Langwierige Verfahren könnten das größte Hindernis für den notwendigen Netzausbau darstellen, so das Forum Energiesicherheit. Ohne diesen scheint die Energiewende aber nicht möglich.
Das Forum Energiesicherheit sieht in der Energiewende eine große Herausforderung. Denn bis 2040 soll der Strombedarf voraussichtlich von rund 70 TWh auf etwa das Doppelte ansteigen: Prognostiziert werden 120-140 TWh. Gleichzeitig sollen fossile Energieträger vollständig ersetzt werden. Strom aus Photovoltaik oder Windkraft und erneuerbare Gase wie Biogas oder Wasserstoff sollen zu den zentralen Bausteinen dieser Transformation werden.
Deswegen soll die Netzinfrastruktur um- und ausgebaut werden. Die Verteilernetzbetreiber (VNB) wollen dafür Milliarden in den Ausbau stecken. Ein großes Problem sieht man in den behördlichen Hürden und fordert Genehmigungserleichterungen, sowie Abkürzungen von langwierigen Verfahren.
Wir können uns keine jahrelangen Verfahren mehr leisten. Netzausbau ist eines der wichtigsten Generationenprojekte Österreichs. Die Investitionen, die heute getätigt werden, sichern die Energieversorgung für kommende Jahrzehnte – er wird jedem in Österreich lebenden Menschen ein komfortables und angenehmes Leben ermöglichen und jedem in Österreich tätigen Unternehmen Rahmenbedingungen für wirtschaftlichen Erfolg bieten.
Michael HaselauerNetz OÖ-Geschäftsführer
Wasserstoff, Biogas und neue Energie
Auch möchte man vorhandene Strukturen teilweise neu nutzen, wie etwa beim Wasserstoff. Dieser soll 2040 im Ausmaß von 12 TWh erzeugt werden und in Gasleitungen transportiert werden. An die Stelle von fossilem Gas soll 2040 Biogas treten, das im Ausmaß von 10 TWh erzeugt werden soll. Alle diese Verteilernetzentwicklungspläne (VNEP) sind öffentlich einsichtbar.
Bis 2040 will man in Österreich von derzeit 8,1 GWp auf 41,1 GWp bei PV-Anlagen ausbauen. Ob eine PV-Anlage ans Netz gehen kann, kann direkt über die Übersichtskarte der Umspannwerkskapazitäten abgerufen werden.