Neues Trinkwasserkraftwerk: Klimafreundlicher Strom aus Hochquellwasser

verfasst am 1.6.2026
Neues Trinkwasserkraftwerk: Klimafreundlicher Strom aus Hochquellwasser

Wiener Wasser nimmt im Juni 2026 das 17. Trinkwasserkraftwerk in Betrieb. Dabei wird das Wasser der Hochquellleitung genutzt. Der Ausbau dieser und anderer erneuerbaren Energiequelle sollen es ermöglichen die Stadt bis 2040 klimaneutral zu machen.

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Die Trinkwasserkraftwerke befinden sich entlang der beiden Hochquellleitungen und in Wien. Die Technik dahinter ist so genial wie einfach: Dank des natürlichen Gefälles fließt das Wasser aus den Alpen mittels der zwei Hochquellwasserleitungen gänzlich ohne Pumpen rund 100 bis 180 km bis nach Wien. Dafür benötigt es nur rund 24 bis 36 Stunden. Nun soll der permanente Wasserstrom nicht nur für die Wasserversorgung genutzt werden, sondern auch um klimafreundlichen Strom zu erzeugen. So kann eine bereits vorhandene Ressource genutzt werden um Strom zu erzeugen.

Öko-Strom mit Wasser

Mit der Zukunftsstrategie „Wiener Wasser 2050“ sollen neben der Wasserinfrastruktur auch die Klimaschutzinitiativen ausgebaut werden. Mittlerweile wird mit den Trinkwasserkraftwerken so viel Strom erzeugt, dass der Strombedarf einer Stadt mit rund 50.000 Einwohner:innen gedeckt werden kann. Dies entspricht also etwa Wiener Neustadt.

Das 17. Kraftwerk wurde beim Wasserbehälter Hungerberg in Döbling errichtet. Die Anlage besteht aus 4 Pumpen, die als Turbinen genutzt werden. Diese erzeugen für etwa 700 Haushalte klimafreundlichen Strom, der in das Netz eingespeist wird. Bei Bedarf kann die Anlage als Pumpwerk genutzt werden, um zu jeder Zeit die Wasserversorgung zu gewährleisten. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Arbeiten an den Hochquellenleitungen stattfinden. In diesem Fall wird das Trinkwasser in höher gelegene Wasserbehälter gepumpt.

Weitere Standorte für Trinkwasserkraftwerke, etwa beim Wasserbehälter Rosenhügel, werden aktuell geprüft bzw. sind bereits in Planung.

Die Produktion von klimafreundlichem Strom hat bei Wiener Wasser eine lange Tradition. Wir ruhen uns auf den bestehenden Anlagen aber nicht aus, sondern bauen unseren Beitrag zu klimafreundlichem Strom kontinuierlich aus .

Paul Hellmeier
Leiter der Magistratsabteilung 31 – Wiener Wasser

Noch mehr Energie: Photovoltaik auf Wasserbehältern

Zusätzlich zur Wasserkraft sollen die Wasserbehälter auch für Sonnenstrom genutzt werden: Auf ihnen werden Photovoltaik-Anlagen errichtet.

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Über die Autorin
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.