Minikraftwerk

Minikraftwerke sind kleine Stromerzeugungsanlagen wie zum Beispiel Balkonsolaranlagen oder auch Kleinwasserkraftwerke am heimischen Bach.

Es gibt unterschiedliche Arten für Minikraftwerke. Allen gemeinsam ist, dass sie zwar üblicherweise nur einen kleinen Teil des Strombedarfs eines Haushalts decken, aber Teil der Energiewende hin zu einer kleinteiligeren, regionaleren und grünen Stromerzeugung sind.

Solar-Minikraftwerke: Balkonkraftwerke

Solarminikraftwerke heißen eigentlich Steckersolargeräte, haben aber daneben noch viele weitere Bezeichnungen wie Balkonkraftwerk, Plugin-PV-Anlage oder Guerilla-PV. Im Gegensatz zu ihren großen Schwestern, die auf dem Dach montiert werden, ist das kleine Kraftwerk meist auf dem namensgebenden Balkon angebracht.

Aufwändige Zähler oder Stromspeicher entfallen hier, auch ist das Panel einfach selbst montiert und wird lediglich an die heimische Steckdose gesteckt. Hier entfallen teure Montagekosten, eine:n Elektriker:in brauchst Du dafür auch nicht.

Rechtlich zu beachten ist, dass Balkonkraftwerke in Österreich nur bis zu 800 Watt Leistung erlaubt sind. Das gilt insgesamt, das bedeutet, Du darfst nicht mehrere Module zu 800 Watt nebeneinander betreiben.

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Mini-Wasserkraftwerke: Kleinwasserkraft

Auch mit Wasserkraft lässt sich ein Minikraftwerk betreiben. Hier sind kleine Kraftwerke, die dezentral betrieben werden gemeint, die zumeist eine Leistung von unter 1 MW bereitstellen. Österreichweit laufen etwa 4.000 Kleinwasserkraftwerke, die in Summe rund 6 Terawattstunden Strom im Jahr erzeugen. Sie sind im Verein Kleinwasserkraft organisiert.

Da die Leistung mitunter sogar bei kleinen Bächen schon recht hoch ist, wird ein solches Kraftwerk eher selten für einen Privathaushalt genutzt, aber durchaus für kleine Betriebe. Da Wasserkraft ständig verfügbar und grundlastfähig ist, eignet sich eine solche Anlage auch im Inselbetrieb, also ohne an eine Anbindung an ein öffentliches Stromnetz.

Mini-Windenergie

Mit einer Mini-Windenergieanlage für Dach oder Garten kannst du Windkraft nutzen. Üblicherweise gibt es hier sogenannte Vertikalachser, die auch persische Windmühle genannt werden. Diese verfügen über eine Rotorachse in vertikaler Lage. Sie sind günstiger, weniger wartungsintensiv, aber meist etwas weniger effizient als Horizontalachser, die wie ein klassisches Windrad gebaut sind. Ein Beispiel für Vertikalachser sind zum Beispiel auch Windbäume, die baumförmig aussehend und über mehrere kleine Rotoren verfügen.

( Artikel veröffentlicht: 10.07.2024 )

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Über die Autorin
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.