Warum der billigste Tarif Deines Anbieters nicht immer auch der günstigste Tarif für Dich ist

Warum der billigste Tarif Deines Anbieters nicht immer auch der günstigste Tarif für Dich ist

Einfach immer den kleinsten, und damit billigsten Tarif nehmen? Das kann ironischerweise ganz schön teuer kommen. Denn der beste und günstigste Tarif ist immer der, der Dir am meisten bietet und gleichzeitig am wenigsten kostet. Wir rechnen ganz genau nach.

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Der beste Tarif … ist tatsächlich meist NICHT der kleinste und günstigste des Anbieters. Das klingt zwar im ersten Moment furchtbar unlogisch, macht aber Sinn, wenn man es mathematisch betrachtet. Keine Sorge, Du musst nicht rechnen – wir rechnen es vor.

Nehmen wir an, Du benötigst pro Monat 1.000 Minuten, keine SMS (weil wer schreibt heutzutage noch SMS?) und 40 GB Daten. Mit unserem Tarifrechner findest Du Angebote ab knapp unter 9 Euro monatliche Kosten.

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Beim gleichen Anbieter findest Du aber auch einen Basistarif ohne Einheiten mit 0 Euro Fixkosten und wohl auch einen kleineren Tarif, der etwas geringere monatliche Grundgebühren hat. Warum dann nicht diese nehmen? Die kleinen Tarife kommen Dich bei mittlerem oder größerem Verbrauch sauteuer.

Wir nutzen komplizierte Algorithmen, die Dir immer den billigsten Tarif zu Deinem Wunschverbrauch berechnen, inklusive aller vorhandener Zusatzpakete am Markt. Einfach gesprochen kriegst Du damit immer das beste Angebot, das Dir den besten Preis garantiert.

Warum aber ist ein kleinerer Tarif nicht automatisch billiger? 🤔 Das liegt daran, dass Einheiten kostengünstiger werden, wenn Du viele davon kaufst – dieses Gesetz des Marktes gibt es nicht nur am Mobilfunkmarkt, sondern es gilt fast überall. Im Supermarkt gibt es schließlich auch oft Multipacks, bei denen dann die vierte Zahncreme, das dritte Chipspackerl oder etwas ähnliches vergünstigt oder sogar gratis ist. Das ist nichts anderes als ein Mengenrabatt.

Bei Mobilfunktarifen läuft das genau gleich: Große Tarife mit vielen Einheiten sind zwar insgesamt kostenintensiver - das heißt, der Tarif hat eine hohe monatliche Grundgebühr. Aber einzeln gesehen kostet dann jede Einheit doch weniger als bei kleinen Tarifen. Aber lange Rede, kurzer Sinn – wir treten den Beweis dafür an.

Billigster Basistarif? Nur bei wenigen Einheiten

Nimmst Du Dir einen Basistarif ohne eine einzige Einheit, wo eben keine Minuten, SMS oder Datenvolumen inkludiert sind, wird jede verbrauchte Einheit einzeln abgerechnet. Das heißt zum Beispiel jede Minute und SMS 5 Cent, jedes Megabyte 15 Cent – diese Preise entsprechen dem Markt, es gibt aber höhere und tiefere Angebote von Anbietern.

Für unser Beispiel heißt das:

  • 1.000 Minuten x 0,05 Euro (5 Cent) = 50 Euro
  • 40.960 MB (40 GB) x 0,15 Euro (15 Cent) = 6.144 Euro
  • Summe = 6.194 Euro

Der gleiche Verbrauch mit einem Basistarif ohne inkludierte Einheiten würde also 6.194 Euro statt knapp 9 Euro kosten. 🤯 Das ist ein Unterschied von satten 6.185 Euro im Monat. Das liegt daran, dass sich eben auch kleine Summen stark auswirken können. 💸

Kleinster Tarif mit Einheiten

Was aber, wenn Du Dir „nur“ einen kleineren Tarif gönnst? Du ahnst es bestimmt schon: Es wird auch nicht billiger werden. Aber wir rechnen es nach. Es gibt kleine Tarife mit 1.000 Min/SMS und 10 GB Datenvolumen schon ab rund 7 Euro.

Das macht jetzt doch nicht so einen Unterschied, oder etwa doch? Jede Minute, SMS oder MB über den Verbrauch wird wie beim Tarif ohne Einheiten abgerechnet, also ebenso mit 5 Cent pro Minute oder SMS und 15 Cent pro Megabyte.

Wir rechnen daher die inkludierten Einheiten mit unserem Verbrauch gegen. Kosten für Telefonie entfallen, weil die 1.000 Minuten bereits inkludiert sind. Beim Datenverbrauch ziehen wir die inkludierten 10 GB des Tarifs von den 40 GB unseres Verbrauchs ab und benötigen 30 GB darüber hinaus.

Für unser Beispiel heißt das:

  • 1.000 Minuten inkludiert = 0 Euro
  • 40 GB – 10 inkludierte GB sind 30 GB oder 30.720 MB x 0,15 Euro (15 Cent) = 4.608 Euro
  • Kosten für den Tarif zu 1.000 Minuten/SMS und 10 GB = 7 Euro
  • Summe = 4.615 Euro

Du zahlst beim kleinsten Tarif also satte 4.615 Euro statt 9 Euro für den passenden Tarif. Das sind 4.606 Euro mehr als nötig. 😭

Warum gibt es dann die kleinen Tarife?

Sind kleine Tarife ein Scam? Natürlich nicht. Kleine Tarife machen schon Sinn, aber eben nur für den jeweiligen kleinen Verbrauch. Wenn Du einen Tarif mit unlimitierten Minuten, SMS und Datenvolumen nimmst, kannst Du mit monatlichen Kosten etwa ab 18 Euro rechnen. Wenn Du aber gleichzeitig monatlich gerade einmal 500 Minuten und 10 GB verbrauchst, reicht ein Tarif ab 7 Euro. Da sparst Du Dir 11 Euro im Monat bzw. 132 Euro im Jahr. 🤑

Verbrauchst Du aber deutlich mehr Datenvolumen, wie in unserem Beispiel mit 40 GB, dann reicht der kleine Tarif nicht mehr aus. Dann sparst Du kein Geld, sondern er kostet Dich ein einige Tausend Euro im Monat!

Wir empfehlen daher immer gut auf den Verbrauch zu achten. Das findest Du am leichtesten in den letzten Monatsrechnungen oder auch in der App heraus. Schau einfach, was Du im Monat wirklich verbrauchst und rechne ein bisserl was dazu, für „starke“ Monate, damit Du nie teuer überziehst. Das ist Dein Verbrauch! Den gibst Du in unseren Tarifrechner ein und schon bekommst Du den besten Tarif mit dem besten Preis.

( Artikel veröffentlicht: 25.11.2025 )

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Über die Autorin
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.