Österreich trotz Ausbau der Glasfaser immer noch Schlusslicht

verfasst am 15.4.2026
Österreich trotz Ausbau der Glasfaser immer noch Schlusslicht

Österreich hat beim Ausbau von Glasfaser-Netzen stark aufgeholt. Die Glasfasernetzverfügbarkeit liegt nun bei 58 Prozent. Dies ist immer noch weit unter dem Europa-Durchschnitt von rund 79 Prozent.

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Bei der European FTTH Conference wurde die Glasfaserdurchdringung der einzelnen Länder vorgestellt: In 39 europäischen Staaten sind rund 295 Millionen Haushalte mit Glasfaseranschlüssen versorgt, das entspricht einer Abdeckung von 79,3 Prozent. Spitzenreiter mit 100 Prozent sind laut FTTH Conference Malta, danach folgen Rumänien (97,0 Prozent) und Spanien (96,5 Prozent). Mit dieser Ausbaurate sind wir leider, wie auch in den letzten Jahren, bei den Schlusslichtern Europas: Wir erreichen von 39 Ländern den sechstletzten Platz.

Österreich gehört beim Glasfaserausbau zu den Schlusslichtern Europas. (Bild: OFAA)

Die jüngsten Marktdaten des FTTH Council Europe zeigen, dass in Österreich immerhin rund 58 Prozent der Haushalte an ein Glasfasernetz herangeführt sind. Somit gelten mehr als 2,4 Millionen Haushalte als glasfaserfähig. Davon nutzen rund 600.000 Haushalte einen Glasfaseranschluss aktiv. In den letzten zwei Jahren holte Österreich von 49,7 auf 58 Prozent deutlich auf.

In den vergangenen vier Jahren konnte in Österreich im ländlichen Raum die Zahl der echten Glasfaseranschlüsse sogar von 20,8 auf 45,2 Prozent gesteigert werden.

Wirtschaftsfaktor Glasfaser

Die Open Fiber Austria plädiert für eine flächendeckende digitale Infrastruktur durch die Glasfaser. Sie sieht die Glasfaser als die entscheidende Grundlage und Infrastruktur einer ökonomisch nachhaltigen Entwicklung. Der weitere Ausbau sei daher unerlässlich, um Österreich als Wirtschaftsstandort auch in Zukunft zu erhalten.

Schon auf europäischer Ebene zeigt das FTTH/B Market Panorama: Glasfaser ist die Grundlage für künftige digitale Ökosysteme. Länder mit hoher Penetration und Take-up-Rate schaffen damit die Basis für höhere Produktivität, neue Geschäftsmodelle und mehr Resilienz für die heimische Wirtschaft. Der Weg des bisherigen Ausbaues reicht nicht. Die veralteten Kupfernetze müssen schneller und effizienter denn je auf die zukunftsträchtige Glasfaser migriert werden. Gerade in wirtschaftlich volatilen Zeiten birgt der Ausbau der digitalen Infrastruktur enorme Chancen, die unbedingt genutzt werden müssen .

DI Martin Wachutka
Vice President der Open Fiber Austria

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Über die Autorin
Geschrieben von Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Mag. Victoria Breitsprecher, MA
Victoria ist technische Redakteurin bei tarife.at. Sie bringt hochkomplizierte, technische Begriffe in eine verständliche Sprache. Unterstützung bekommt die Technik-Liebhaberin von ihrem Büro-Hund, Herr Baron 🐶.