SNAP

SNAP steht für Sommer-Nieder-Arbeitspreis. Dieser gesetzlich geregelte Netztarif gilt jährlich vom 1. April bis 30. September, täglich zwischen 10:00 und 16:00 Uhr. Diese Maßnahme soll die Netze entlasten.

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Nein, SNAP meint nicht das Snapchat-Premiumabo, wenn RuPaul mit den DragQueens spricht oder im Kino Thanos das halbe Marvel-Multiversum auslöscht. Also auch – aber bei Strom ist dies die Abkürzung für eine saisonale Kostenersparnis. Der SNAP (Sommer-Nieder-Arbeitspreis) ist ein vergünstigter Netztarif für die Monate April bis September.

Ziel dahinter ist, dass möglichst viel Stromverbrauch dann stattfindet, wenn besonders viel davon vorhanden ist. Das entlastet die Netze und hilft bei der Energiewende. Vom April bis September ist untertags besonders viel Sonnenstrom im Netz verfügbar. Daher wird zu dieser Zeit der Strom etwas günstiger. Der SNAP ist daher eine staatliche Maßnahme, um einen Anreiz zu schaffen, Stromverbrauch gezielt in dieses Zeitfenster zu verlagern.

Strom muss in dem Moment verbraucht werden, indem er erzeugt wird und kann nur mühevoll langfristig gespeichert werden. Für das ganze Stromnetz liegen Speichersysteme dieser Größenordnung noch in grauer Zukunft. Gerade durch Sonnenenergie wird untertags in den Sommermonaten viel Strom erzeugt. Daher sollte der Verbrauch genau dann auch höher sein.

Kostenersparnis für SNAP

Verbrauchst Du im Zeitraum April bis September zwischen 10 und 16 Uhr Strom, bekommst Du einen Rabatt von 20 Prozent auf den Arbeitspreis des Netznutzungsentgeltes. Grundentgelte, Messpreise und andere Abgaben bleiben davon jedoch unberührt. Die Kostenersparnis macht daher im Jahr nur wenige Euro aus.

Wie hoch die Ersparnis pro kWh ist, hängt vom Arbeitspreis Deines Netzbetreibers ab. Im Durchschnitt fallen etwa bis zu 15 Prozent des Stromverbrauchs in das begünstigte Zeitfenster. Die tatsächliche Ersparnis hängt davon ab, wie gut sich der Verbrauch auf die Stunden zwischen 10 und 16 Uhr verlagern lässt. Daher können wir Dir nicht sagen, wie hoch die Ersparnis bei Dir ist – da wir nicht kalkulieren können, ob Du genau zur SNAP-Zeit Stromverbraucher wie Deine Poolpumpe und Waschmaschine laufen lässt.

Für die Wiener Netze entspricht die Senkung 1,4 Cent. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von rund 3.000 kWh pro Haushalt, betrifft dies in der Theorie nur 225 kWh im Jahr. Die Ersparnis läge hier bei 3,15 Euro jährlich.

Die Kostenersparnis durch SNAP sind nur wenige Euro im Jahr. Aber wenn Du Deinen Verbrauch in das SNAP-Zeitfenster setzt, hilfst Du der Energiewende und der Umwelt.

Voraussetzungen für SNAP

Auch Kleinvieh macht Mist und auch wenn es nur ein paar Euro sind, so kommst Du zu Deiner SNAP-Ersparnis: Du benötigst dafür ein SmartMeter mit aktivierter Viertelstunden-Wert-Messung (Opt-in beim Netzbetreiber). Dies musst Du direkt bei Deinem Netzbetreiber beantragen, denn bei der Standardkonfiguration gibt es zwar auch eine Messung im 15-Minuten-Takt, aber der Verbrauchswert für den Tag wird nur einmal täglich übermittelt (IMS beim Netzbetreiber). Am einfachsten steigst Du auf Opt-In im Online-Portal Deines Netzbetreibers um.

Rechtliche Grundlage

Die rechtliche Grundlage dafür liefert die Novelle der Verordnung über die Systemnutzungsentgelte (SNE-VO). Erstmals tritt der SNAP daher per 1. April 2026 in Kraft und gilt für Verbrauchende auf Netzebene 7. Über Netzebene 7 wird der Großteil der Endverbraucher, insbesondere Haushalte und Kleingewerbe, mit Strom versorgt.

( Artikel veröffentlicht: 26.03.2026 )

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Über die Autorin
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.