Am Energiemarkt tummeln sich die Platzhirsche. Das lässt den Wettbewerb leiden und hält die Preise teuer, sagen auch Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) und E-Control. Nötig wäre auch mehr Wechselwillen der Kund:innen.
Der heimische Energiemarkt leidet unter einem massiven Wettbewerbsdefizit. Seit der Energiekrise 2022/23 hat sich die Zahl der bundesweiten Stromanbieter am Markt um rund ein Drittel auf 37 reduziert. Bei den Gasanbietern gibt es sogar nur noch 14 österreichweite Anbieter. Damit mangelt es bei den Versorgern an Preisdruck.
Ohne Preisdruck gibt es leider hohe Strom- und Gasrechnungen. Hier springen wir von tarife.at ein. Denn gerade Tarifvergleiche haben das Potenzial, den Wettbewerb unter den Energieversorgern anzufachen. Nur in einem guten und aktuellen Vergleich kann der Energiemarkt auch für Laien durchschaubar sein.
Wenig Wechselwillen
Nach wie vor gibt es nur wenig Haushalte (1,7 Prozent laut E-Control) in Österreich, die ihren Strom- und Gastarif wechseln.
Viele glauben irrtümlich, dass sich ein Wechsel gar nicht auszahlt. Eine Umfrage von Marketagent im Auftrag von tarife.at zeigt, dass die Zufriedenheit mit dem aktuellen Tarif mit 44 Prozent am häufigsten als Grund für keinen Wechsel des Anbieters genannt wird. Gleichzeitig haben sich aber 23 Prozent der Befragten noch nie mit einem Anbieterwechsel befasst, 21 Prozent geben an, Angst vor versteckten Kosten oder Gebühren zu haben.
15 Prozent fühlen sich nicht ausreichend informiert über alternative Anbieter. Weiteren 13 Prozent erscheint der Wechselprozess zu kompliziert. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass es neben mehr Wettbewerb vor allem klare, verständliche Informationen und niederschwellige Vergleichsmöglichkeiten braucht, um die Wechselbarriere zu senken.