Ergebnisse der zweiten 5G-Frequenzauktion

Verfasst am 11.9.2020

Heute, am 11. September 2020, wurden die 5G - Frequenzbänder für 700 MHz, 1500 MHz und 2100 MHz für eine Summe von fast 202 Mio. Euro versteigert. Es konnten sich alle drei österreichischen Netzanbieter Frequenzen sichern.

Die zweite Frequenzbandauktion für 5G ging nach 60 Bietrunden und vier Wochen über die Bühne. Im Unterschied zur ersten Auktion ging es nun um unterschiedliche Frequenzbänder: Es wurden die Bänder zu 700, 1500 und 2100 MHz durch die RTR vergeben. Mitgesteigert haben die Netzanbieter A1 Telekom Austria, Magenta Telekom und Hutchison Drei Austria.

„Im Fokus der zweiten 5G-Auktion stand eine flächendeckende Versorgung derjenigen Gebiete, in denen sich die Menschen tagtäglich aufhalten und bewegen. Dazu zählen auch Autobahnen, Straßen und Bahnstrecken“, erklärt Klaus Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR.

5G flächendeckend

Insgesamt gelangten 27 Frequenzpakete in den Bereichen 700 MHz (6 Blöcke), 2100 MHz (12 Blöcke) und 1500 MHz (9 Blöcke) zur Vergabe. Damit verknüpft ist nicht nur die Nutzung der Frequenzen, sondern auch die Verpflichtung zum Netzausbau. Dabei soll vor allem die flächendeckende Versorgung bis 2030 mit festen und mobilen Gigabitanschlüssen auch in ländlichen Regionen gewährleistet werden. Die neuen Lizenzen gelten ab 01. 01. 2021 mit Nutzungsrechten bis 31. 12. 2044.

Startschuss für mehr Netzausbau

Die Mobilfunker zeigen sich erfreut: „A1 hat eine führende Position im 800 MHz Bereich. Damit lag der strategische Fokus von A1 auf der Absicherung der wichtigen 2.100 MHz Frequenzen, unserem Kernband und Herzstück. Dieser Frequenzbereich konnte nun sogar ausgebaut werden. Besonders der ländliche Raum wird davon profitieren“, so Marcus Grausam, CEO A1 Österreich, zum Ergebnis.

„Mit der neuen Frequenzausstattung können wir unsere Rolle als führender 5G-Anbieter stärken. Wir können eine optimale Ergänzung zu unseren Gigabit-Netzen in den Ballungsräumen genauso sicherstellen wie eine Flächenversorgung in ländlichen Regionen. Den 5G-Ausbau werden wir jedenfalls so rasch wie möglich weiter vorantreiben“, betont Andreas Bierwirth, CEO von Magenta Telekom.

„Mit den neuen Frequenzen werden wir auf unseren Knowhow-Vorsprung aufsetzen und ein 5G Netz errichten, das punkto Netzqualität und Flächenversorgung neue Maßstäbe setzen wird“, sagt Jan Trionow, CEO von Drei. Er hofft auf den Zuspruch der Bevölkerung zu 5G: „Für die tatsächliche rasche 5G Versorgung benötigen wir jetzt auch den guten Willen und die Mithilfe der Gemeinden und moderate Mieten für Antennenstandorte auf öffentlichen Gebäuden.“

5G – Gemeinden

Die Rechte an einer Frequenz sind immer mit der Versorgungspflicht gekoppelt. So müssen Katastralgemeinden, Städte, Landes- und Bundesstraßen sowie Bahnstrecken an das Netz angeschlossen werden. So wurde die Versorgungspflicht weiterer Katastralgemeinden durch die Anbieter von der RTR definiert. Insgesamt müssen 1.702 Gemeinden, die bislang nicht oder nur schlecht abgedeckt sind, vom jeweiligen Bieter flächendeckend versorgt werden. Drei wurde zu 738 Gemeinden verpflichtet, Magenta zu 615 und A1 zu 349.

Ersteigerte Frequenzbereiche

Im 700 MHz-Bereich gab es insgesamt 2x30 MHz, die versteigert wurden. Magenta sicherte sich und 2x20, Drei 2x10 MHz davon. A1 ersteigerte in diesem Bereich nichts.

Im Bereich zu 1500 MHz wurden insgesamt 80 MHz und der erheblich eingeschränkt nutzbare Block B01 (10 MHz) versteigert. A1 und Drei sicherten sich je 30 MHz, Magenta ersteigerte 20 MHz und den Block B01.

Für das 2100 MHz-Band standen 2x60 MHz zur Verfügung. A1 ersteigerte 2x25 MHz, Drei 2x20 MHz und Magenta 2x15 MHz.

Kosten

Insgesamt wurde für die Frequenzbänder die Summe von 201.876.964 Euro aufgebracht. Davon entfallen 86.720.240 Euro auf Magenta, 65.597.430 Euro auf A1 und 49.559.294 auf Drei.

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