Snarfing

Snarfing ist der Diebstahl oder die Manipulation von Daten in einem Netzwerk. Zumeist ist dies bei WLAN oder Bluetooth der Fall.

Snarfing kommt aus dem Englischen und ist ein Kunstwort aus snort („aufschnupfen“) und scarf „verschlingen“) und bedeutet umgangssprachlich stehlen. Auch in der populären US-Serie Trollz gibt es die Figur Snarf, die sich bei Hunger in ein Monster verwandelt.

Zuerst werden für das Snarfing drahtlose Netzwerke aufgespürt. Danach versuchen Snarfer über diese Verbindung Daten auszuspionieren oder auch zu manipulieren.

WLAN Snarfing

Das Aufspüren von WLANs geschieht zum Beispiel mit einem WLAN Sniffer und wird Wardriving genannt. Je nach Technik können diese WLAN-Netzwerke aufspüren und auch abhören. Dabei wird systematisch nach WLANs gesucht.

Bösartige Wardriver, auch Cracker oder Black Hats genannt, wollen sich in ein WLAN einhacken oder benutzen ein offenes WLAN für ihre Zwecke. Meist wollen diese Daten stehlen oder über diesen Zugang ihre Spuren verwischen.

Hotspot Snarfing

Besonders Hotspots sind beliebte Ziele von Snarfern. Hotspots sind Gratis Zugangspunkte für WLANs, die es an vielen öffentlichen Plätzen wie Kaffehäusern, Restaurants, Flughäfen, Bahnhöfen oder Gemeindezentren gibt.

Bei Hotspots versuchen Snarfer häufig einen anderen Netzwerkknoten vorzugeben (man nennt dies auch Man in the middle – Angriff) und Informationen auszuspionieren. Freies WLAN zu nutzen birgt daher immer ein großes Risiko. Hier sollte man möglichst keine sensiblen Daten verwenden, wie etwa Online Banking, E-Mails schreiben oder sich in soziale Netzwerke einzuloggen. Passwort und Benutzernamen jeder Anwendung könnten ausgelesen werden.

Bluesnarfing und Bluejacking

Auch Bluetooth-Verbindungen können von Snarfern attackiert werden. Man nennt dies auch Bluesnarfing. Dabei erhält der Snarfer Zugang zu Kalender, Adressbuch, E-Mails und Textmitteilungen auf Geräten mit Bluetooth wie etwa Handys, Computern und Laptops.

Dabei kann jedes Gerät angegriffen werden, das eine eingeschaltete Bluetooth-Verbindung hat, die „für andere sichtbar“ eingestellt ist. Bei ausgeschalteter Sichtbarkeitsfunktion ist das Gerät zumindest besser geschützt. Sicherheit gewährleistet jedoch nur eine Deaktivierung der Bluetoothfunktion.

Eine spezielle Form von Bluesnarfing wird **Bluejacking** genannt. Dabei werden unangeforderte Nachrichten an Bluetooth-fähige Geräte versandt, die ungewünschte Werbung aber auch Handyviren enthalten können.

Snarfing verhindern

Um Snarfing zu verhindern solltest du Gratis-WLAN meiden. Die Bluetoothfunktion solltest du, wenn möglich, immer ausschalten oder zumindest auf „nicht sichtbar“ stellen.

Nutze gute Passwörter, die aus Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen und keinen echten Worten bestehen. Eine Absicherung bieten auch MFA, eine Multi- oder Zweifaktorauthentifizierung. Dein Heim-WLAN sollte generell nie ungeschützt und offen sein.

( Artikel veröffentlicht: 02.12.2020 )

Jetzt Handytarife finden!



Über die Autorin
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.

Häufige Fragen zum Thema Snarfing

Um Snarfing zu verhindern solltest Du Gratis-WLAN meiden. Die Bluetoothfunktion solltest Du, wenn möglich, immer ausschalten oder zumindest auf „nicht sichtbar“ stellen. Nutze gute Passwörter, die aus Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen und keinen echten Worten bestehen. Eine Absicherung bieten auch MFA, eine Multi- oder Zweifaktorauthentifizierung. Dein Heim-WLAN sollte generell nie ungeschützt und offen sein.


Snarfing ist der Diebstahl oder die Manipulation von Daten in einem Netzwerk. Zumeist ist dies bei WLAN oder Bluetooth der Fall.

