Roamingsperre

Roamingsperren verhindern teure Kosten beim Einwählen in ein fremdes Netz. Sie können beim Anbieter meist im Kundenportal, per App oder auch per Hotline eingerichtet werden.

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Roaming kann teuer kommen, besonders außerhalb der EU-Zone. Um gegen diese Kostenfalle geschützt zu sein, gibt es Roamingsperren. Je nach Anbieter können diese zumeist per App, im Kundenportal auf der Homepage oder auch telefonisch über Hotline erstellt werden.

60 Euro Grenze

Generell gibt es ein Limit von 60 Euro, wenn Du im Ausland mobiles Internet nutzt, sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU. Das ist automatisch voreingestellt, Du kannst diese Grenze aber ändern.

Sobald Du 80 Prozent der Kosten erreicht hast (also bei der Grenze von 48 Euro), erhältst Du als Vorwarnung eine Nachricht von Deinem Anbieter.

Hast Du den Betrag von 60 Euro für Datendienste erreicht, sperrt Dein Anbieter automatisch jede weitere Datenübertragung im Mobilfunknetz. Außerdem erhältst Du eine Nachricht mit der Information, ob Du die Sperre aufheben möchtest. Bestätigst Du das, gibt es keine Kostengrenze mehr! Tust Du nichts bleibt die Sperre hingegen aufrecht bis zum nächsten Verrechnungsmonat.

Vorsicht bei Businesstarifen: Hier kann es erforderlich sein, dass das Unternehmen das 60-Euro-Limit aktiviert.

Komplette Roamingsperre oder Nicht-EU-Sperre

Besonders sicher ist natürlich eine komplette Roamingsperre – dann können Dir im Ausland keine Kosten entstehen. Die Nutzung von Roaming für Anrufe, SMS und Daten kann meist gesamt gesperrt werden, oder auch ob die Sperre auch für Telefonie und SMS oder ausschließlich für Datenroaming gelten soll.

Bei vielen Handys gibt es die Möglichkeit, Datenroaming abzuschalten. Wir empfehlen dies aus Sicherheitsgründen aber immer über den Anbieter selbst zu sperren.

Doch was ist, wenn Du EU-Roaming willst, doch Du befindest Dich an der Grenze oder nutzt Fähren? Dann kannst Du bei den meisten Anbietern gezielt auch nur EU-Roaming erlauben, teures Nicht-EU-Roaming aber ausschließen. Welche Anbieter eine solche Nicht-EU-Roamingsperre anbieten findest Du hier:

Anbieter Nicht-EU-Roamingsperre
A1Ja, mit Einschränkungen
BE.funktJa
bobJa
DreiJa
EducomJa
EetyNein
GeorgJa
gooodJa
HoTJa
kabelplus mobileNein
Krone/KurierJa
Lidl ConnectNein
LIWEST mobilJa
Lyca MobileNein
MagentaJa
M:TelNein
Red Bull MobileNein
S-BudgetNein
SIMfonieJa
spusuJa
WowwwJa
yesss!Ja
YooopiJa
XOXOJa

Tarifzonensperren

Es gibt nicht nur Roamingsperren, sondern auch Tarifzonensperren. Diese unterbinden Telefonie und SMS in bestimmte Zonen, wie etwa Anrufe ins Ausland.

( Zuletzt aktualisiert: 26.09.2025. Ursprünglich veröffentlicht: 20.08.2025 )

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Über die Autorin
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.

Häufige Fragen zum Thema Roamingsperre

Roaming (aus dem Englischen Verb „roam“ – zu Deutsch herumstreunen, wandern, streunen) bezeichnet die Fähigkeit, sich in ein anderes Mobilfunknetz als das Heimnetz einzuwählen. Meistens sprechen wir von internationalem Roaming, das einfacher ausgedrückt die Handynutzung im Ausland bezeichnet, da dort das Heimnetzwerk nicht verfügbar ist. Zu unterscheiden ist außerdem aktives und passives Roaming: Ersteres tritt ein, wenn man selbst im Ausland einen Anruf tätigt oder eine SMS abschickt; Letzteres, wenn man sich im Ausland befindet und einen eingehenden Anruf erhält. Bei beiden Arten entstehen unterschiedliche Kosten – welche das sind, kannst Du auf tarife.at bei deinem Handytarif nachlesen. Solltest Du Roamingeinheiten benötigen, kannst Du dort auch gezielt nach günstigen Tarifen suchen. Wenn Du mehr zum Thema Roaming erfahren möchtest, findest Du weitere Infos hier.


Üblicherweise gibt es eine Grenze von 60 Euro für weltweites Datenroaming. Sobald Du 80% der Kostengrenze erreicht hast erhältst Du eine Nachricht. Eine weitere sobald das Limit erreicht ist. Danach schnappt es ab und alle Datendienste im Ausland sind bis zur nächsten Rechnung gesperrt. Wer auf die SMS reagiert kann allerdings weitersurfen.

Vorsicht: Nicht immer ist dieses Limit automatisch aktiviert! Bei den meisten Betreibern kann man es auch individuell festlegen, es müssen also nicht 60 Euro sein.

Damit ist man aber nicht völlig sicher: Denn diese Höchstgrenze gilt nur, wenn sich Dein Handy in ein normales, terrestrisches Mobilfunknetz eingewählt hat. Auf Schiffen und in Flugzeugen, wenn Satelliteninternet oder andere Dienste genutzt werden, können Gebühren von mehreren 1.000 Euro fällig werden.


Roamingsperren verhindern teure Kosten beim Einwählen in ein fremdes Netz. Roaming kann teuer kommen, besonders außerhalb der EU-Zone. Um gegen diese Kostenfalle geschützt zu sein, gibt es Roamingsperren. Je nach Anbieter können diese zumeist per App, im Kundenportal auf der Homepage oder auch telefonisch über Hotline erstellt werden.


Das EU-Ausland, auch EU-Zone oder Europa Zone 1 genannt, umfasst alle EU-Staaten: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern. Außerdem sind die drei EWR-Länder Island, Norwegen und Liechtenstein inkludiert, zudem auch Moldawien und die Ukraine.

Die EU-Roaming-Verordnung gilt NICHT für San Marino, Andorra, die Isle of Man, die Kanalinseln, Gibraltar, die Vatikanstadt und Überseegebiete in der Karibik. Großbritannien ist mit dem EU-Austritt herausgefallen.