Internet erholt sich vom Corona-Tief

verfasst am 20.4.2020
Internet erholt sich vom Corona-Tief

Wie kürzlich berichtet, hatten die Netze der heimischen Mobilfunkbetreiber zuletzt an Geschwindigkeit eingebüßt. Mit dem Ausbruch der Corona-Krise kam es zwischen 6. und 18. März zu einem Einbruch der Datengeschwindigkeit um fast elf Prozent. Wir können Euch auch weiterhin beruhigen und sogar vermelden, dass die Geschwindigkeit im LTE-Netz seither wieder deutlich zunimmt – im Wochenvergleich zum Teil sogar um bis zu 60 Prozent. Im Bundesländervergleich sind nur vereinzelt Nachzügler zu beobachten.

Nachdem die Geschwindigkeit der heimischen Mobilfunknetze, direkt nach Ausgang der Pandemie, spürbar eingebrochen war, haben wir uns die Entwicklung der Netzqualität erneut angesehen. Über 380.000 neuerlichen Messungen von unserem Speedtest sowie Daten aus dem Netztest der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) haben ergeben: Die Netzqualität hat sich, seit Ausbruch der Corona-Pandemie, bei allen drei großen Mobilfunknetzbetreibern wieder spürbare verbessert:

  • Mit durchschnittlich 25,39 Mbit/s hat die Geschwindigkeit der heimischen LTE-Netze am Sonntag 22. März 2020 den Tiefpunkt erreicht.
  • Am Sonntag 12. April wurde im Vergleich dazu, mit durchschnittlich 35,17 Mbit/s, bereits wieder um 39 Prozent mehr Speed gemessen.
  • Höher war die Kluft nur einen Tag davor, am Samstag 11. April, als die LTE-Netze im Durchschnitt sogar 38,79 Mbit/s erzielten. Das entspricht einer Steigerung um 52,8 Prozent im Gegensatz zum 22. März.

60 Prozent mehr Geschwindigkeit in Oberösterreich und Burgenland

Bis auf die Steiermark profitieren aktuell wieder alle Bundesländer von einem spürbar schnelleren LTE-Netz. Unser Der Bundesländervergleich zeigt, dass das Netz vor allem in Oberösterreich und dem Burgenland einen Zahn zugelegt hat.

  • Die Oberösterreicher und Burgenländer können sich dieser Tage über die deutlichste Geschwindigkeitszunahme freuen. Sie surften etwa am Montag 6. April um ganze 60 Prozent schneller als noch drei Wochen zuvor, am 16. März.
  • Nur die Steirer müssen mit einem leichten Verlust von 10 Prozent weiterhin Speedverluste hinnehmen.

Auch Entspannung im Festnetz-Internet

Auch das heimische Kabelinternet konnte die leichten Verluste zwischenzeitlich wieder wettmachen. Mit durchschnittlich 88 Mbit/s erreicht auch dieses Festnetzinternet wieder Pre-Corona-Werte. Dem gesamten Ergebnis liegen drei Mal so viele Speedtests zugrunde, als vor Ausbruch der Pandemie. Das Interesse an einer guten Internetverbindung ist und bleibt daher ungebrochen groß.

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Über den Autor
Geschrieben von Dipl.-Ing. Maximilian Schirmer
Dipl.-Ing. Maximilian Schirmer
Maximilian ist Gründer und Geschäftsführer von tarife.at. Seit 2012 entwickelt der Wirtschaftsinformatiker ausgefuchste Tarifvergleiche, die nur ein Ziel haben: Den besten Tarif für dich zu finden. Dafür wurde er vom Wirtschaftsmagazin Forbes als einer von „30 under 30“ ausgezeichnet.