, gelegentlich kann auch nur der zunächst autorisierte Betrag angezeigt werden. Für eine exakte Auflistung ist daher immer die Abrechnung Deiner Bank oder Deines Kartenausstellers zu kontrollieren.
Mehr zu Apple Pay
Apple ist ein weltweit bekanntes Unternehmen, das vor allem auf Computer, Smartphones und andere Elektronik spezialisiert ist. Der Hauptsitz von Apple, der Apple Park, befindet sich im kalifornischen Cupertino. Das hauseigene Zahlungssystem Apple Pay gibt es seit Oktober 2014.
( Zuletzt aktualisiert: 13.01.2026. Ursprünglich veröffentlicht: 28.04.2020 )