Das Forum Mobilkommunikation (FMK), die Interessenvertretung der österreichischen Mobilfunkindustrie, präsentierte die Zahlen des Mobilfunkmarktes 2025. Es gibt einen Anstieg beim Datenvolumen und eine starke Nutzung von KI.
Rückgang bei Gesamtumsatz, Plus bei Investitionen
Trotz Inflation ist der Gesamtumsatz leicht gesunken: 2025 fiel der Gesamtumsatz der drei Mobilfunknetzbetreiber leicht von 3,75 Mrd. Euro auf 3,53 Mrd. Euro. Österreichs Mobilfunknetzbetreiber zählen sich daher zu den wichtigsten Inflationsbremsen, so das FMK.
Das Gesamtinvestitionsvolumen der drei Netzbetreiber stieg von EUR 881 Mio. (2024) auf EUR 902 Mio. Hier sieht man die Zukunft daher mit Sorgen.
Der Marktdruck hat zugenommen.
Volker LibovskyPräsident des FMK und CTIO von Magenta Telekom
Weniger Telefonie, mehr Datenvolumen
Telefoniert wird immer weniger: 2025 wurde in Österreich 20,16 Mrd. Minuten mobil telefoniert. Statt klassisch über Mobilfunktelefonie kommunizieren immer mehr Menschen über Messengerdienste.
Das via Mobilfunknetzen übertragene Datenvolumen betrug 2025 über 6 Mrd. GB. Dieser Wert entspricht dem 20-fachen von vor 10 Jahren und bedeutet eine Zunahme von über 500 Millionen GB gegenüber dem Vorjahr. Unser Datenhunger wird zunehmend größer.
Die Mobilfunknetze müssen daher immer mehr leisten. Sie sind heute zwanzigmal leistungsfähiger als vor 10 Jahren, so das FMK. Es gibt 19.519 aktive Mobilfunk-Standorte in Österreich, wovon 13.298 mit 5G-Systemen ausgestattet sind. Rund 97 Prozent der Bevölkerung sind mit 5G versorgt.
Mehr SIM-Karten
Mit Ende 2025 waren in Österreich rund 14,67 Millionen SIM-Karten aktiv. Dies betrifft nicht nur Handys, sondern auch SIM-Karten in Cubes oder anderen Geräten. Zum Vergleich: 1996 waren es noch 650.000, 2006 waren es bereits rund 9,26 Millionen, 2016 rund 13,61 Millionen. Die Zahlen zeigen, dass Mobilfunk seit rund 20 Jahren nahezu von jedem/r genutzt wird. Der weitere Anstieg der SIM-Karten seitdem ist vor allem auf die zunehmende Verbreitung von Firmen- und Zweithandys sowie auf zusätzliche Geräte mit Prepaid-Karten zurückzuführen, so das FMK.
Mit den Netzen sind die meisten hochzufrieden. Nach dem Schulnotenprinzip bewertet Österreich laut einer Umfrage durch Makam Research die Netzstabilität, die Verbindungsqualität und die Netzabdeckung durchwegs positiv mit 1,75-1,85. Auch bei den Kosten der Tarifen vergibt Österreich einen Zweier – im internationalen Vergleich sind das sehr erfreuliche Werte, so das FMK.
Im Durchschnitt nutzen Österreicher:innen 5,5 internetfähige Geräte: 86 Prozent verfügen über ein Smartphone, 70 Prozent über Laptop, 42 Prozent über einen PC, 29 Prozent über eine Spielkonsole, 20 Prozent über persönliche Internet-Assistenten wie Siri oder Alexa, 17 Prozent über Smart Home Anwendungen wie smarte Thermostate oder smarte Steckdosen, 15 Prozent über Wearables wie Fitness-Tracker oder Smartwatches. Klassische Tastentelefone nutzen nur noch 6 Prozent, einen Festnetzanschluss haben nur noch 12 Prozent – und da meist über 70-jährige.
Die Digitalisierung kommt immer stärker bei uns an: Etwa die Hälfte erledigen Amtswege digital oder shoppen online. Rund 8 von 10 Personen nutzen digitale Bankservices. Zwei Drittel der Österreicher:innen haben schon einmal KI-basierte Anwendungen genutzt, die Texte, Antworten oder Inhalte auf Fragen erzeugen. Die Mehrheit, die KI-basierte Anwendungen verwenden, nutzten sie auch für Information und Erklärung. Bedenklicherweise vertraut rund die Hälfte den Inhalten einer KI ohne diese Informationen auf die Wahrheit zu prüfen.