Laut E-Control war Österreich 2025 ungeplant durchschnittlich nur 16,62 Minuten ohne Strom- und 2,15 Minuten ohne Gasversorgung.
Die E-Control zeigt sich erfreut über die Auswertung der Ausfall- und Störungsstatistiken für Strom und Gas. Die durchschnittliche Ausfallsdauer aufgrund ungeplanter Stromausfälle lag im Jahr 2025 bei 16,62 Minuten, jene der ungeplanten Gasausfälle lag bei 2,15 Minuten. Das sind niedrigere Werte als im Jahr davor: 2024 gab es laut E-Control bei Strom 23,41 Minuten ungeplante Unterbrechungen, bei Gas 3,87 Minuten.
Die durchschnittliche Dauer ungeplanter Ausfälle sind im Strombereich immer deutlich höher als bei Gas. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass unterirdisch verbaute Gasleitungen weniger von externen Umwelteinflüssen betroffen sind als Freileitungen bei Strom.
Stromausfall: Geplant oder ungeplant
In den Ausfall- und Störungsstatistiken werden sowohl geplante als auch ungeplante Versorgungsunterbrechungen dargestellt. Bei geplanten Unterbrechungen werden die Kund:innen im Vorhinein über eine Abschaltung informiert, zum Beispiel aufgrund geplanter Arbeiten im Versorgungsnetz.
Leider kommt es aber durch äußere Einflüsse, Anlagenausfällen oder anderen Störungen auch immer wieder zu ungeplanten Versorgungsunterbrechungen. Im Berichtsjahr 2025 wurden bei Strom in Österreich insgesamt 14.869 Versorgungsunterbrechungen (nach 18.499 im Jahr 2024), die länger als eine Sekunde gedauert haben, von den Netzbetreibern gemeldet. Knapp 61 Prozent davon waren geplant und gut 39 Prozent ungeplant.
Bei Strom werden die ungeplanten Unterbrechungen nach fünf Ursachen unterschieden. Dazu zählen atmosphärische Einwirkungen, Fremdeinwirkung, netzbetreiberinterne Gründe sowie sogenannte Rückwirkungsstörungen und regional außergewöhnliche Ereignisse. Zu diesen zählen zum Beispiel extreme Naturereignisse wie Erdbeben oder massive Überschwemmungen. 2025 stellten Kabelschäden den häufigsten Grund für Stromunterbrechungen dar (mit mehr als 15 Prozent), gefolgt von atmosphärischen Einwirkungen mit knapp 10 Prozent.
Bei Gas wurden in Summe 2.769 Versorgungsunterbrechungen gemeldet (2024 3.157), davon waren rund 36 Prozent geplant und rund 64 Prozent ungeplant. Im Gasbereich lagen rund 28 Prozent der gemeldeten Versorgungsunterbrechungen außerhalbe des Verteilernetzes (zum Beispiel eine defekte Gastherme in einer Kundenanlage) und rund 72 Prozent der Unterbrechungen mit Ursache im Verteilernetz.