Förderungen für Energieeffizienz in Betrieben startet

verfasst am 30.6.2026
Förderungen für Energieeffizienz in Betrieben startet

Mit insgesamt neun Millionen Euro sollen Investitionen in Betrieben gefördert werden, die Energie sparen. Die Energieeffizienz-Ausschreibung startet mit 1. Juli 2026.

Du suchst günstigen Gewerbe-Strom oder Gewerbe-Gas? Hier gibt es den besten Tarif.

Mit 1. Juli startet die zweite Runde der Energieeffizienz-Ausschreibung. Unterstützt sollen Betriebe in Österreich werden, die ihren Energieverbrauch dauerhaft senken, ihre Kosten reduzieren und damit gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, so das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus.

Dabei sollen Investitionen in bestehenden gewerblichen und industriellen Anlagen mit einer Investitionssumme ab 1 Mio. Euro gefördert werden, die mindestens 1 GWh Energie pro Jahr einsparen. Die Einsparung muss spätestens bis 31. Dezember 2029 wirksam werden. Anträge können von 1. Juli 2026 bis 12. Oktober 2026 ausschließlich online eingereicht werden. Hier findest Du weitere Infos und zum Antrag der Umweltschutzförderung.

Für Betriebe zählt am Ende, ob eine Maßnahme wirkt. Energieeffizienz wirkt doppelt: Sie senkt laufende Kosten und reduziert Emissionen. Damit verbinden wir Klimaschutz mit Wettbewerbsfähigkeit und sorgen dafür, dass Investitionen in Österreich stattfinden.

Elisabeth Zehetner
Energie-Staatssekretärin

Die Fördermittel werden im Wettbewerb vergeben. Entscheidend ist, mit welchem Projekt bei möglichst geringem Förderbedarf möglichst viel Energie eingespart wird. Die Förderung beträgt maximal 180 Euro pro eingesparter MWh, höchstens 50 Prozent der förderungsfähigen Kosten und maximal 2,5 Mio. Euro pro Projekt.

Praktische Umsetzung

Ein Beispiel für eine solche Umsetzung ist ein Projekt der Zellstoff Pöls AG am Standort Pöls in der Steiermark. Dort werden Zellstoff sowie Spezial- und Verpackungspapiere hergestellt. Das Unternehmen plant, die bestehende Branntkalkkühlung durch eine effizientere Technologie zu ersetzen. Im Produktionsprozess wird Branntkalk in einem Kalkbrennofen erzeugt. Die im Branntkalk enthaltene Wärme konnte bisher nur eingeschränkt zurückgewonnen werden.

Durch einen neuen statischen Kühler soll die Wärmerückgewinnung deutlich verbessert werden. Die entzogene Energie kann künftig effizienter wieder im Prozess genutzt werden. Dadurch können jährlich rund 10.000 MWh Endenergie eingespart und rund 2.000 Tonnen CO₂ vermieden werden.

441 Umweltprojekte bereits gefördert

In der ersten Runde wurden 441 Umweltprojekte mit einem Investitionsvolumen von rund 137,2 Mio. Euro und einem Förderungsbarwert von rund 28,0 Mio. Euro genehmigt. Damit können jährlich rund 13.800 Tonnen CO₂ vermieden und rund 56 GWh Energie eingespart werden. Im Energieeffizienzprogramm wurden 150 Projekte unterstützt. Zusätzlich wurden fünf Projekte aus der ersten Energieeffizienz-Ausschreibung Jänner 2026 mit einem Investitionsvolumen von rund 31,4 Mio. Euro und einem Förderungsbarwert von rund 3,7 Mio. Euro genehmigt. Allein diese fünf Vorhaben bringen eine jährliche Energieeinsparung von rund 28,4 GWh.

Jetzt Stromtarif finden!



Über die Autorin
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist Spezialistin für Telekommunikation, Technik und Energie bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte Begriffe in eine verständliche Sprache. Zusätzlich ist sie als Redakteurin auch strenge Hüterin der Datenbank.