Die Mehrheit der Österreicher:innen fühlen sich durch Energiekosten belastet. Besonders verwunderlich: Alle schimpfen, aber nur ein Bruchteil tut was dagegen. Dabei lassen sich bei einem Wechsel bis zu 500 Euro bei Strom und bis zu 700 Euro bei Gas sparen.
Wir haben eine repräsentative, österreichweit durchgeführte Umfrage (Sample: 1.000 Teilnehmer:innen) durchführen lassen. Diese zeigt: 53 Prozent der Befragten empfinden die aktuellen Energiekosten als Belastung. Da ist es besonders verwunderlich, dass die Wechselraten 2025 dennoch bei nur 5,4 Prozent bei Strom und 6,3 Prozent bei Gas lagen – mehr als neun von zehn Haushalten wurden nicht aktiv. Noch schlimmer: 44,7 Prozent haben ihren Energieanbieter überhaupt noch nie gewechselt.
Dabei wechselten 2025 so viele wie noch nie: 283.135 Haushalte wechselten 2025 den Strom-, 68.903 den Gaslieferanten. Gemessen am Gesamtmarkt bleibt das wenig: Im europäischen Vergleich liegt Österreich nur im unteren Drittel. Selbst innerhalb des Landes klafft die Schere weit auseinander: Niederösterreich führt mit einer Wechselrate von 8,3 Prozent bei Strom, Tirol bildet mit 2,0 Prozent das Schlusslicht.
Viele Haushalte unterschätzen das Sparpotenzial
Wir wollten wissen, woran der Wechsel scheitert. Es liegt nicht am Angebot, sondern am Wissen darüber: 23,5 Prozent der Befragten erwarten sich von einem Anbieterwechsel eine zu geringe Ersparnis. 22,5 Prozent der Nicht-Wechselnden haben sich mit dem Thema noch nie beschäftigt, weitere 13,9 Prozent fühlen sich nicht ausreichend informiert.
Unsere regelmäßig erhobenen Marktdaten zeigen, wie groß das Sparpotenzial ist. Aktuell sind inklusive Neukundenrabatten Einsparungen von bis zu 500 Euro pro Jahr bei Strom (3.500 kWh Jahresverbrauch) und bis zu 700 Euro bei Gas (12.000 kWh Jahresverbrauch) möglich. Die günstigsten Angebote finden sich dabei meist nicht beim bestehenden Versorger, sondern bei einem Mitbewerber.
Instabile Weltlage – zahlt sich ein Wechsel aus?
Der Weltmarkt schaut bedenklich aus. Genau deswegen ist 2026 ein gutes Jahr für einen Tarifwechsel und im Moment gibt es gerade ein günstiges Fenster. Die Großhandelspreise haben sich nach einem Höhenflug infolge der Iran-Krise eingependelt, die geopolitische Entspannung rund um die Straße von Hormus nimmt momentan Druck aus den internationalen Energiemärkten und reduziert jene Risikoaufschläge, die Öl- und Gaspreise zuletzt belastet haben. Die Endkundenpreise bieten Kunden derzeit wieder Potential zur Ersparnis. Nun ist ein Wechsel besonders ratsam, bevor mit Beginn der nächsten Heizsaison die Haushaltspreise wieder nach oben treiben könnten.
Regelmäßiges Wechseln ist wichtig: Neukundenrabatte laufen nämlich nach zwölf Monaten aus. Die günstigsten Konditionen gelten zumeist im ersten Vertragsjahr. Danach fallen die Rabatte weg, die Kosten steigen. Wer dauerhaft von niedrigen Tarifen profitieren möchte, sollte seine Verträge daher regelmäßig überprüfen – idealerweise einmal pro Jahr.
Steigende Fixkosten erhöhen die Bedeutung des Energiepreises. Die Gasnetzentgelte stiegen 2026 österreichweit um durchschnittlich 18,2 Prozent, in Kärnten sogar um 35 Prozent. Sie werden durch den Wohnort bestimmt und können von Kund:innen nicht beeinflusst werden. Umso wichtiger wird jener Teil der Rechnung, der sich aktiv steuern lässt: der Energiepreis. Je höher die unvermeidbaren Fixkosten ausfallen, desto größer wird der Nutzen eines günstigeren Tarifs.
Der Zeitaufwand für einen Wechsel ist sehr überschaubar: Vergleichen, Tarif wählen und Daten eingeben, fertig – den Rest übernimmt tarife.at, von der Kündigung bis zur Ummeldung. Seit 1. April 2026 erfolgt zudem der technische Umstellungsschritt binnen 24 Stunden. Die Kündigungsfrist von 14 Tagen beim alten Anbieter bleibt.
Der Tarifvergleich auf tarife.at sowie die Beratung sind selbstverständlich kostenlos, ein Anbieterwechsel ist in wenigen Minuten erledigt. Wir vergleichen die Angebote von über 100 in Österreich tätigen Energieversorgern und berücksichtigen dabei sämtliche Kostenbestandteile. Entscheiden sich Nutzer:innen für einen neuen Tarif, übernehmen wir den gesamten Wechselprozess inklusive der Kündigung beim bisherigen Anbieter.