Snarfing kommt aus dem Englischen und ist ein Kunstwort aus snort („aufschnupfen“) und scarf „verschlingen“) und bedeutet umgangssprachlich stehlen. Auch in der populären US-Serie Trollz gibt es die Figur Snarf, die sich bei Hunger in ein Monster verwandelt.

Zuerst werden für das Snarfing drahtlose Netzwerke aufgespürt. Danach versuchen Snarfer über diese Verbindung Daten auszuspionieren oder auch zu manipulieren.


Das Aufspüren von WLANs geschieht zum Beispiel mit einem WLAN Sniffer und wird Wardriving genannt. Je nach Technik können diese WLAN-Netzwerke aufspüren und auch abhören. Dabei wird systematisch nach WLANs gesucht.

Bösartige Wardriver, auch Cracker oder Black Hats genannt, wollen sich in ein WLAN einhacken oder benutzen ein offenes WLAN für ihre Zwecke. Meist wollen diese Daten stehlen oder über diesen Zugang ihre Spuren verwischen.

Besonders Hotspots sind beliebte Ziele von Snarfern. Hotspots sind Gratis Zugangspunkte für WLANs, die es an vielen öffentlichen Plätzen wie Kaffehäusern, Restaurants, Flughäfen, Bahnhöfen oder Gemeindezentren gibt.

Bei Hotspots versuchen Snarfer häufig einen anderen Netzwerkknoten vorzugeben (man nennt dies auch Man in the middle – Angriff) und Informationen auszuspionieren. Freies WLAN zu nutzen birgt daher immer ein großes Risiko. Hier sollte man möglichst keine sensiblen Daten verwenden, wie etwa Online Banking, E-Mails schreiben oder sich in soziale Netzwerke einzuloggen. Passwort und Benutzernamen jeder Anwendung könnten ausgelesen werden.

Auch Bluetooth-Verbindungen können von Snarfern attackiert werden. Man nennt dies auch Bluesnarfing. Dabei erhält der Snarfer Zugang zu Kalender, Adressbuch, E-Mails und Textmitteilungen auf Geräten mit Bluetooth wie etwa Handys, Computern und Laptops.

Dabei kann jedes Gerät angegriffen werden, das eine eingeschaltete Bluetooth-Verbindung hat, die „für Andere sichtbar“ eingestellt ist. Bei ausgeschalteter Sichtbarkeitsfunktion ist das Gerät zumindest besser geschützt. Sicherheit gewährleistet jedoch nur eine Deaktivierung der Bluetoothfunktion.

Eine spezielle Form von Bluesnarfing wird Bluejacking genannt. Dabei werden unangeforderte Nachrichten an Bluetooth-fähige Geräte versandt, die ungewünschte Werbung aber auch Handyviren enthalten können.


Bluesnarfing und Bluejacking sind unerwünschte Manipulation oder das Ausspionieren von Daten über Bluetooth. Dabei handelt es sich um Formen von Snarfing. Beim Bluesnarfing können Snarfer über Bluetooth Zugang zu Kalender, Adressbuch, E-Mails und Textmitteilungen erhalten. Dabei kann jedes Gerät mit Bluetooth (wie etwa Handys, Computer und Laptops) Ziel der Attacke werden.

Jedes Gerät, das eine eingeschaltete Bluetooth-Verbindung hat, die „für andere sichtbar“ eingestellt ist, kann attackiert werden. Bei ausgeschalteter Sichtbarkeitsfunktion ist das Gerät zumindest besser geschützt. Sicherheit gewährleistet jedoch nur eine Deaktivierung der Bluetoothfunktion.


Bluesnarfing und Bluejacking sind unerwünschte Manipulation oder das Ausspionieren von Daten über Bluetooth. Dabei handelt es sich um Formen von Snarfing. Eine spezielle Form von Bluesnarfing wird Bluejacking genannt. Dabei werden unangeforderte Nachrichten an Bluetooth-fähige Geräte versandt. Diese können zum Beispiel als Werbestrategie an alle Kunden vor einem Geschäft ausgesendet werden, oder aber auch von Kriminellen dazu verwendet, um Handyviren zu übertragen.


Bluetooth ist eine drahtlose Verbindung, die es kabellos ermöglicht kleine Daten zu senden. Die Reichweite liegt üblicherweise bei unter 10 Metern. Durch die begrenzte Reichweite von Bluetooth könnte man meinen, Snarfer wären in unmittelbarer Nähe. Leider ist Bluesnarfing und Bluejacking mit einem starken Transmitter auf eine Distanz bis zu 100 Meter möglich.