Infrarot

Infrarot ist nicht nur im Saunabereich toll, wo durch Infrarotstrahlung wohlige Tiefenwärme entsteht, sondern es ist damit auch ein Übertragungsstandard für Daten möglich. Optische kabellose Punkt-zu-Punkt-Datenübertragungen funktionieren mittels infrarotem Licht im Bereich von 850 bis 900 Nanometer. Nötig ist dafür ein Infrarotport bei beiden Endpunkten. Datenübertragungsraten von bis zu 12,5 GBit/s sind auf kurzen Distanzen möglich.

Die Infrared Data Association (IrDA) spezifiziert seit 1993 die Standards von Infrarottransceivern und Protokollspezifikationen für Infrarotübertragung.

Schnelle Übertragung auf engem Raum

Besonders geeignet ist die Übertragungsform im Bereich des Personal Area Networks – das heißt einem schnell aufgebautem Kleinstnetzwerk aus Laptop, Smartphone und ähnlichen Geräten. Auch Bluetooth oder Near Field Communication (NFC) wird auf dieser sehr kurzen Distanz eingesetzt.

Die Übertragung von Daten per Infrarot von einem Gerät zu einem anderen wird im Englischen manchmal auch als Beamen bezeichnet.

Vorteile und Nachteile von Infrarot

Vorteil der Infrarotverbindung ist eine energieeffiziente und hohe Datenübertragungsrate, die auf Grund der sehr geringen Reichweite relativ abhörsicher ist. Der Nachteil ist, dass eine direkte Sichtverbindung zwischen den Endpunkten bestehen muss.

Übersicht der Infrarot Protokolle

Es gibt viele verschiedene Protokolle:

  • IrPHY
  • SIR (Serial Infrared) mit bis zu 115,2 kbit/s
  • MIR (Medium Infrared) mit bis zu 1,152 Mbit/s
  • FIR (Fast Infrared) mit bis zu 4 Mbit/s
  • VFIR (Very Fast Infrared) mit bis zu 16 Mbit/s
  • UFIR (Ultra Fast Infrared) mit 96 Mbit/s
  • Giga-IR mit bis zu 1 Gbit/s
  • IrLAP (Infrared Link Access Protocol)
  • IrLMP (Infrared Link Management Protocol)
  • IrCOMM
  • IrOBEX (kurz OBEX für OBject EXchange)
  • IrSimple/IrSimpleShot
  • IrMC (Infrared Mobile Communications)

Fernbedienungen wie zum Beispiel für Fernseher funktionieren meist über Infrarot, doch die Übertragungstechnik unterscheidet sich stark zu den IrDA-Protokollen.

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Häufige Fragen zum Thema Infrarot

Datenübertragungen via Infrarot sind energieeffizient und bieten eine hohe Datenübertragungsrate. Zudem ist die Übertragung auf Grund der sehr geringen Reichweite relativ abhörsicher.

Der Nachteil an Infrarot-Datenübertragung ist, dass eine direkte Sichtverbindung zwischen den Endpunkten bestehen muss.

Licht das mit einer Wellenlänge zwischen 780 nm und 1 mm erscheint, wird als Infrarotlicht bezeichnet. Dieses kann für verschiedene Zwecke, von der Infrarot-Lichtschranke bis zu Rotlichtlampen aber auch für Datenübertragung eingesetzt werden.