Windpark

Stehen mehrere Windräder in Nähe zueinander, wird zumeist von einem Windpark gesprochen. Üblicherweise erzeugen Windparks an über 95 Prozent der Tage Strom.

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2023 gab es insgesamt 1.426 Windkraftanlagen, im Jahr davor waren es noch 1.374 Räder. Windkraft wächst stark, und das ist auch gut so, damit wir die CO2-Ziele der EU erreichen können. Zugenommen hat damit auch der Windanteil an der österreichischen Stromerzeugung, der mittlerweile bei 15,3 Prozent liegt. Wurden 2022 noch 7,19 TWh erzeugt, waren es 2023 bereits 8,26 TWh.

Die meisten Windkraftanlagen stehen in den Bundesländern Niederösterreich (797 Stück) und Burgenland (461 Stück). In Tirol, Vorarlberg und Salzburg waren im Jahr 2023 hingegen gar keine Anlagen vorhanden.

Größter Windpark Österreichs

Der größte österreichische Windpark steht im burgenländischen Andau, nahe des „Dreiländerecks“ von Österreich, Ungarn und der Slowakei. Dort stehen 79 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 237 MW. Diese können jährlich rund 545 Millionen kWh Ökostrom erzeugen und über 155.000 Haushalte versorgen.

Im März 2013 wurde die erste Windkraftanlage in Probebetrieb genommen, ab August 2014 fand die offizielle Inbetriebnahme statt. Damals brachte der Windpark rund ein Drittel der gesamten Windenergie des Burgenlandes, Dadurch wurde das östlichste Bundesland als erstes rechnerisch stromautark.

Der Windpark Andau soll der größte Windpark Mitteleuropas sein und der drittgrößte Onshore-Windpark Europas. Er wird von der Energie Burgenland Windkraft, einem Tochterunternehmen der Energie Burgenland, ImWind sowie der Püspök Group betrieben.

Onshore und Offshore? Onshore bedeutet, dass sich die Windräder an Land befinden. In Österreich gibt es, mangels eines Meeres, nur Onshore-Windräder. Offshore-Windräder sind zumeist deutlich größer und sogar über 170 Meter hoch. Sie haben oft einen Rotordurchmesser von über 200 Meter.

Größtes Windrad Österreichs

Die meisten Windräder im Windpark Andau haben eine Nabenhöhe von rund 135 Meter, mit Flügeln sind sie daher etwa 186 Meter groß. Zum Vergleich: Der Wiener Stephansdom ist 136 Meter hoch.

Es handelt sich bei den Windrädern um Hybridtürme, die im unteren Bereich aus vorgefertigten Fertigbetonteilen bestehen, die auf der Baustelle zu Turmringen zusammengefügt werden. Der obere Bereich besteht aus Stahlblech. Das gesamte Windrad kann recycelt werden.

Auch das größte Windrad Österreichs steht im Burgenland, nämlich im Windpark Gols. Es misst stolze 242 Meter Gesamthöhe.

( Artikel veröffentlicht: 03.04.2024 )

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Über die Autorin
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.